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Sommerglück und Blütenzauber Roman von Schilling, Emilia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.05.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Sommerglück und Blütenzauber

Mit ihrer Leidenschaft für Blumen verzaubert die Wiener Floristin Rita frisch Verliebte und Brautpaare gleichermaßen. Ihr eigenes Liebesglück lässt jedoch auf sich warten. Um bei einer Hochzeit nicht am Singletisch platziert zu werden, kündigt Rita an, in Begleitung zu erscheinen. Doch wo soll sie diese Begleitung so schnell finden? Als sie den charmanten Marcel kennenlernt, scheint ihr Leben endlich perfekt. Doch schon bald muss sie feststellen, dass Marcel etwas vor ihr verbirgt. Und dann zieht auch noch René, der chaotische Freund ihres Bruders, vorübergehend in ihre Wohnung ...

Emilia Schilling ist Ende zwanzig und lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in einem kleinen Ort in Niederösterreich. Bereits mit ihrem ersten Roman "Frühlingsglück und Mandelküsse" ist ihr ein Erfolg geglückt. Weitere Titel der Autorin sind bei Goldmann in Vorbereitung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 21.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641196646
    Verlag: Goldmann
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Sommerglück und Blütenzauber

Brautmyrte

Der immergrüne, weitverzweigte Strauch kann eine Höhe von bis zu 5 Meter erreichen. Von Mai bis August zieren etwa 3 cm große, weiße Blüten die Brautmyrte.

Schon die Griechen und Römer verwendeten die Myrte als Brautschmuck. Der Brauch, einen Zweig aus dem Brautstrauß in die Erde einsetzen und bewurzeln zu lassen, fand später auch im deutschsprachigen Raum Anwendung.

1736 erhielt die Erzherzogin Maria Theresia vom osmanischen Sultan zu ihrer Vermählung ein Myrtenbäumchen, das noch heute in der Orangerie im Schlosspark Schönbrunn aufbewahrt und gepflegt wird.

"Schwesterherz, ich brauche Blumen."

"Dir auch einen guten Morgen, Clemens", sage ich, ohne aufzusehen. Stattdessen widme ich mich den gelben, orangen und roten Gladiolen, die in einem mit Wasser gefüllten Zinkkübel auf dem Verkaufstresen stehen. An den unteren Enden blühen bereits die farbenfrohen, trichterförmigen Blüten, und nach oben hin reihen sich die Knospen, deren bunte Spitzen sich bald öffnen werden. Zumindest, wenn ich ein bisschen nachhelfe. Deshalb knipse ich die obersten Knospen vorsichtig mit einer Gartenschwere weg. Das ist ein alter Trick, den ich schon als kleines Mädchen von meiner Mutter gelernt habe.

"Vielleicht Rosen oder Nelken."

"Ich kann mich nicht erinnern, wann du zuletzt hier gewesen bist."

Nicht, dass ich ihn hier öfters zu Gesicht bekommen wollte. Ritas Blütenzauber ist ganz und gar mein Reich. Es genügt, dass ich mir ein Stockwerk darüber eine Wohnung mit meinem Bruder teilen muss.

Ich schiebe den Grünschnitt zusammen und lasse ihn in einen Korb fallen, der direkt unter der Arbeitsfläche bereitsteht.

"Komm schon, Rita. Gib mir irgendetwas Nettes. In Rot oder Pink oder was weiß ich."

Clemens seufzt und lehnt sich an den Tresen, als wäre es eine Bar, an der er herumlungern könnte.

Ich werfe einen flüchtigen Blick hinüber zu meiner Großmutter, die gerade auf der anderen Seite des Geschäfts eine Kundin berät, ehe ich meinen Bruder von dem Tresen wegschiebe.

"Letztens hast du noch gesagt, ich verkaufe hier überteuertes Unkraut", zische ich leise, damit nur er mich hören kann.

"Das war doch bloß ein Spaß", verteidigt Clemens sich grinsend. "Ich sag das auch nie wieder, versprochen! Bitte, ich muss gleich zu Conny und will ihr einen kleinen Strauß mitbringen."

"Also gut."

Als hoffnungslose Romantikerin kann ich es keinem Mann abschlagen, eine Frau mit hübschen Blumen zu überraschen. Selbst meinem Bruder nicht, der seit langer Zeit endlich mal wieder eine feste Freundin hat, auch wenn ich Conny erst einmal getroffen habe. Ich zeige auf die Gladiolen und frage, ob sie für ihn in Frage kommen.

"Was bedeuten sie?", will Clemens wissen, obwohl er sonst keinen großen Wert auf die Symbolik der Blumen legt.

Mich hingegen hat die Blumensprache schon als Kind fasziniert. Damals, als meine Mutter das Geschäft noch führte und ich jeden Tag nach der Schule zu ihr kam, um ihr zu helfen. Die Symbolik der Blumen ist in den vergangenen zweihundert Jahren beinahe gänzlich in Vergessenheit geraten. Nur selten kommen Kunden, die sich dafür interessieren und entsprechend ihre Wahl treffen.

"Unsere Liebe lohnt allen Kampf des Lebens", erkläre ich und lächle automatisch, als ich diese Worte ausspreche. Mir gefallen Gladiolen, da sie durch ihre hervorstechende Größe einem Blumenstrauß eine enorme Wirkung geben können. Ich überlege, sie mit weißen Margeriten und etwas Bindegrün optimal zur Geltung zu bringen, doch Clemens wiegt den Kopf skeptisch hin und her.

"Das ist nicht gerade passend", sagt er nachdenklich. Als ob die Frau, die er trifft, sich mit der Blumensprache so gut auskennen würde! "Was hättest du noch zur Auswahl?"

"Lass uns mal schauen."

Ich nehme den Zinkkübel und stelle die Gladiolen auf dem Weg zu den anderen Schnittblumen auf ihren P

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