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Stille Nacht light Weihnachtliche Geschichten (mit neuen Lisbeth-Geschichten) von Hollmann, Usch (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.11.2013
  • Verlag: Solibro Verlag
eBook (ePUB)
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Stille Nacht light

Ein neues Lese- und Vorlesevergnügen von Usch Hollmann mit heiter-ironischen Weihnachtsgeschichten Anspruch und Wirklichkeit des Umgangs mit der Weihnachtszeit klaffen ja bekanntlich in vielen Familien auseinander. Usch Hollmann schildert deshalb das Verhalten und die kleinen Schwächen ihrer Mitmenschen bei ihren teils modernen, teils nostalgischen Weihnachtsritualen mit humorvollem Verständnis. Vom 'Weihnachtsmuffel' bis zum 'Weihnachtsfreak' werden sich viele Leser in den unterschiedlichen Geschichten wiederfinden. Von dem Trend, Weihnachtsgeschichten entweder mit hämischem Sarkasmus oder tränenschwangerer Sentimentalität zu durchtränken, hat sich Usch Hollmann nicht anstecken lassen. Im Gegenteil, wie in Hollmanns drei 'Lisbeth'-Büchern geht es wieder sehr kurzweilig zu, denn - wie nicht anders zu erwarten - verlaufen alle Aktivitäten rund um die Weihnachtszeit deutlich anders als geplant. Neben der Titel gebenden Erzählung 'Stille Nacht light' enthält der Band neue, aber auch einige bereits in früheren, zumeist vergriffenen Ausgaben erschienene Erzählungen, wie z. B. 'Spekulatius und Springerle'. Aber auch über ein paar neue weihnachtliche 'Lisbeth-Geschichten' können sich die Usch Hollmann-Fans freuen. So finden sich in diesem Band sowohl längere als auch kurze, für jede Stimmung passende, teils heitere, teils besinnliche Weihnachtsgeschichten, die sich besonders auch zum Vorlesen eignen. Die eingestreuten, von der Autorin erprobten Weihnachtsrezepte verlocken zum Nachkochen und -backen. Seit 1993 hat Usch Hollmann mit ihrer münsterländischen Kunstfigur 'Lisbeth' zunächst mit wöchentlichen Kolumnen bei verschiedenen Lokalsendern eine große Hörerschaft erobert und mit zahlreichen Live-Auftritten ihr Publikum begeistert. In der Folge sind ihre 'Büchskes' zu regionalen Bestsellern geworden. Im münsterischen Solibro Verlag (früher NW-Verlag) erschienen in zusammen bislang zwölf Auflagen. 'Hallo Änne, hier is Lisbeth ...' (1996), 'Wat is uns alles erspart geblieben!' (1998) und 'Dat muss aber unter uns bleiben!' (2006). Zwei anrührenden Weihnachtserzählungen mit dem Titel 'Spekulatius und Springerle' (2002, vergriffen) bewiesen, dass ihr auch leise Töne gelingen. Ein Kinderbuch mit dem Titel 'Stoffel lernt spuken' (mit einer Übersetzung ins Plattdeutsche von Käthe Averwald) liegt seit 2004 vor. Ein weiteres Lesevergnügen 'Aber das wär' doch nicht nötig gewesen! Heitere Geschichten vom Feiern' erschien 2008. Im neuesten Buch, 'Stille Nacht light. Weihnachtliche Erzählungen' (2012), sind bereits bekannte, aber vor allem neue kurzweilige Weihnachtsgeschichten von Usch Hollmann zusammengefasst. Viele Jahre trat sie parallel mit der von ihr gegründeten Kabarettgruppe 'Fünf freche Frauen' auf. Im Jahre 1999 wurde ihr für ihr vielseitiges Engagement der Kulturpreis des Kreises Steinfurt zugesprochen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 239
    Erscheinungsdatum: 06.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783932927836
    Verlag: Solibro Verlag
    Größe: 2577 kBytes
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Stille Nacht light

Stille Nacht light

Es regnete den ganzen Tag. Novemberwetter! Trotz Regenschirm kam ich durchnässt und durchgefroren nach Hause. Ich hängte Mantel und Mütze zum Trocknen an die Garderobe, zog die Schuhe aus und holte ein paar alte Zeitungen aus dem Korb für Altpapier, denn - das hatten wir schon als Kinder gelernt - nasse Schuhe soll man mit Zeitungspapier ausstopfen.

Ich riss eine Seite heraus und wollte sie eben zusammenknüllen, da fiel mein Blick auf eine dicke Überschrift: "Jubel über den ersten Schnee in den Bergen!" Wie ungerecht - und bei uns im Flachland schüttet es wie aus Eimern! Ich ballte das Papier zu einer lockeren Kugel zusammen und stopfte damit den linken Schuh aus.

Ehe ich mit der nächsten Seite und dem rechten Schuh ebenso verfahren konnte, fesselte mich eine zweite, deutlich kleiner aufgemachte Zeile:

"Weihnachtsmuffel haben's schwer".

Wer oder was sind Weihnachtsmuffel? Neugierig fing ich an zu lesen.

In einem ausführlicher Artikel hatten sich namhafte Soziologen, Psychologen und Anthropologen viele kluge, nachvollziehbare Gedanken gemacht und waren sich darin einig geworden, dass - Zitat: "Unsere altüberlieferten Weihnachtsrituale einen Fluss von Emotionen auslösen, der Menschen miteinander verbindet". Deshalb gelte man schnell als "Weihnachtsmuffel", also als Außenseiter, wenn man Gemeinschaft und Nähe nicht aushalten könne und deshalb brauche man möglicherweise sogar psychologische Hilfe stellung. Den "Weihnachtsfreaks" hingegen, die der Ansicht sind, dass Weihnachtsgeschenke - viele Geschenke! - als "Kitt für ein friedliches Zusammenleben" unerlässlich sind, sei in diesen Wochen dringend eine adventliche Entschleunigung anzuraten. Das Fest der Liebe könne sonst durch vorweihnachtlichen Stress schnell zu einem Desaster ausarten.

Nachdenklich glättete ich die schon arg zerfledderte Zeitung und überlegte: Bin ich ein Weihnachtsmuffel? Womöglich sogar eine Außenseiterin? Kann ich Gemeinschaft und Nähe gut aushalten?

Ich riss eine weitere Seite heraus und stopfte sorgfältig auch den zweiten Schuh aus.

Nein, ich bin zwar kein ausgesprochener "Weihnachtsfreak", aber ein "Weihnachtsmuffel" bin ich deshalb noch lange nicht. Ich kann Nähe gut aushalten. Ich freue mich sogar darauf, meine Familie und gute Freunde um mich zu haben. Die Vorweihnachtszeit jedoch empfinde ich seit langem als eher belastend und überhaupt nicht gemütlich, geschweige denn besinnlich, trotz Adventskranz und Kerzenlicht und Plätzchenbacken. Immer diese Hektik, von der man sich allzu leicht anstecken lässt. Wenn ich nur an den von angesagten Stilberaterinnen jährlich neu verordneten Deko-Stress für den Tannenbaum denke: Unsere seit immer und ewig verwendeten roten Kerzen und Kugeln gelten inzwischen als bestenfalls grenzwertig, seien aber genau genommen ein absolutes "No-go". In diesem Jahr sei eine violette Deko ein "Must-Have".

Frechheit - was fällt diesen Tussis ein? Wer ernennt sie überhaupt zu "angesagten Stilberaterinnen"? Das jahrzehntelang totgesagte Lametta als Schmuck für den ultimativen Tannenbaum sei hingegen wieder "mega-in", seit es der chemischen Industrie gelungen ist, die glänzenden, spaghettilangen Fäden aus umweltfreundlichen Substanzen herzustellen. Jedoch gelte das Dekorieren der Christbaumzweige mit Engelhaar aus weißglänzender Glaswolle als ein absolut unverzeihliches "Not-to-do".

Wie bitte? Ich liebe Engelhaar - seit den längst vergangenen Kindertagen gehört Engelhaar zu unserem Weihnachtsbaum, und das soll ich mir ausreden lassen? Soweit kommt das noch ...

Bin ich ein Weihnachtsmuffel, wenn mich die vielen Weihnachtsfeiern anöden? Und die Dauerberieselung mit Weihnachtsliedern in den Kaufhäusern? Und die vielen Weihnachtsmärkte, die alle mehr ode

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