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Robin Hood Die Rächer vom Sherwood von James, George P. R. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.08.2012
  • Verlag: Aufbau Verlag
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Robin Hood

Immer für Recht und Gerechtigkeit England 1265: Das Land ist gespalten zwischen den normannischen Anhängern des schwachen und tyrannischen Königs Heinrich III. und den angelsächischen Baronen, die auch die Rechte des Volkes vertreten. Auf ihrer Seite stehen die Geächteten um Robin Hood, die mit Witz, Geschick, treffsicheren Pfeilen und lauteren und unlauteren Tricks immer zur Stelle sind, wenn es darum geht, eine gerechte Sache zu verteidigen. Die Legende um den sagenhaften Rächer der Entehrten in einem spannenden Roman. England 1265. In einem Dorf in der Nähe des Sherwoods wird beim Maientanz die Tochter des Wirts von dem Ritter Richard de Ashby entführt. Um die Familie des Ritters zu zwingen, das Mädchen wieder ihrem Vater wiederzugeben, entführen die Leute Robin Hoods die schöne Lucy de Ashby, Richards Cousine. Doch zwischen den Adelsfamilien besteht ein viel tieferer Konflikt: Einige sind Anhänger des schwachen und tyrannischen Königs Heinrich III., andere wollen mehr Rechte für die Angelsachsen. Letztere werden unterstützt durch die Geächteten um Robin Hood, die im Wald von Sherwood leben und immer da sind, wenn es darum geht, Entrechteten beizustehen und eine gerechte Sache zu verteidigen. George Payne Rainsford James (1799 - 1860) war zu seiner Zeit bekannt für seine historischen Romane in der Nachfolge Walter Scotts. Er reiste viel und nahm an den Kriegen gegen Napoleon teil. König William IV. ernannte ihn zu seinem Geschichtsschreiber.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 408
    Erscheinungsdatum: 08.08.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841205094
    Verlag: Aufbau Verlag
    Größe: 2703 kBytes
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Robin Hood

2

Der Himmel war noch grau, als Thomas Blawket, der stämmige Dienstmann des Grafen Monthermer, frisch aus seinem Bett sprang und jene eilfertige Toilette machte, wie sie damals ein derber Engländer seines Standes gewohnt war. Sie bestand einfach darin, dass er ein paar große Eimer voll reinen kalten Wassers über seinen runden, lockigen Kopf und seine nackten Schultern goss und dann, ohne sich lange mit den Zeremonien des Abtrocknens aufzuhalten, die Kleider anlegte und mit dem Gürtel um den Leib befestigte.

"Wünsch dir guten Tag, Wirt!", sagte er, als er wegging. "Ich werde bald wieder zurück sein." Er schlenderte gemächlich über den grünen Platz und blieb ab und zu stehen, damit es nicht aussähe, als schlüge er eine verabredete Richtung ein. Langsam schritt er so der Kirche zu und erreichte, am Hause des Priesters vorbeikommend, den Kirchsteig.

Am andern Ende des Steiges stand Hardy, der Bucklige, eine lebhafte Melodie pfeifend und den Herankommenden erwartend, ohne sich von der Stelle zu rühren. Nach kurzer Begrüßung wanderten beide rasch durch die grünen Felder dahin, von all den lustigen Geringfügigkeiten plaudernd, welche freie Herzen am frühen Morgen beschäftigen.

Am Bach machten sie halt und blickten in seine tanzenden Wellen; sie schauten dem raschen Fisch nach, wie er im Wasser dahinschoss, und schrien einem Reiher zu, der eben mit seinem Schnabel eines von den sumpfigen Geschöpfen gepackt hatte.

"Jetzt, wenn wir einen Falken hätten", sagte der Bauer, "wir hätten bald den Meister Graufeder hier, so gewiss, wie der nichtswürdige Richard de Ashby die hübsche Kate Greenly fangen wird."

"Meint Ihr?", fragte des Lords Dienstmann, der gar nicht daran dachte, den Reiher zu fangen. "Wird sie sich so leicht beschwatzen lassen?"

"Ja, das wird sie", versetzte der Bauer. "Nicht, dass es dem Mädchen an Verstand oder Unterricht fehlt; denn der gute Priester gab sich mächtig viel Mühe mit ihr, und sie kann lesen und schreiben, so gut wie irgendein Schreiber im Land. Auch hat sie kein schlechtes Herz, obgleich es allerdings etwas trotzig und rasch ist. Aber das Mädchen ist so eitel wie eine Meise, und obwohl ich glaube, sie liebt im Grunde ihres Herzens den jungen Harland, habe ich ihm doch schon oft gesagt, es sei unwahrscheinlich, dass sie ihn heiratet. Da nun dieser Richard de Ashby wiedergekommen ist und sich an sie hängt wie früher, sage ich: Ihre Eitelkeit wird sie bei den Ohren nehmen und sie auf jeden Markt führen, wohin er sie zu bringen Lust hat."

"Dass ein solcher Herr nicht einen so abgelegenen Ort wie diesen in Frieden lassen kann, mit seinem ruhigen Sonnenschein und guten Landvolk. Er könnte doch leicht genug ein lustiges Liebchen finden in den großen Städten, ohne dass er es nötig hätte, einen guten Jüngling unglücklich zu machen und ein frohherziges Dorfmädchen in Schande zu bringen! Ich hoffe, es wird ihm dafür noch der Schädel eingeschlagen!"

"Er hat Aussicht, sich zum Lohn für etwas anderes den Hals zu brechen, wenn ich die Sache richtig beurteile. Aber davon wollen wir bald mehr reden. Lasst uns weitergehen!"

So wanderten sie denn weiter, bis sie auf einen offenen, weiten Platz kamen, der mit kurzem Gras und alten Weißdornbüschen bedeckt war und am Waldrand lag.

"Ei, Ihr scheint ja am Saum des Waldes zu wohnen, Bauersmann", sagte Blawket. "Es muss hier schlechter Boden sein, denke ich."

"Er ist ganz gut für meine Art Landwirtschaft", versetzte der andere, ihm einen listigen Blick zuwerfend. "Wir haben noch eine Meile vor uns, Meister Blawket, und können ebensogut ruhig ein bisschen durch das Waldland laufen."

"Ich bin dabei", versetzte der Dienstmann. "Ich liebe den Waldboden, und oft, wenn die Jahreszeit kommt, helfe ich mit meines Herrn Erlaubnis, seinen Forstleuten das Wild zu erlegen."

"Gefährliche Liebhabereien, das, in solchen Zeiten", sagte der Bauer, und hiermit verstummte das Gespräch wieder./

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