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Sophienlust 168 - Familienroman Ina, die Jüngste von dreien von Frank, Mariza (eBook)

  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Sophienlust 168 - Familienroman

Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Volker Lass bemerkte nicht, dass die Sonne schien und dass es Frühling wurde. Bedrückt verließ er das Städtische Krankenhaus. Die täglichen Besuche bei Melanie wurden immer schmerzvoller. Er hatte begriffen, dass es so gut wie keine Hoffnung mehr gab. Volker ging über die Fahrbahn, ohne auf die hupenden Autos zu achten. Sicher würde Dorit, seine fünf Jahre alte Tochter, wieder weinen. Sie wollte immer ihre Mutter im Krankenhaus besuchen. Bis vor einer Woche hatte er sie auch meistens mitgenommen. Sehr brav war sie an seiner Hand durch die nüchternen Gänge gelaufen. Sie war wirklich ein vernünftiges Kind und bemühte sich stets, alles recht zu machen. Er hatte sie zum Beispiel gebeten, die Mutter nicht mit Fragen zu quälen. Dorit hatte es versprochen und hatte ihr Versprechen auch gehalten. Sie hatte der Mutter von zu Hause und von den Geschwistern erzählt. Es waren meist lustige kleine Erlebnisse gewesen. Bis vor einer Woche war alles gut gegangen, und er, Volker, war stolz auf seine Tochter gewesen. Doch beim letzten Besuch hatte Dorit, ehe er es verhindern konnte, gefragt: 'Warum hast du so ein dickes Gesicht, Mami?' 'Du weißt doch, dass Mutti sehr krank ist', hatte er schnell gesagt, ehe Melanie hatte antworten können.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740923426
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 242 kBytes
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Sophienlust 168 - Familienroman

Volker Lass bemerkte nicht, dass die Sonne schien und dass es Frühling wurde. Bedrückt verließ er das Städtische Krankenhaus. Die täglichen Besuche bei Melanie wurden immer schmerzvoller. Er hatte begriffen, dass es so gut wie keine Hoffnung mehr gab.

Volker ging über die Fahrbahn, ohne auf die hupenden Autos zu achten. Sicher würde Dorit, seine fünf Jahre alte Tochter, wieder weinen. Sie wollte immer ihre Mutter im Krankenhaus besuchen. Bis vor einer Woche hatte er sie auch meistens mitgenommen.

Sehr brav war sie an seiner Hand durch die nüchternen Gänge gelaufen. Sie war wirklich ein vernünftiges Kind und bemühte sich stets, alles recht zu machen. Er hatte sie zum Beispiel gebeten, die Mutter nicht mit Fragen zu quälen. Dorit hatte es versprochen und hatte ihr Versprechen auch gehalten. Sie hatte der Mutter von zu Hause und von den Geschwistern erzählt. Es waren meist lustige kleine Erlebnisse gewesen.

Bis vor einer Woche war alles gut gegangen, und er, Volker, war stolz auf seine Tochter gewesen. Doch beim letzten Besuch hatte Dorit, ehe er es verhindern konnte, gefragt: "Warum hast du so ein dickes Gesicht, Mami?"

"Du weißt doch, dass Mutti sehr krank ist", hatte er schnell gesagt, ehe Melanie hatte antworten können.

Glücklicherweise war zur gleichen Zeit eine Schwester in das Zimmer gekommen, und er hatte sie gebeten, das Kind mitzunehmen. Kaum hatte sich die Tür hinter den beiden geschlossen, hatte Melanie zu weinen angefangen. Es war das erste Mal seit Beginn ihrer Krankheit gewesen, und er hatte beschlossen, Dorit in Zukunft nicht mehr mitzubringen.

Volkers Schritte wurden jetzt langsamer. Er näherte sich seinem Haus und hatte Angst vor den Fragen der Kinder. Dorit und Christian wollten immer alles von der Mami wissen, und seine Schwester, die seit Melanies Krankheit die Kinder betreute, machte mit ihrem deutlich zur Schau getragenen Mitleid alles noch viel schlimmer. Trotzdem war er Bettina dankbar. Ohne sie hätte er nicht gewusst, was er mit den Kindern hätte machen sollen.

Das Haus, das etwas abseits der Straße lag, tauchte vor Volker Lass auf. Melanie hatte es sehr geschmackvoll eingerichtet und auch den Garten selbst bearbeitet. Jetzt kümmerte sich niemand mehr um ihn, sodass er verwilderte. Bettina hatte genug mit den drei Kindern zu tun.

Volker seufzte. Das Privatleben seiner Schwester kam wirklich zu kurz. Im Grunde war sein künftiger Schwager zu bewundern. Bettina hatte nur noch selten Zeit für ihren Verlobten. Sie opferte sich für seine Familie auf.

Wo waren die glücklichen Stunden geblieben? Sinnend sah Volker sich um. Sie hatten oft im Garten gesessen, und Dorit war mit Christian darin herumgesprungen. Er sah Melanie wieder so vor sich, wie sie noch vor einem Jahr ausgesehen hatte. Sie war hübsch und lebenslustig gewesen. Dann war ihnen noch das Wunschkind Ina geschenkt geworden. Melanies Leben war voller Sonnenschein gewesen. Sechsundzwanzig Jahre war sie jetzt erst alt. Ein ganzes Leben sollte noch vor ihr liegen, aber nun gaben ihr die Ärzte höchstens noch einen Monat.

Wie grausam das Schicksal sein konnte! Volker bedeckte sein Gesicht. Es hatte ganz harmlos angefangen. Melanie hatte oft über Müdigkeit geklagt und über Entzündungen im Mund. Plötzlich hatte dann schon die kleinste Arbeit eine gewaltige Anstrengung für sie bedeutet.

In diesem Stadium war Melanie zum Arzt gegangen. Dr. Klein hatte ihn danach in seine Praxis bestellt. Es war der schlimmste Tag in seinem Leben gewesen. Melanie hatte Leukämie. Es war unfassbar!

Lange hatte er überlegt, ob er Melanie sagen sollte, woran sie litt. Doch er hatte auf ein Wunder gehofft und geschwiegen.

Um Melanie zu entlasten, hatte er sich an Bettina gewandt und sie gebeten, eine Zeit lang seinen Haushalt zu führen. Ohne zu zögern hatte sie eingewilligt. Er ahnte, wie schwer es für Melanie gewesen war, zu sehen, wie ihr nach und nach alles aus der Hand genomm

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