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Rogue von MacKenzie, Elena (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
3,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Rogue

Einmal im Jahr muss Rogue einfach raus. Dann schnappt er sich sein Bike und fährt irgendwo in die Wildnis, baut sein Zelt auf und genießt die Einsamkeit. Dieses Mal wird seine Einsamkeit empfindlich gestört. Bei einer Wanderung findet er eine junge Frau, die offensichtlich einen Abhang runtergestürzt ist und sich den Knöchel verstaucht hat. Da es schon zu spät ist, um nachts durch den Wald zu irren, mit einer Frau auf den Armen, nimmt er sie mit in sein Zelt. Die Frau wirkt nervös und verstört, aber sie sagt ihm nicht, was sie überhaupt im Wald macht. Mitten in der Nacht wird Rogue außer Gefecht gesetzt. Als er aufwacht, ist die Frau weg. Er macht sich sofort auf die Suche nach ihr und entdeckt sie, mit schweren Seilen gefesselt, in einer heruntergekommenen Hütte. Auf dem Tisch der Hütte liegt eine weitere Frau. Für die kann Rogue nichts mehr tun, aber Daria kann er retten. Der sadistische Serienmörder sieht das leider anders. Abgeschlossener Teil einer Reihe. Elena MacKenzie schreibt romantische, lustige, erotische und traurige Liebesromane. Highland Secrets war ihr erster Roman unter diesem Pseudonym und eroberte sofort die Top 10 der Amazon-Charts. Seither hat sie weitere erfolgreiche Romane veröffentlicht. Für ihre Bücher sucht sie sich interessante Orte wie die kleine Insel Fair, Edinburgh, Glasgow oder Tolosa aus und verführt ihre Leser damit zum Träumen. Ganz nach dem Motto: Sich in Büchern verlieren, heißt grenzenlos träumen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 365
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742777744
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 755kBytes
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Rogue

Kapitel Eins


D aria wischte sich das Blut von den Wangen, das sich mit ihren Tränen vermischt hatte, und leckte sich über die Lippen. Sie schmeckte Salz und Kupfer, ein Geschmack, der ihr in den Jahren ihrer Ehe vertraut geworden war. Vorsichtig hob sie den Blick, versuchte die Kontrolle über ihr Gleichgewicht zurückzuerhalten und warf ihrem Ehemann einen entschuldigenden Blick zu. Sie wusste nicht einmal, wofür sie sich entschuldigen sollte, was sie überhaupt falsch gemacht hatte. Sie wusste nur, dass Manuel so wütend auf sie war, dass er wie so oft seine Gefühle nicht im Zaum halten konnte und sie anbrüllte .

Der nächste Fausthieb traf sie in der Magengrube, sie beugte sich vornüber, presste die Lippen fest zusammen und wagte nicht, das kleinste Wimmern über ihre Lippen dringen zu lassen, weil ihn das nur noch mehr aufregen würde. Er konnte ihre "fipsige" Stimme nicht leiden, wenn sie heulte. Das hatte er ihr immer und immer wieder gesagt. Also hatte sie sich angewöhnt, stumm zu weinen. Das einzige, was sie nicht zurückhalten konnte, waren die Tränen, die der Schmerz seiner brutalen Schläge hervorrief .

Sie ging auf die Knie und drückte die Arme schützend vor ihren krampfenden Magen. Übelkeit stieg in ihr auf, vor ihren Augen flimmerte es. Vor dem Ohnmächtigwerden hatte sie noch mehr Angst als davor, einen Laut von sich zu geben. Sie war nur ein einziges Mal ohnmächtig geworden, danach hatte sie sich mit Schmerzen und blauen Flecken am ganzen Körper an das gemeinsame Bett gefesselt wiedergefunden. Er hatte während ihrer Bewusstlosigkeit einfach immer weiter auf sie eingetreten. Seitdem kämpfte sie immer dagegen an, das Bewusstsein zu verlieren, damit sie nicht die Kontrolle über das verlor, was mit ihrem Körper passierte. Die Vorstellung, nicht zu wissen, was er ihr antat, war so beängstigend, dass sie glaubte, daran ersticken zu müssen .

Manuel griff nach der weißen Porzellanvase, in der die dunkelroten Rosen steckten, die er ihr gestern erst als Entschuldigung für seinen Ausbruch von vor zwei Tagen mitgebracht hatte .

Er entschuldigte sich immer. Es tat ihm leid, wenn er ihr wehtat. Sobald er sich beruhigt hatte, erwachten seine Schuldgefühle. Aber Daria konnte nicht mehr. So gern sie ihm geglaubt hätte - und in den letzten zwei Jahren hatte sie ihm unzählige Male geglaubt - jetzt konnte sie es nicht mehr. Daria war müde geworden, aber was sollte sie tun? Sie konnte nirgends hin. Sie hatte kein Geld. Keine Kontrolle über ihr eigenes Leben. Ohne Manuel hatte sie nichts, außer diesem Haus .

Manuel warf die Vase mit Schwung gegen die Wand über dem Sofa, mit einem lauten Krachen verteilten sich Scherben und Wasser auf dem braunen Wildleder des Sitzmöbels. Dann schob er seine Hand in ihre schwarzen Haare und zerrte grob daran. Ein Fuß traf sie in den Unterleib. Daria schnappte heftig nach Luft, ohne wirklich welche in ihre Lungen zu bekommen. Der Schmerz breitete sich bis in den letzten Winkel ihres Körpers aus. Blut tropfte von ihrem Kinn auf den weißen Fliesenboden. Das Blut stammte aus der Wunde über ihrer Schläfe. Manuel hatte sie gegen den Türrahmen gestoßen, gleich nachdem er von der Arbeit nach Hause gekommen war. Seitdem schrie er sie ununterbrochen an und warf Gegenstände durch die Wohnung. Er beschimpfte sie als Schlampe, hinterhältige Fotze und Abschaum. Aber das tat er immer. In ein paar Minuten würde er sich irgendwo hinsetzen, durchatmen und dann würde er sie wieder Schatz nennen. Aber bis dahin würden seine Tritte noch ein paar Mal ihren Körper treffen, ihre Rippen, ihr Gesicht und ihre Glieder .

Es klingelte an der Tür, als Manuels Fuß ein weiteres Mal ihren Magen traf und Daria keuchend die Atemluft ausstieß. Manuel sah über d

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