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Rebell der Krone Historischer Roman von Young, Robyn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.06.2011
  • Verlag: Random House E-Books
eBook (ePUB)
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Rebell der Krone

Schottlands größter Freiheitskämpfer Robert the Bruce - Kämpfer im Krieg, König im Exil, Ehemann der Feindestochter, Freund, Mörder und eine Legende Robert the Bruce - Schottlands größter Krieger im Kampf um die Unabhängigkeit - verlor alles, was er liebte: Familie, Freunde, seine Heimat und sein Land! Doch er gab niemals auf, brach seinen Treueschwur gegenüber Englands Krone, und zog aus, sein Volk in die Freiheit zu führen ... Die neue Trilogie von Bestsellerautorin Robyn Young erzählt die packende Legende dieses Mannes, der vom Krieger und umjubelten Anführer der aufrührerischen Schotten zum Eroberer des Thrones wurde - ein Held, der die Geschichte einer ganzen Nation prägte. Mit ihrem Debüt "Die Blutschrift" gelang der Britin Robyn Young in Großbritannien und den USA ein großartiger Durchbruch, der sie auf die Bestsellerlisten schnellen ließ. Geboren 1975 in Oxford, begann sie schon früh, Gedichte und Kurzgeschichten zu schreiben. Aber erst während eines Seminars in Kreativem Schreiben fand sie den Mut, ihre Ideen für einen Roman zu Papier zu bringen. Heute lebt Robyn Young in Brighton, und wenn sie nicht gerade an einer Trilogie schreibt, unterrichtet sie Kreatives Schreiben an verschiedenen Colleges.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 672
    Erscheinungsdatum: 21.06.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641056063
    Verlag: Random House E-Books
    Serie: Robert the Bruce Bd.1
    Originaltitel: Insurrection
    Größe: 1300 kBytes
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Rebell der Krone

" 45 (S. 324-325)

Sir William Ormesby, der englische Justiziar von Schottland, stand am Fenster und blickte über die königliche Burg von Scone hinweg. Rauch quoll aus den Abzügen und verschwand im weißen Himmel. Irgendwo dort oben mühte sich die Sonne, den Nebel zu durchdringen. Ormesby spürte, wie ihm unter den Achselhöhlen der Schweiß ausbrach. Sein pelzgesäumtes Gewand kam ihm so schwer vor wie eine Rüstung, und er sehnte sich danach, es abzulegen, aber er hatte heute Morgen noch einige zahlungsunwillige Pächter zu empfangen. Der Nächste, so hatte man ihm gemeldet, wartete bereits unten. Ormesby würde ihn noch ein wenig länger zappeln lassen. Es war gut, wenn sie unruhig und aufgeregt waren, sobald sie zu ihm geführt wurden, es gelang ihnen dann oft nicht mehr, ihre Klagen in Worte zu fassen.

Unten gingen die Menschen ihrem Tagewerk nach, stapften geschäftig durch die schlammigen Straßen. Ormesby sah zu, wie ein magerer Schweinehirte seine Schweine in ihren Pferch trieb. Weiter unten in der Straße schlurfte einälterer Ordensbruder vorbei. Er blieb stehen, als eine in einen schäbigen Schal gehüllte Frau aus einem Fleischerladen vor ihm trat. In den Händen hielt sie ein dünnes Päckchen. Inmitten der Bürger der Stadt waren auch Soldaten mit Schwertern an den Hüften zu sehen. In ihrer Militärkleidung hoben sie sich von den einfachen Leuten von Scone ab. Jeder trug ein weißes Band mit dem roten Kreuz des heiligen Georg am Oberarm.

König Edward hatte dies angeordnet, damit die englischen Soldaten einander erkannten. Die roten Kreuze traten in Gruppen von zweien oder dreien auf, häufig lungerten sie müßig in der Nähe der Halle herum. Es waren mehr Soldaten als früher in der Stadt, nachdem Berichte über Unruhen in Umlauf geraten waren, war aus Berwick Verstärkung eingetroffen. Der größte Teil der Unruhen schien sich auf die Highlands weit nördlich von Scone zu beschränken sowie auf den Westen, wo die MacRuaries drei zwischen den Inseln patrouillierende englische Schiffe gekapert, ausgeplündert und verbrannt hatten.

Die MacRuaries waren eine allgemein berüchtigte Familie, allesamt Söldner und Halsabschneider, die jedes Schiff aufbrachten, das sich in ihr Territorium verirrte, egal unter welcher Flagge es segelte. Die englischen Beamten in Berwick gingen kein Risiko ein und hatten alle wichtigen Garnisonen verstärkt. Während Ormesby das Treiben auf der Straße beobachtete, steuerten zwei der Soldaten vor der Halle auf eine Bettlergruppe zu, die aus einer Seitengasse auftgetaucht war und die Stadtbewohner mit ausgestreckten Händen verfolgte. Sie glichen eher Tieren als Menschen, fand Ormesby, sie waren in zerschlissene Felle und Häute gehüllt, hatten verfilztes Haar und vor Schmutz starrende Gesichter. In diesen Tagen sah man immer mehr von ihnen. Seit Ormesby sein Amt als Justiziar angetreten hatte, war der Anblick von abgerissenen Bettelmönchen oder Aussätzigen mit Klappern und Almosenschalen von dem ehemaliger Freisassen mit Höfen und Geschäften verdrängt worden, die nun gezwungen waren, auf der Straße zu betteln.

Obgleich sie besser gekleidet waren, zeigten sie deutliche Anzeichen der Armut, die sie in den nächsten Monaten in ihr graues, anonymes Leichentuch hüllen würde. Ormesby fand es beunruhigend, wie schnell jemand von Stand, sei er auch noch so niedrig, so rasch jegliche Ehre einbüßen konnte. Die Soldaten deuteten auf die Bettler, befahlen ihnen offenbar, schleunigst weiterzugehen. Einer gab einem Mann, der sich für seinen Geschmack zu langsam bewegte, einen Stoß, ein anderer zog drohend sein Schwert. Or

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