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Süße Küsse im Schnee von Milne, Nina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.11.2017
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Süße Küsse im Schnee

Er hat sie nie vergessen - und in dem traumhaften Alpenchalet spürt Ethan Caversham auch warum: Während leise die Schneeflocken fallen, wärmt Rubys Zärtlichkeit sein Herz. Aber sie will eine Familie - und Ethan weiß nicht, ob er ihren größten Weihnachtswunsch je erfüllen kann ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 09.11.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733735197
    Verlag: CORA Verlag
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Süße Küsse im Schnee

1. KAPITEL

Trödeln. Sich herumdrücken. Panik schieben. Wer hätte gedacht, dass man alles drei gleichzeitig tun konnte? Ruby Hampton vergrub die Hände in den Taschen ihres langen Daunenmantels. Er sollte sie nicht nur vor dem kalten Dezemberwind schützen, sondern auch davor, erkannt zu werden.

Verrückt. Sie musste doch bloß die belebte Londoner Straße überqueren und die imposante Zentrale von Caversham Holiday Adventures betreten. Einfach, stimmts? Offenbar nicht, denn ihre Füße waren wie festgeklebt auf dem Bürgersteig.

Wenigstens schienen keine Reporter in der Nähe zu sein. Es sei denn, sie tarnten sich als Straßenverkäufer, die so ziemlich alles von heißen Maroni bis Pullovern mit Rentiermotiven anpriesen. Ruby hatte die Männer nicht genauer betrachtet. Sie war mit gesenktem Kopf durch den Stadtteil Knightsbridge gelaufen, in der verzweifelten Hoffnung, ihre mit Fell gesäumte Kapuze und die Sonnenbrille könnten sie davor bewahren, gelyncht zu werden.

So weit, so gut. Wenn ihr keine Paparazzi auf den Fersen waren, hatten die vielleicht endlich kapiert, dass Ruby nichts sagen würde. Hugh hatte ihre Lippen mit seinen Drohungen fest verschlossen.

Sein amerikanischer Akzent klang ihr noch in den Ohren:

Ein falsches Wort, und meine PR-Leute machen dich fertig, dass dir Hören und Sehen vergeht - bevor sich meine Anwälte auf dich stürzen.

Die Paparazzi hatten mehr davon, vor Hughs Haus herumzulungern, wo er ihnen Lügen auftischte. Mal wieder. Ruby konnte seinen unzähligen Fans nicht einmal verübeln, dass sie ihm jede Silbe glaubten. Schließlich war sie selbst auf die zuckersüßen Worte hereingefallen, mit denen er sie geblendet hatte. Und jetzt ...

Jetzt bekam sie die Schlagzeilen nicht mehr aus ihrem Kopf.

Ruby Hampton - untreu und geldgierig!

Hugh Farlane: Hollywood-Megastar krank vor Liebes kummer!

Rauschende Verlobungsparty zu Weihnachten geplatzt!

Farlanes Fans machen Ruby Hampton nieder!

"Niedermachen" war untertrieben - Hughs Anhänger wollten Ruby bluten sehen. Alle glaubten, sie hätte sein Herz gebrochen und wäre nur auf schnöden Mammon aus. Sie krümmte sich innerlich. Schon als Kind hatte sie sich geschworen, nie auf Al mosen angewiesen zu sein zu müssen, und dieses Versprechen hielt sie. Ihre Eltern hatten ein Baby nach dem anderen in die Welt gesetzt, um mit dem Kindergeld Drogen zu finanzieren. Sie hatten geschnorrt, gelogen und betrogen. Dazu war Ruby nicht fähig.

Einen Moment lang drohten die Schatten der Vergangenheit sie einzuholen. Tom, Edie, Philippa ... Geschwister, die sie nie wiedersehen würde.

Stopp, Ruby.

Aus und vorbei.

Jetzt musste sie in die Gänge kommen und zum Bewerbungsgespräch antreten. Tun, was sie am besten konnte: sich zusammenreißen und weitermachen. Den Mistkerl Hugh Farlane und ihre Kindheit vergessen.

Es gab bloß einen Haken. Den Grund, warum sie an diesem windigen Dezembertag auf einem Londoner Bürgersteig trödelte, sich herumdrückte und Panik schob.

In der Caversham-Zentrale wartete jemand aus ihrer Vergangenheit - und dieser Jemand würde gleich das Bewerbungsgespräch mit ihr führen.

Ethan Caversham.

Nervosität sprudelte in ihr hoch. Ethan. Der letzte Mann, von dem sie geglaubt hatte, sie würde ihn noch einmal sehen. Der letzte Mann, den sie noch einmal hatte sehen wollen .

Krieg dich ein, Ruby. Die Sache mit Ethan lag Ewigkeiten zurück. Ruby war nicht mehr jener naive, bis über beide Ohren verknallte Teenager. Trotzdem fühlte sie sich immer noch grässlich, wenn sie daran dachte, mit welchen Worten Ethan ihre Gefühle zerschmettert hatte.

Hör auf, mir nachzulaufen. Ich will deine Dankbarkeit nicht. Ich will deine Hilfe nicht. Ich will dich nicht. Also, lass mich bitte einfach

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