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Rückkehr nach Sunset Cove Roman - Lighthouse-Saga 1 - von Thompson, Ella (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.01.2019
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Rückkehr nach Sunset Cove

Wenn der Horizont weit ist und der Ozean rau, ist es Zeit, Geheimnisse zu lüften! Wie aus dem Nichts bricht Niclas Hunters Welt zusammen. Gerade noch war er ein erfolgreicher Staatsanwalt, doch seine Konkurrentin Gillian Mulhare brachte ihn mit einer sorgsam eingefädelten Intrige zu Fall. Um der Belagerung durch die Presse zu entkommen, flüchtet Niclas nach Cape Cod, wo er im Familiensitz Sunset Cove zur Ruhe kommen will. Doch statt das Haus wie erwartet leerstehend vorzufinden, ertappt er eine mysteriöse Einbrecherin - unter der Dusche. Von der ersten Sekunde an fühlt sich Niclas zu der jungen Frau hingezogen, wie er es noch nie zuvor erlebt hat. Doch wer ist die schöne Unbekannte und was führt sie im Schilde? Aufwändig und liebevoll gestaltete Ausgabe mit farbigen Karten und Innenklappen! Ella Thompson, geboren 1976, verbringt nach Möglichkeit jeden Sommer an der Ostküste der USA. Ihre persönlichen Lieblingsorte sind die malerischen New England-Küstenstädtchen. An den endlosen Stränden von Cape Cod genießt sie die Sonnenuntergänge über dem Atlantik - am liebsten mit einer Hundenase an ihrer Seite, die sich in den Wind reckt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 14.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641234072
    Verlag: Heyne
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Rückkehr nach Sunset Cove

1

"Einen Moment." Die Frau drehte sich um und stellte die Dusche ab. Niclas bekam ihre Kehrseite zu sehen. Ihr Haar war lang. Es reichte ihr fast bis zum Ansatz eines wirklich bemerkenswerten Hinterns. Da die Haare nass waren, konnte er ihre Farbe nicht genau bestimmen.

Unvermittelt drehte sich die Frau wieder um und ertappte ihn, wie er sie anstarrte. Peinlich berührt ließ er seinen Blick durch das Bad schweifen. Er griff nach einem Handtuch und warf es ihr zu, als sie aus der Dusche trat. Mit der linken Hand fing sie es auf und wickelte sich darin ein. Sie blickte ihn hochmütig mit ihren bernsteinfarbenen Augen an und reckte stolz das Kinn.

Um ihr zu zeigen, dass er sich von ihrer Arroganz nicht beeindrucken ließ, lehnte er sich mit der Schulter gegen den Türrahmen und zog die Augenbrauen hoch. "Ich frage Sie noch einmal: Was tun Sie hier?"

"Das Gleiche könnte ich Sie fragen." Sie war wirklich frech.

"Sind Sie eine der Affären meines Vaters?", fragte er geradeheraus.

Sie hob ihr Kinn noch höher. "Nein."

"Was haben Sie dann hier verloren?"

Die Unbekannte schwieg.

Niclas wartete einen Moment, ob sie sich zu einer Erklärung herabließ. Als sie nichts sagte, zuckte er mit den Schultern. "Da mir kein Grund einfällt, der Sie berechtigen könnte, sich hier aufzuhalten, rufe ich jetzt die Polizei und lasse sie das klären."

Für den Bruchteil einer Sekunde blitzte etwas in ihren Augen auf, das ihn an blanke Panik erinnerte. "Kein Problem." Sie hob beschwichtigend die Hände. "Ich bin schon weg. Kein Grund, einen großen Wirbel zu veranstalten. Geben Sie mir zwei Minuten."

Niclas atmete den Duft nach Kokos ein, der in der feuchten Luft des Badezimmers hing, und bemühte sich, die Frau nicht anzustarren. Irgendetwas hatte sie an sich. Er hatte keine Ahnung, wieso er nicht einfach die Cops rief. "Zwei Minuten", gestand er ihr zu. Bestimmt brauchte sie zehn Mal so lange. "Ich warte unten auf Sie." Er kehrte ins Erdgeschoss zurück und räumte den Golfschläger weg. Der gut gelaunte und tatsächlich ziemlich harmlose Hund gesellte sich zu ihm und schnüffelte an seinem Hosenbein. Niclas kraulte ihn hinter den Ohren und ging ins Wohnzimmer, um sich einen Whiskey einzuschenken. Die Anwesenheit dieser mysteriösen Fremden stellte ihn vor ein Rätsel. Einen Augenblick überlegte er, ob sie eine Reporterin war, die ihm aufgelauert hatte. Er schüttelte den Gedanken ab. Auf die Idee, dass er sich in Sunset Cove versteckte, kam wirklich niemand.

Die Unbekannte hielt Wort. Sie tauchte zweieinhalb Minuten später in zerschlissenen Jeans und einer roten Kapuzenjacke auf. Ihr nasses Haar hatte sie zu einem Zopf geflochten, der ihr über die Schulter hing und feuchte Flecken auf ihrer Kleidung hinterließ. Der Wind rüttelte an den Fenstern. Es war stürmisch, und die Wolken rasten immer schneller auf das Festland zu. Die Frau blickte an ihm vorbei durchs Fenster, straffte die Schultern und wandte sich zur Tür. Ohne ein weiteres Wort verließ sie das Haus. Der Hund sah Niclas ein letztes Mal an und folgte ihr.

Was für eine surreale Begegnung! Niclas kippte den Whiskey hinunter und schenkte sich einen zweiten ein, den er mit auf die Terrasse nahm. Die Böe, die ihn erfasste, riss ihn beinahe von den Füßen. Doch der scharfe Wind tat gut. Er verhinderte zumindest, dass Niclas im Stehen einschlief. Einen Moment überlegte er, sein klingelndes Handy zu ignorieren. Andrews Anruf war seit dem Vortag der erste, den er angenommen hatte. Wahrscheinlich war es auch jetzt sein Bruder. Der keine Ruhe geben würde, bis er ihn erreichte. Oder ihm tatsächlich noch die Cops auf den Hals hetzte. "Hey", meldete er sich.

"Nic, alles in Ordnung bei dir?" Jetzt hörte Andrew sich nicht mehr wütend an. In seine Stimme hatte sich ein sorgenvoller Unterton gemischt.

"Ja. Alles klar." Niclas versuchte, so fröhlich wie möglich zu klingen, auch wenn er Andrew nicht täuschen konnte.

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