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Rockstars sind auch nur Idioten mit Herz von Baker, Lyn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.05.2016
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
4,99 €
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Rockstars sind auch nur Idioten mit Herz

Dana hat die Nase voll - vor allem von Männern! Ihr neuer Job als Assistentin in einer Künstleragentur scheint ihr daher ein gelungener Tapetenwechsel zu sein. Doch ihre erste Aufgabe ist ausgerechnet, die Tour der erfolgreichen Rockband 'The Red Orchid' zu planen. Denn obwohl Frontmann Mark sie langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt, fühlt Dana sich mit jeder Sekunde in seiner Gegenwart mehr zu ihm hingezogen. Als die beiden dann auf engstem Raum miteinander klarkommen müssen, kann das ja nur schiefgehen ... oder? Lyn Baker, geboren 1988, lebt mit ihrem Freund und zwei Katzen in einer kleinen Stadt in Franken. Dort arbeitet sie als Grafikerin und Buchcoverdesignerin. Rockstars sind auch nur Idioten mit Herz ist ihr erster Roman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 350
    Erscheinungsdatum: 05.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736302709
    Verlag: LYX
    Größe: 935 kBytes
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Rockstars sind auch nur Idioten mit Herz

1

Neuer Job - Neues Glück?

Meine Finger trommelten auf meinen Oberschenkel, während ich einen Blick auf meine Uhr riskierte. Es war bereits kurz vor halb neun und damit deutlich zu spät. Ich stöhnte innerlich, eigentlich sollte ich bereits in meinem Lieblingscafé stehen und meinen morgendlichen Cappuccino ordern, um dann ausgeruht und ohne Stress ins Büro zu kommen. Aber daraus wurde heute wohl nichts. Mein Wecker hatte nicht geklingelt. Wie ich es geschafft hatte diesen auszuschalten ohne etwas zu merken, war mir allerdings ein Rätsel. Normalerweise hatte ich einen leichten Schlaf und schon das leiseste Geräusch reichte aus, damit ich aufwachte.

Wieder entglitt mir ein lautes Seufzen, welches mir einen genervten Blick meiner Sitznachbarin einbrachte.

"Davon fährt der Bus auch nicht schneller", giftete die rüstige Dame in ihre ausladende Handtasche, welche sie wie einen Schutzschild auf ihrem Schoß drapiert hatte.

Ich zog unwillkürlich den Kopf ein und lächelte entschuldigend, aber sie starrte stur geradeaus. Schulterzuckend sah ich wieder aus dem Fenster. In der Spiegelung der Scheibe blickten mir zwei abgekämpfte braune Augen entgegen. Ich hätte gestern wirklich früher ins Bett gehen sollen. Die Sonne brannte bereits am Morgen unbarmherzig vom Himmel und ich wischte mir den Schweiß von der Stirn. Meine braunen Haare, die mir knapp über die Schultern reichten, klebten mir schon wieder im Nacken und ich verfluchte mich dafür, dass ich nicht daran gedacht hatte, einen Haargummi einzupacken.

Nur langsam schob sich der Bus durch den Berufsverkehr Münchens und ich fragte mich, woher die vielen Autos kamen. Waren doch sonst um diese Uhrzeit nicht so viele Menschen unterwegs, oder bildete ich mir das nur ein?

"Dieser Tag steht unter keinem guten Stern", schoss es mir durch den Kopf und ich schloss für einen Moment die Augen.

Unweigerlich schweiften meine Gedanken zu meiner Arbeit. Seit zwei Monaten war ich in der Künstleragentur Liebermann beschäftigt und bisher schien es, als hätte ich meinen Traumjob wirklich gefunden. Tolle Kollegen und super Chef - was wollte ich mehr?

Holpernd kam der Bus endlich an der richtigen Haltestelle zum Stehen. Eilig quetschte ich mich an der älteren Dame mit einem "Entschuldigung" vorbei, die mich nur mit einem übertrieben genervten Seufzen vorbeiließ. Mit einem lauten Zischen öffneten sich die Türen und ich hüpfte auf den Gehsteig. Ein angenehmer Luftzug fuhr durch meine dünne Bluse und ich genoss die kleine Abkühlung, ehe ich in Richtung Café eilte.

Es war nur ein Katzensprung durch die belebte Innenstadt, bis mein Ziel in Sicht kam. Ich betete inständig, dass ich nicht zu lange anstehen musste und hatte tatsächlich Glück - nur drei Kunden standen an. Von Geschäftsmännern bis zum Studenten kam alles in dieses kleine Café, um sich den morgendlichen Koffeinschub zu holen.

Ich ließ meinen Blick durch den Raum schweifen, während ich wartete. Die kleinen runden Tische waren fast alle besetzt und es herrschte ein stetiges, monotones Murmeln. Sofort fühlte ich mich wie zu Hause. Schon zu meinen Schulzeiten war ich hierhergekommen und hatte oft stundenlang am Fenster gesessen und die Menschen beobachtet. Mit meinen mittlerweile 27 Jahren hatte ich dazu allerdings keine Zeit mehr.

Unruhig tippelte ich mit meinen hohen Sandalen auf den Boden und spähte vor zum Tresen. Was dauerte denn dort so lange? Normalerweise waren die Bedienungen hier wirklich schnell.

Aber alles was ich sah, war ein breiter Rücken und einen Hinterkopf, der von einer Kapuze verdeckt wurde. Wer um alles in der Welt trug bei diesem heißen Sommerwetter einen Pullover?

Es war eindeutig ein Mann, denn seine dunkle Stimme schallte plötzlich durch den kleinen Raum. "Bringen Sie denn gar nichts auf die Reihe?", schimpfte er die junge Frau hinter dem Tresen an. Sie schien den Tränen

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