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Sommerglück auf Reisen Roman von Holmström, Linnea (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.03.2014
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Sommerglück auf Reisen

Die Köchin Kristina Ljungström hat sich Schwedens berühmtesten Gastrokritiker zum Feind gemacht. Und ihr Sohn Finn hat sich ausgerechnet in dessen Tochter Svea verliebt. Natürlich kommt es überhaupt nicht infrage, dass Finn und Svea in den Sommerferien gemeinsam durch Schweden reisen. Doch die Teenager lassen sich ihren Urlaub nicht verderben und reißen aus. Kristina nimmt die Verfolgung auf, aber schon nach wenigen Kilometern bleibt ihr Auto am Straßenrand liegen - wo ausgerechnet der unverschämte Gastrokritiker sie aufsammelt. Eine sommerliche Reise quer durch Schweden nimmt ihren Lauf - mit viel Witz, Romantik und leckeren Rezepten zum Nachkochen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 365
    Erscheinungsdatum: 13.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838746104
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 2535 kBytes
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Sommerglück auf Reisen

– 1 –

I ch habe auch schon bessere Kolumnen gelesen", murmelte Kristina Ljungström am nächsten Morgen. Sie schlug die Zeitung zu und legte sie neben ihren Teller auf den gedeckten Frühstückstisch.

"Was hast du gesagt?"

Mit verstrubbeltem Haar schlurfte Finn in die Küche und ließ sich auf die Bank fallen. Er stützte die Ellbogen auf den Tisch, legte das Gesicht in beide Hände und schien seine Frage bereits vergessen zu haben. "Ich habe keine Lust auf Schule", murrte er.

"Nächste Woche hast du Ferien", sagte Kristina. "Kaffee?"

Ihr Sohn brummte etwas Unverständliches, was Kristina als Zustimmung deutete. Sie stand auf und ging zur Küchenzeile, die direkt an den Essbereich anschloss. Die Kanne in der Kaffeemaschine war noch halbvoll. Kristina füllte eine Tasse für Finn und goss auch ihre eigene Tasse noch einmal voll.

Finn bedankte sich knapp. Um diese Zeit war er nie besonders gesprächig.

Kristina räusperte sich. "Wegen der Ferien müsste ich noch etwas mit dir besprechen."

"Mhm." Finn nippte an seinem Kaffee. Er schaute sie über den Rand der Tasse an und wirkte plötzlich nicht mehr müde, sondern angespannt.

Ob er ahnte, was sie ihm sagen wollte?

Innerlich wappnete Kristina sich, weil sie mit heftigem Protest rechnete. Sie holte tief Luft, bevor sie mit der schlechten Nachricht herausplatzte: "Ich kann diesen Sommer nicht verreisen."

"Mhm" war auch diesmal alles, was Finn von sich gab.

"Es tut mir leid, Finn." Sie hob entschuldigend die Hände. "Ich kann mir keinen Urlaub leisten. Nicht nur aus finanziellen Gründen. Ich habe das Restaurant gerade erst eröffnet, da kann ich es nicht für zwei Wochen schließen. Mal abgesehen davon, dass ich gerade in den Sommermonaten einiges an Umsatz erwarte."

Völlig überraschend hatte Kristina im vergangenen Jahr von ihrem ehemaligen Ausbilder Geld geerbt. Der gute Gustav, der ihr die Kunst des Kochens und vor allem die Liebe zum Essen nahegebracht hatte, hatte sie in seinem Testament als Haupterbin eingesetzt.

Kristina wünschte sich, sie hätte sich mehr um den einsamen alten Mann gekümmert. Er hatte sie behandelt wie seine eigene Tochter, er war für sie da gewesen in den schwersten Stunden ihres Lebens. Aber nachdem sie nach Stockholm gegangen war, hatte sie ihn aus den Augen verloren. Eine Karte zu Feiertagen, hin und wieder mal ein Anruf, mehr Kontakt hatte es zwischen ihnen nicht mehr gegeben. Sie wollte zwar selbst nicht nach Göteborg fahren, wo er bis zu seinem Tod gelebt hatte, aber sie hätte ihn zu sich einladen können.

Es war zu spät!

Wie sich nach seinem Tod herausstellte, hatte Gustav sie nicht vergessen. Nur ihm hatte sie es zu verdanken, dass sie ihren Traum von einem eigenen Restaurant wahrmachen konnte. Für einen Edelschuppen am Strandvägen hatte es nicht gereicht, aber das hätte sowieso nicht zu ihr gepasst.

Kristina war stolz auf ihr Kristinas . Das Restaurant lag im Rålambshovsparken, direkt am Wasser, mit einer eigenen Anlegestelle. Sie war gerade dabei, sich einen Namen zu machen durch schmackhafte und bezahlbare Gerichte. Besonders beliebt war ihr tägliches Dagens Rätt, ein Mittagsmenü, das aus einem warmen Gericht, einem Salatbüfett, Mineralwasser und Lättöl, dem schwedischen Leichtbier, bestand. Abgerundet wurde die Mahlzeit von einer Tasse Kaffee, die ebenfalls im Gesamtpreis enthalten war. Das Angebot wurde vor allem von Angestellten und Arbeitern gerne angenommen. Es kamen aber auch immer mehr Touristen zu ihr, und inzwischen hatte sich ihr Konto ein bisschen erh

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