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Schattenmond Schatten-Trilogie 1 - Roman von Roberts, Nora (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.08.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Schattenmond

Lana und Max verbindet eine große und außergewöhnliche Liebe. Als eine weltweite Seuche ausbricht und New York innerhalb kürzester Zeit ins Chaos stürzt, fliehen sie aus der Stadt und gründen mit Gleichgesinnten die Gemeinschaft New Hope. Doch auch hier rückt die Gefahr dem Paar bedrohlich nahe. Lana setzt alles daran, dem Inferno zu entkommen, denn sie trägt inzwischen ein Kind unter dem Herzen, die "Auserwählte", ihre zukünftige Tochter, die als Einzige in der Lage sein wird, dem Leid der Menschheit ein Ende zu setzen.

Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie 1981. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von 500 Millionen Exemplaren überschritten. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.
Unter dem Namen J.D. Robb veröffentlicht Nora Roberts seit Jahren ebenso erfolgreich Kriminalromane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 13.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641224820
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher .42250
    Originaltitel: Year One (Chronicles of The One, Book 1)
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Schattenmond

Kapitel 1

Dumfries, Schottland

Als Ross MacLeod abdrückte und den Fasan herunterholte, konnte er nicht ahnen, dass er damit sich selbst getötet hatte. Und Milliarden andere.

An einem kalten, feuchten Tag, dem letzten Tag des Jahres, das sein letztes werden sollte, ging er mit seinem Bruder und seinem Cousin zur Jagd, überquerte unter einem blassblauen Winterhimmel das unter seinen Schritten knackende, reifbedeckte Feld. Er fühlte sich gesund und fit, ein Mann von vierundsechzig Jahren, der dreimal die Woche zum Training ging und ein leidenschaftlicher Golfer war (was sich in einem Handicap von neun zeigte).

Mit seinem Zwillingsbruder Rob hatte er in New York und London ein erfolgreiches Marketingunternehmen aufgebaut, das sie noch immer leiteten. Seine Frau, mit der er seit neununddreißig Jahren verheiratet war, und die Ehefrauen seines Bruders Rob und ihres Cousins Hugh waren in dem bezaubernden alten Farmhaus geblieben.

Die Frauen zogen es vor, am prasselnden offenen Kamin, in dem immer ein Kessel mit Wasser hing, zu kochen und zu backen und sich mit der bevorstehenden Silvesterparty zu befassen.

Die Männer stapften derweil gut gelaunt in ihren Gummistiefeln über den Acker.

Die MacLeod-Farm, seit mehr als zweihundert Jahren vom Vater an den Sohn weitergegeben, war über achtzig Hektar groß. Hugh liebte sie fast so sehr, wie er seine Frau, seine Kinder und seine Enkel liebte. Im Osten zogen sich hinter dem Feld, über das sie schritten, ferne Hügel am Horizont entlang. Und nicht allzu weit im Westen wogte die Irische See.

Die Brüder unternahmen viele Reisen zusammen mit ihren Familien, doch der alljährliche Trip zur Farm war stets und für alle das Highlight. Als Jungen hatten sie im Sommer oft einen ganzen Monat auf der Farm verbracht, waren mit Hugh und seinem Bruder Duncan über die Felder gerannt - Duncan, der nun tot war, weil er sich dafür entschieden hatte, Soldat zu werden. Ross und Rob, die Jungen aus der Stadt, hatten sich immer für die Arbeit auf der Farm begeistert, die ihnen ihr Onkel Jamie und ihre Tante Bess aufgetragen hatten.

Sie hatten gelernt, zu angeln, zu jagen, Hühner zu füttern und Eier einzusammeln. Und sie hatten zu Fuß und auf dem Pferd Wald und Flur durchstreift.

Oft waren sie in dunklen Nächten aus dem Haus geschlichen und zu eben dem Feld gelaufen, über das sie nun gingen, um geheime Treffen abzuhalten und in dem kleinen Steinkreis, den die Einheimischen sgiath de solas , Schild des Lichts, nannten, die Geister zu beschwören.

Es war ihnen nie gelungen, und sie hatten auch nie die Geister oder Feen angetroffen, die nach der Überzeugung kleiner Jungen in den Wäldern hausten. Auch wenn Ross bei einem dieser mitternächtlichen Abenteuer, als die Luft komplett stillzustehen schien, einmal schwor, er habe eine dunkle Präsenz gespürt, das Rauschen von Flügeln gehört und sogar einen schlecht riechenden Atem wahrgenommen.

Und er habe gespürt - das ließ er sich nie ausreden -, dass dieser Atem in ihn eingedrungen sei.

In jugendlicher Panik war er wie wild aus dem Kreis geflohen und hatte sich dabei an einem Stein die Hand aufgekratzt.

Ein einziger Tropfen seines Blutes fiel auf die Erde.

Heute lachten und scherzten sie noch immer über jene längst vergangene Nacht und hielten diese Erinnerung hoch.

Als erwachsene Männer hatten sie ihre Frauen und dann ihre Kinder mit auf die Farm gebracht wie auf eine jährliche Wallfahrt, die am zweiten Weihnachtstag begann und am zweiten Januar endete.

Ihre Söhne und deren Frauen waren erst an diesem Morgen nach London abgereist, wo sie alle mit Freunden das neue Jahr begrüßen und sich noch einige Tage geschäftlich aufhalten würden. Nur Ross' Tochter Katie, die im siebten Monat mit Zwillingen schwanger war, war in New York geblieben.

Sie plante ein Wiedersehensdinner für ihre Eltern, das jedoch nie stattfinden wür

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