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Satanstoe oder die Familie Littlepage von Cooper, James Fenimore (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.05.2015
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
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Satanstoe oder die Familie Littlepage

James Fenimore Cooper - Satanstoe oder die Familie Littlepage 'Satanstoe oder die Familie Littlepage' ist ein Roman von James Fenimore Cooper. ... Jede Geschichte von Sitten und Lebensgewohnheiten hat einen gewissen Wert. Wenn die Sitten und Gebräuche mit Grundsätzen zusammenhängen, in ihrer Entstehung, in ihrer Entwicklung oder in ihrem Ausgangspunkt, so bekommen solche Schilderungen eine doppelte Wichtigkeit; und weil wir einen solchen Zusammenhang zwischen den Tatsachen und Vorfällen der Handschriften der Familie Littlepage und gewissen wichtigen Theorien unserer Zeit zu entdecken glauben, übergeben wir hiermit erstere der Welt ... Für RUTHeBooks Klassiker lassen wir alte und schon lange vergriffene Werke als eBooks wieder auferstehen. Wir möchten Ihnen diese Bücher nahe bringen, Sie in eine andere Welt entführen. Manchmal geht das einher mit einer für unsere Ohren seltsam klingenden Sprache oder einer anderen Sicht auf die Dinge, so wie das eben zum Zeitpunkt des Verfassens vor 100 oder mehr Jahren "normal" war. Mit einer gehörigen Portion Neugier und einem gewissen Entdeckergeist werden Sie beim Stöbern in unseren RUTHeBooks Klassikern wunderbare Kleinode entdecken. Tauchen Sie mit uns ein in die spannende Welt vergangener Zeiten!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 04.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959231282
    Verlag: RUTHebooks
    Größe: 672 kBytes
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Satanstoe oder die Familie Littlepage

Erstes Kapitel

Seht Ihr, wer kommt da? Ein junger Mann, ein Alter, ernsthaft schwatzend.
Wie es Euch gefällt

Es ist leicht vorauszusehen, daß Amerika bestimmt ist, große und rasche Veränderungen durchzumachen. Die der Geschichte im eigentlichen Sinne angehörigen wird ohne Zweifel die Geschichte sich angelegen sein lassen aufzuzeichnen, und zwar vermutlich mit der bestreitbaren Wahrhaftigkeit und dem Vorurteil, welche gar leicht Einfluß üben auf die Leistungen gerade dieser Muse; aber wenig Hoffnung ist, daß die Züge der amerikanischen Gesellschaft in ihrem mehr innerlichen und häuslichen Charakter, unter uns werden erhalten bleiben durch irgend eines der Mittel, welche sonst gewöhnlich hierzu sich darbieten. Ohne eine Bühne, im nationalen Sinne wenigstens, im Besitze von kaum irgend einem Memoirenbuche, das sich mit einem innerhalb unserer Landesgrenzen hingebrachten Leben beschäftigte, und gänzlich entblößt von einer eigenen leichten Literatur, die uns treu nachgeahmte Bilder unserer Sitten und Gebräuche und der Tagesmeinungen gäbe, sehe ich kaum eine Art und Weise ab, wie die nächste Generation das Gedächtniß und die Anschauung der unterscheidenden Denkweise, der Sitten und Gebräuche der jetzigen sich bewahren sollte. Zwar wird sie Traditionen von gewissen hervorstechenden Zügen des gesellschaftlichen Zustands der Kolonie haben, aber kaum irgend urkundliche Berichte; und sollten die nächsten zwanzig Jahre in eben dem Grade wie die zwanzig letztverflossenen darauf hinwirken, an die Stelle der Abkömmlinge unsrer nächsten unmittelbaren Väter ein ganz neues Geschlecht zu setzen: so wäre die Prophezeiung wohl kaum allzu gewagt, daß auch diese Traditionen in dem Wirbel und der Aufregung der Masse und des Gewühls von Fremden verloren gehen werden. In Erwägung all dieser Umstände habe ich daher den Entschluß gefaßt, einen Versuch zu machen, wie schwach er auch ausfallen möge, wenigstens einige Züge von dem häuslichen Leben in New-York aufzubehalten, und habe zugleich auch einige Freunde in New-Jersey und im ferneren Süden anzuspornen gesucht, daß sie in jenen Gegenden des Landes sich dieselben Aufgaben setzen möchten. Welchen Erfolg diese meine Aufforderungen und Ermahnungen haben werden, vermag ich nicht zu sagen; aber damit das Wenige, was ich selbst zu leisten vermag, nicht verloren gehe aus Mangel an Unterstützung, habe ich in meinem Testament meinen ernsten Wunsch ausgesprochen, daß diejenigen, welche nach mir kommen, sich dazu verstehen möchten, diese Erzählung fortzusetzen und ihre Erfahrungen, so wie ich die meinigen, dem Papiere zu überliefern, wenigstens bis auf meinen Enkel herab, falls ich je einen habe. Vielleicht fängt man bis zum Ende der Laufbahn des Letzteren in Amerika an, Bücher herauszugeben, und erscheinen dann die Früchte unsrer vereinigten Familienbemühungen gereift genug, um der Welt vorgelegt zu werden.

Es ist möglich, daß, was ich jetzt zu schreiben im Begriff stehe, als zu einfach und geringfügig erscheint; daß es sich zu sehr auf persönliche und Privat-Angelegenheiten bezieht, als daß es hinlängliches Interesse in den Augen des Publikums habe; aber man darf nicht vergessen, daß die höchsten und erhabensten Interessen des Menschen aus einer Sammlung von an sich niedriger stehenden und geringeren bestehen; und daß, wer ein getreues Bild gibt von nur Einer wichtigen Szene aus dem Verlauf eines einzelnen Lebens, schon einen Schritt dazu tut, das größte historische Bild seiner Zeit zu malen. Wie ich schon gesagt, die wichtigsten Begebenheiten meiner Zeit werden ihren Weg finden auf die Blätter von viel bedeutenderen Werken als das meinige, in der einen oder der andern Form, mit mehr oder weniger Treue gegen die Wahrheit, gegen die Wirklichkeit der Ereignisse und gegen die eigentlichen Motive; während die untergeordneten Dinge, welche zu berichten und zu schildern meine Aufgabe sein

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