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Sinnliche Tage auf Myros von Craven, Sara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.07.2016
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Sinnliche Tage auf Myros

Am Strand in der Sonne, allein in einer romantischen Bucht, genau so hatte sich die gestresste Finanzberaterin Cressida ihren Griechenlandurlaub vorgestellt. Aus der ruhigen Erholung wird jedoch ein aufregender Flirt, als sie den feurigen Draco Viannis trifft. Nur ein heißes Abenteuer, denkt Cressida. Bis Draco ihr überraschend einen Heiratsantrag macht ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 31.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733774448
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1384 kBytes
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Sinnliche Tage auf Myros

1. KAPITEL

Cressida Fielding lenkte ihren Fiat zwischen den beiden Steinsäulen in die Einfahrt und fuhr über den langen, gewundenen Weg zum Haus.

Auf der breiten Kiesfläche vor dem Haupteingang brachte sie den Wagen zum Stehen. Die Hände um das Lenkrad gekrampft, saß sie einen Moment still und starrte auf das Haus.

Endlos war ihr die Fahrt vom Krankenhaus über die engen, kurvigen Landstraßen vorgekommen, während die Abendsonne ihre Augen blendete. Aber lieber wäre sie den Weg noch einmal gefahren, als sich der Situation zu stellen, die sie nun erwartete.

Das Bild ihres Vaters auf der Intensivstation ging ihr nicht aus dem Kopf. Sein Gesicht unter dem grellen Neonlicht war aschfahl, sein stämmiger Körper schien seltsam geschrumpft.

Mit zusammengepressten Lippen versuchte Cressida das Bild abzuschütteln. So durfte sie nicht denken. Ihr Vater hatte einen schweren Herzanfall erlitten, aber er war auf dem Weg der Besserung. Und sobald sein Zustand stabil genug war, würde er operiert werden. Und dann würde es ihm wieder gut gehen - zumindest gesundheitlich.

Und ich werde alles tun, ihm die Rückkehr ins Leben zu erleichtern, dachte sie.

Ihr Herz tat einen Sprung, als sie den Range Rover ihres Onkels neben den Rhododendronbüschen stehen sah. Wenigstens war sie nicht alleine.

Als sie die Stufen hochging, öffnete sich die Eingangstür, und die Haushälterin erschien mit besorgtem Gesicht. "Oh, Miss Cressy", rief sie erleichtert bei ihrem Anblick. "Endlich sind Sie da."

"Ja, Berry, ich bin zurückgekommen." Cressida legte beruhigend ihre Hand auf Mrs Berrymans Arm. In der Eingangshalle blieb sie stehen und blickte auf die geschlossenen Türen rundherum. Sie holte tief Luft. "Ist Sir Robert im Wohnzimmer?"

"Ja, Miss Cressy. Und Lady Kenny ist auch da. Ich weiß nicht, was ich ohne ihn angefangen hätte, er war wie ein Fels in der Brandung." Sie zögerte. "Soll ich Ihnen etwas bringen?"

"Ja, vielleicht Kaffee - und ein paar Sandwiches. Ich konnte im Flugzeug nichts essen."

Cressida sah der forteilenden Berry nach, dann durchquerte sie seufzend die Halle. An dem großen Spiegel über dem hübsch geschwungenen antiken Tischchen hielt sie kurz inne und betrachtete ihr Spiegelbild.

Sie behielt immer einen kühlen Kopf. Ihr Chef sagte es mit Bewunderung, ihre Freunde mit bekümmertem Lächeln und ihre Verehrer mit an Feindseligkeit grenzender Verzweiflung.

Eine Persönlichkeit, die sie sorgfältig und mit Bedacht aufgebaut hatte, und die ihr Halt gab.

Aber heute Abend zeigten sich Risse in der Fassade. Unter den graugrünen Augen lagen tiefe Schatten, was die hohen Wangenknochen noch stärker betonte, und um den Mund zogen sich Linien der Anspannung.

Nach dem Gefühlssturm der letzten Wochen war es das erste Mal, dass sie sich eingehend im Spiegel betrachtete. Ihre Sachen waren völlig zerknittert von der Reise, und ihr hellblondes Haar klebte am Kopf. Mit einer Grimasse fuhr sie sich durchs Haar, atmete tief durch und betrat das Wohnzimmer.

An der Tür blieb sie verdutzt stehen, als sie die veränderte Einrichtung sah - mit schwerem Brokat bezogene Polstermöbel, weißer Teppichboden anstelle der schönen alten Perserbrücken, vergoldete und kristallene Leuchter, wo früher grazile Lampen standen, und überall Spiegel. Alles wirkte teuer und geschmacklos zugleich.

Es sah aus wie ein Bühnenbild, und vermutlich war es auch so gedacht, mit Eloise in der Hauptrolle. Nur dass sie ihre Rolle nicht zu Ende gespielt hatte ...

Sir Robert, der unbehaglich auf einer Sesselecke in all dieser Pracht saß, sprang sichtlich erleichtert auf, als er Cressida erblickte. "Mein liebes Kind. Das ist eine schlimme Geschichte." Er umarmte sie unbeholfen. "Ich kann es immer noch nicht glauben."

"Ich auch nicht", erwiderte Cressida und gab ihrer Tante einen Kuss. "Hat Eloise sich gemeldet?

"Nein", sagte Sir Robert knapp. "Und

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