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Stolz und Vorurteil von Austen, Jane (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.11.2014
  • Verlag: Insel Verlag
eBook (ePUB)
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Stolz und Vorurteil

Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle, der ein beachtliches Vermögen besitzt, zu seinem Glück nur noch einer Frau bedarf. Die fünf Bennet-Schwestern sollen standesgemäß unter die Haube gebracht werden, das ist das erklärte Ziel ihrer Mutter. Als der attraktive und vermögende Mr. Darcy in das Leben der Bennets tritt, scheint der perfekte Schwiegersohn und Ehemann für Elizabeth gefunden. Wäre er der klugen und stolzen jungen Frau aufgrund seiner blasierten Überheblichkeit nur nicht so unsympathisch - und damit als Ehemann gänzlich ungeeignet ... In einer Gesellschaft, in der sich der Heiratsmarkt nach Stand und Vermögen richtet, Gefühle jedoch nie außen vor bleiben, gilt es Eitelkeiten, Vorurteile und den eigenen Stolz zu überwinden, um das wirkliche Glück zu finden! Jane Austen wurde am 16. Dezember 1775 in Steventon, Hampshire, als Tochter des Pfarrers George Austen geboren. Dank der umfangreichen Bibliothek ihres Vaters fand sie früh Zugang zur Literatur und begann bereits im Alter von zwölf Jahren mit dem Schreiben. 1801 zog die Familie in den Kurort Bath, den Austen später häufig zum Schauplatz ihrer Romane machte. Der Tod des Vaters zwang die Familie 1805 zum erneuten Ortswechsel. Zusammen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern zog die junge Jane Austen zunächst nach Southhampton, vier Jahre später dann in das Landhaus eines wohlhabenden Onkels. Sein Anwesen in Chawton, Hampshire, sollte bis kurz vor ihrem Tod (1817) die Heimat der Schriftstellerin bleiben. Sie widmete sich fortan dem Schreiben und veröffentlicht 1811 den Roman Sense and Sensibility (Verstand und Gefühl), gefolgt von Pride and Prejudice (Stolz und Vorurteil, 1813), Mansfield Park (1814) und Emma (1816). Die Werke erschienen anonym und auf ihr eigenes finanzielles Risiko. Als Autorenangabe fand sich darin nur der Hinweis: "By a Lady". Den bis heute währenden großen Erfolg ihrer Werke erlebte Jane Austen nicht lange. Am 18. Juli 1817 verstarb sie nach kurzer, schwerer Krankheit in Winchester.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 374
    Erscheinungsdatum: 10.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783458751403
    Verlag: Insel Verlag
    Serie: insel taschenbuch 4567
    Originaltitel: Pride and Prejudice
    Größe: 2395 kBytes
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Stolz und Vorurteil

Drittes Kapitel

Soviel Fragen Mrs. Bennet und ihre fünf Töchter auch stellten, sie vermochten dem Hausherrn keine befriedigende Beschreibung von Mr. Bingley zu entlocken. Sie bestürmten ihn mit offenen Fragen, ausgeklügelten Vermutungen und abwegigen Andeutungen; aber er entwand sich all ihren Listen. Schließlich mußten sie sich mit der Auskunft ihrer Nachbarin Lady Lucas begnügen, deren Bericht äußerst günstig war, und Sir William zeigte sich geradezu begeistert. Mr. Bingley war sehr jung, ausgesprochen hübsch, äußerst zuvorkommend und beabsichtigte, als Krone des Ganzen, an der nächsten Gesellschaft mit einem großen Kreis teilzunehmen. Besser konnte es gar nicht kommen! Tanz ist immer der erste Schritt zur Liebe; und man setzte große Hoffnungen auf Mr. Bingleys Herz.

"Wenn eine meiner Töchter glücklich ihren Einzug in Netherfield hielte", sagte Mrs. Bennet zu ihrem Gatten, "und all die anderen ebenso gut verheiratet wären, würde ich wunschlos glücklich sein."

Ein paar Tage später machte Mr. Bingley seinen Gegenbesuch und verbrachte ungefähr zehn Minuten bei Mr. Bennet in der Bibliothek. Er hatte gehofft, auch den jungen Damen vorgestellt zu werden, von deren Schönheit er schon viel gehört hatte, aber er sah nur den Vater. Die Damen waren in etwas glücklicherer Lage, denn sie vermochten sich immerhin von einem Fenster des oberen Stockwerks aus zu vergewissern, daß er einen blauen Rock trug und einen Rappen ritt.

Kurz darauf erging eine Einladung zum Essen. Mrs. Bennet hatte bereits ein Menü zusammengestellt, das jeder Hausfrau zur Ehre gereicht hätte, als eine Antwort eintraf, die alles umstieß. Mr. Bingley mußte am nächsten Tag in der Stadt sein, und daher war es ihm nicht möglich, die Ehre ihrer Einladung anzunehmen. Mrs. Bennet war ganz verzweifelt. Sie konnte sich einfach nicht vorstellen, was er so kurz nach seiner Ankunft in Hertfordshire schon wieder in der Stadt zu tun haben könne; die Furcht stieg in ihr auf, er würde immer so von einem Ort zum anderen unterwegs sein und nie endgültig seine Zelte in Netherfield aufschlagen, wie es eigentlich sein sollte. Lady Lucas beruhigte sie ein wenig durch die Vermutung, er würde wahrscheinlich in London eine große Gesellschaft für den Ball einladen. Und in der Tat folgte bald der Bericht, daß Mr. Bingley mit zwölf Damen und sieben Herren erscheinen würde. Die Mädel waren über die Zahl der Damen sehr betrübt, aber am Tage vor dem Ball vernahm man zum Trost, es seien ihrer sechs - fünf Schwestern und eine Base. Als aber die Gesellschaft dann den Ballsaal betrat, bestand sie nur aus fünf Personen - Mr. Bingley, seinen beiden Schwestern, dem Gatten der ältesten und noch einem jungen Mann.

Mr. Bingley war hübsch und vornehm, freundlich und von natürlichem, ungekünsteltem Wesen. Seine Schwestern waren schöne und ausgesprochen vornehme Frauen. Sein Schwager Mr. Hurst hatte lediglich das Aussehen eines Gentlemans; aber sein Freund, Mr. Darcy, zog bald die Aufmerksamkeit aller auf sich durch seine schöne, große Gestalt, sein hübsches Gesicht, seine edle Haltung und durch das fünf Minuten nach seiner Ankunft bereits umgehende Gemunkel, er verfüge über zehntausend Pfund im Jahr. Die Herren nannten ihn einen schönen Mann, die Damen fanden ihn viel hübscher als Mr. Bingley, und er wurde während der ersten Hälfte des Abends mit großer Bewunderung betrachtet, bis man Anstoß an seinem Benehmen nahm und das Blatt seiner Beliebtheit sich wendete. Man entdeckte, daß er stolz und über die Gesellschaft und ihr Vergnügen erhaben war. Selbst seine großen Besitzungen in Derbyshire konnten ihn nicht davor schützen, daß man sein Benehmen für ablehnend und unfreundlich und ihn selbst eines Vergleiches mit seinem Freunde für unwürdig hielt.

Mr. Bingley hatte sich bald mit den Honoratioren im Saale bekannt gemacht. Er war lebhaft und nicht zurückhaltend, ließ keinen Tanz vorübergehen, und, verärgert über d

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