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Rockertochter Spiel mit dem Feuer von Wylde, Joanna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.09.2015
  • Verlag: Lago
eBook (ePUB)
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Rockertochter

Emma hat ihr gesamtes junges Leben im Schatten des Motorradklubs Reapers MC verbracht. Auch wenn es ihr unter der Aufsicht ihres Vaters, des Präsidenten des Motorradklubs, kaum möglich ist, eine normale Beziehung zu führen, sehnt sich Emma nach der großen Liebe. Doch seit ihr Vater ihren letzten Freund in einem Wutanfall angeschossen hat, sind alle Männer, die sich Emma nähern wollen, auf der Hut: Statt sich um sie zu kümmern, sind sie mehr daran interessiert, ihren Vater bei Laune zu halten. Dann jedoch begegnet Emma einem gutaussehenden Fremden, einem Mann, der keine Angst vor ihrem Vater zu haben scheint und sie wie eine richtige Frau behandelt. Sein Name ist Liam, und Emma verfällt ihm mit Haut und Haaren. Doch schon bald gerät alles aus den Fugen, und der vermeintliche Traummann zeigt sein wahres Gesicht. Joanna Wylde ist eine Schriftstellerin, die Bücher nicht nur schreibt, sondern sie auch mit großem Vergnügen liest.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 08.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957620507
    Verlag: Lago
    Größe: 1350 kBytes
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Rockertochter

PROLOG

Coeur d'Alene, Idaho

Acht Jahre zuvor

Em

"Verdammt noch mal ... sie führen sich auf wie zwei brünstige Wiesel. Ich kotz gleich."

Ich nickte, da ich mit meiner Schwester zu hundert Prozent übereinstimmte.

Kotzen war die einzig vernünftige Antwort auf diese Scheiße.

Wir standen in unserem Esszimmer, das durch zwei Schiebetüren mit der Küche verbunden war. Dad hatte Mom auf die Anrichte gesetzt. Sie hatte ihre Beine um seine Taille geschlungen und er seine Zunge so tief in ihren Hals gesteckt, dass das eigentlich ihren Würgereiz hätte auslösen sollen.

"Euch ist schon klar, dass wir euch beobachten, oder?", fragte Kit laut.

Dad löste sich von Mom und drehte seinen Kopf, um uns böse anzustarren. Mom zwinkerte uns zu, besaß aber nicht mal den Anstand, rot zu werden.

"Macht euch doch noch zehn Minuten die Haare oder sonst irgendwas", sagte er. "Dann könnt ihr wieder runterkommen zum Frühstücken."

Kit knurrte neben mir. Sie hatte Dads Temperament. Ich wünschte, ich hätte es auch, denn ich befolgte immer die Regeln, was mir irgendwie auf die Nerven ging. Kit nannte mich Papakind und hatte damit vielleicht sogar recht. Ich hasste es eben einfach, ihn zu verärgern.

"Heute ist der erste Schultag, und ich will nicht zu spät kommen", erklärte sie. "Ihr könnt jederzeit vögeln, aber der erste Schultag ist nur einmal pro Jahr. Ich habe Hunger."

Dad trat einen Schritt von Mom zurück, wandte sich zu uns um und verschränkte die Arme. Seine verblassten Tattoos erzählten unzählige Geschichten und die meisten meiner Freundinnen waren in seiner Gegenwart etwas nervös. Seine schwarze Lederkutte mit den Reapers-MC-Aufnähern machte die Sache nicht besser. Wir Glückspilze hatten einfach keinen normalen Dad, der in einer Bank oder so arbeitete.

Nope.

Unserer musste ausgerechnet der President eines Motorradclubs sein.

Laut meiner besten Freundin Quinn war Dad ein knallharter Scheißkerl. Wo sie recht hatte, hatte sie recht. Ich wusste, egal, was passierte, er würde immer für mich da sein. Insgeheim gefiel es mir, dass er die Reapers als Rückendeckung hatte. Der Anblick von Dads Tattoos und seinen Aufnähern verlieh mir ein Gefühl der Sicherheit, was ich aber nie zugegeben hätte. Trotz alldem fand ich es einfach ekelhaft, dass er und Mom es praktisch in der Küche trieben. Ich meine, schließlich belegte ich mir auf dieser Anrichte sonst meine Sandwiches. Und wo sollte ich das jetzt machen?

"Könnt ihr euch nicht einmal wie normale Eltern benehmen und euch beim Essen einfach ignorieren?", sagte Kit mit schmalen Augen.

"Klingt langweilig ...", murmelte Dad und kniff ebenfalls die Augen zusammen.

Mom und ich starrten einander an, und sie verdrehte die Augen. Ich hasste das - Dad und Kit konnten sich wegen jeder Kleinigkeit in die Haare kriegen. Laut Mom waren sie sich einfach zu ähnlich. Da konnte ich ihr nur zustimmen. Mom war wie das Öl, das die Maschine "Familie" am Laufen hielt, und sie entschärfte knifflige Situationen, bevor sie unkontrollierbar wurden.

"... und ich langweile mich ungern", fügte er hinzu. "Geh und mach das, was Mädels in Badezimmern gewöhnlich so lange tun, und dann kommst du wieder runter. Mein Haus, meine Regeln."

Ich packte Kits Arm und zog sie weg, bevor sie zurückschießen konnte. Sie war erst zwölf und ich war vierzehn, aber sie ließ sich nie einschüchtern. Manchmal war das nicht schlecht ... aber sie musste lernen, nur die wichtigsten Kämpfe auszufechten.

"Komm einfach mit hoch", zischte ich ihr zu.

"Sie sind zu alt, um in der Küche zu vögeln!"

"Wir vögeln gar ni

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