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Sharpes Teufel von Cornwell, Bernard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.05.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Sharpes Teufel

1820. Fünf Jahre ist es her, dass Richard Sharpe den Säbel ablegte. Seither führt er mit seiner Frau ein beschauliches Leben in der Normandie. Doch sein Ruhestand nimmt ein jähes Ende, als er nach Chile gerufen wird, wo er den vermissten Don Blas Vivar ausfindig machen soll. Der Verschwundene ist nicht nur ein alter Freund Sharpes, sondern auch der Generalkapitän von Chile. Sharpe zögert keine Sekunde und begibt sich auf die gefährliche Reise. An seiner Seite: Patrick Harper. Doch ehe er und Harper Südamerika erreichen, kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 382
    Erscheinungsdatum: 25.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732555901
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Richard Sharpe .21
    Originaltitel: Sharpe's Devil
    Größe: 1290 kBytes
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Sharpes Teufel

Prolog

Da waren sechzehn Männer und nur zwölf Maultiere. Doch keiner der Männer war bereit, die Reise abzubrechen, und dementsprechend gereizt war die Stimmung. Dass es auch noch unerträglich schwül war, machte es nicht besser. Die sechzehn Männer warteten am Ufer, wo die schwarzen Basaltklippen den kleinen Hafen umrahmten und wo der Wind einem wenigstens etwas Erleichterung verschaffte. Irgendwo in den Hügeln grollte der Donner.

Von den sechzehn Männern waren fünfzehn in Uniform, nur einer trug einen braunen Wollmantel. Verschwitzt und ungeduldig standen sie im Schatten dichter immergrüner Bäume, während sich die zwölf Maultiere, die von schwarzen Sklaven versorgt wurden, im Schatten einer Dornenhecke niedergelassen hatten, an der weiße Rosen blühten. Die Sonne hatte fast den Zenit erreicht und ließ eine Luft flimmern, die nach Rosen, Granatäpfeln, Seetang, Myrte und Jauche roch.

Vor der Küste patrouillierten zwei Kriegsschiffe, die viereckigen Segel vom langen Einsatz in Wind und Wetter schmutziggrau. In der Bucht hatte eine spanische Fregatte beide Anker geworfen. Es war jedoch kein guter Ankerplatz. Die Brandung wurde vom Ufer kaum gebrochen, und am Kai war das Wasser nicht tief genug für große Schiffe. Deshalb hatte man die sechzehn Männer auch mit den Schaluppen der Fregatte an Land rudern müssen. Und jetzt warteten sie in der drückenden Hitze. In einem der Häuser unmittelbar hinter der Rosenhecke schrie ein Baby.

"Wir holen weitere Maultiere. Sie müssen sich nur noch ein wenig gedulden, Gentlemen. Bitte, akzeptieren Sie unsere tief empfundene Entschuldigung." Der Sprecher, ein wirklich sehr junger britischer Lieutenant in rotem Rock und mit verschwitztem Gesicht, zeigte sich schon ein wenig zu reumütig. "Sie müssen verstehen, dass wir keine sechzehn Gentlemen erwartet haben, sondern nur vierzehn. Leider hätten wir selbst für diese Zahl nicht genügend Transportmittel zur Verfügung gehabt, doch ich habe mit dem Adjutanten gesprochen, und der hat mir versprochen, sofort weitere Maultiere zu besorgen. Bitte, entschuldigen Sie die Verwirrung. Wir ..." Die Worte waren nur so aus dem Lieutenant hervorgesprudelt, doch dann hielt er inne, als ihm dämmerte, dass die meisten der sechzehn Reisenden ihn ohnehin nicht verstanden. Der Lieutenant errötete und drehte sich zu dem großen, vernarbten, dunkelhaarigen Mann in der ausgeblichenen Uniform der britischen 95th Rifles um. "Könnten Sie das bitte für mich übersetzen, Sir?"

"Sie holen noch Maultiere", sagte der Rifleman in lakonischem, aber fließendem Spanisch. Es war nun sechs Jahre her, seit er diese Sprache regelmäßig benutzt hatte, und er hatte viel verlernt, doch nach achtunddreißig Tagen auf einem spanischen Schiff sprach er sie wieder perfekt. Erneut drehte er sich zu dem Lieutenant um. "Warum können wir nicht einfach zu dem Haus laufen?"

"Das sind fünf Meilen, Sir, bergauf und ziemlich steil." Der Lieutenant deutete zu dem Hügel jenseits der Bäume, wo sich ein Pfad im Zickzack über den von Flachs bewachsenen Hang wand. "Es ist wirklich besser, wenn wir auf die Maultiere warten, Sir."

Der große Rifleoffizier grunzte. Der junge Lieutenant deutete das als Annahme seines weisen Rats. "Sir?" Ermutigt trat der Lieutenant einen Schritt auf den Rifleman zu.

"Was ist?"

"Ich habe mich gefragt ..." Überwältigt vom Stirnrunzeln des Rifleman wich der Lieutenant wieder zurück. "Nichts, Sir. Es ist nicht wichtig."

"Um Gottes willen, Junge! Spuck es aus! Ich werde dich schon nicht fressen."

"Es geht um meinen Vater, Sir. Er hat oft von Ihnen gesprochen, und ich habe mich gefragt, ob Sie sich vielleicht an ihn erinnern. Er war in Salamanca, Sir. Hardacre? Roland Hardacre?"

"Nein."

"Er ist bei San Sebastián gefallen", fügte Lieutenant Hardacre kläglich hinzu, als könne dieses letzte Detail das Bild seines Vaters in der Erinnerung des Rifleman wieder heraufbeschwören.

Der vernarbte R

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