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Stolz und Vorurteil Vollständige deutsche Ausgabe mit neuer Rechtschreibung von Austen, Jane (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.05.2017
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Stolz und Vorurteil

Der Roman Stolz und Vorurteil (engl. Originaltitel: Pride and Prejudice) von Jane Austen ist bis heute ein Klassiker der englischen Literatur. Das Buch erscheint erstmals 1813. Mit Ironie und scharfer Beobachtungsgabe nimmt sich Jane Austen in Stolz und Vorurteil das Thema der angebahnten Ehen vor, wie sie in England damals üblich waren. Der Roman schildert den Weg des jungen Mädchens Elizabeth bis zu ihrer Heirat. In diesen Jahren wird Elizabeth wiederholt vor schwere Entscheidungen gestellt und reift an den Prüfungen. Im Laufe des Romans wird der rasche charakterliche Fortschritt bei Elizabeth sichtbar. Die Mutter Elizabeths bemüht sich intensiv, geeignete Heiratskandidaten für ihre fünf unverheirateten Töchter zu finden. Elizabeth ist die zweitälteste Tochter. Wiederholt werden interessierte Männer im Hause vorstellig und sehen sich um. Komisch-peinliche Besuchsszenen sind die Folge. Elizabeth erhält als erste der Schwestern in Stolz und Vorurteil einen Heiratsantrag. Er stammt vom wohlhabenden Pfarrer Collins. Doch Elizabeth lehnt ab. Der Abgewiesene heiratet Elizabeths Freundin Charlotte Lucas. Bald darauf erhält Elizabeth einen zweiten Heiratsantrag. Diesmal ist es der Gutsbesitzer Darcy, der ihr Avancen macht und in materieller Hinsicht sicherlich eine gute Partie wäre. Wieder ist Elizabeth nicht interessiert. Sie macht es sich selbst und ihrer Umgebung nicht leicht. Bis sie ihr Glück findet, liegt noch ein steiniger Weg vor ihr. Stolz und Vorurteil sind die beiden psychologischen Leitmotive der Hauptcharaktere in Jane Austens Roman. Beide Motive erschweren Verständnis und Annäherung, stehen hinderlich zwischen den Menschen. Bei Elizabeth zeigt sich der Stolz in der Ablehnung der Heiratsanträge und der Auflehnung gegen gesellschaftliche Zwänge. Das Motiv des Vorurteils wird im Roman vor allem durch Mr. Darcy verkörpert, der sich seine tiefen Gefühle gegenüber Elizabeth zunächst nicht eingesteht, da die junge Frau nicht den gleichen Status besitzt. Erst am Ende des Romans beginnen die Hauptfiguren die psychologischen Hürden von Stolz und Vorurteil zu überwinden. Jane Austen ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten englischen Schriftstellerinnen. Sie lebte von 1775 bis 1817. Mehrere ihrer Bücher sind Bestseller der englischen Literatur geworden, darunter Stolz und Vorurteil (engl.: Pride and Prejudice), Vernunft und Gefühl (engl.: Sense and Sensibility) und der Roman Emma. Austen schrieb humorvolle, teils ironische Gesellschaftsromane. Jane Austen ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten englischen Schriftstellerinnen. Sie lebte von 1775 bis 1817. Mehrere ihrer Bücher sind Klassiker der englischen Literatur geworden, darunter Pride and Prejudige (dt.: Stolz und Vorurteil), Sense and Sensibility (dt.: Vernunft und Gefühl) und der Roman Emma. Austen schrieb humorvolle, teils ironische Gesellschaftsromane. Oft zeigt sie den Konversationsstil des gebildeten Mittelstands auf, und überzeichnet ihn bewusst, um ihn zu karikieren. Austen und ihre sieben Geschwister wuchsen als Kinder eines Pfarrers in gut situieren Verhältnissen auf, was Austen nicht davon abhielt, den Pfarrerfiguren ihrer Romane eine leicht skurrile, teils groteske Note zu verleihen. Die Romane Jane Austens wurden alle unter einem Pseudonym veröffentlicht. Selbst gegenüber engen Angehörigen verschwieg Austen ihre schriftstellerische Tätigkeit. Die zeitgenössische Literaturkritik lobt Austens Werke, bezweifelte jedoch, dass sie tatsächlich von einer Frau stammen könnten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 434
    Erscheinungsdatum: 18.05.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783744822312
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 1197 kBytes
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Stolz und Vorurteil

Drittes Kapitel

So sehr sich indessen Mrs. Bennet, eifrig von ihren fünf Töchtern unterstützt, darum bemühte, es war keine auch nur einigermaßen zufriedenstellende Beschreibung des neuen Nachbarn aus ihrem Mann herauszubekommen. Die Angriffe erfolgten von den verschiedensten Seiten, geradewegs als Fragen oder unter Harmlosigkeit getarnt oder wieder als scheinbar ganz fern-liegende Andeutungen, aber er ließ sich in keine Falle locken. Zuletzt mussten sie sich mit dem zufriedengeben, was Lady Lucas ihnen aus zweiter Hand berichten konnte. Sir William war entzückt gewesen. Er sei noch sehr jung, ungewöhnlich gut aussehend, außerordentlich wohlerzogen, und, als Krönung des Ganzen, er beabsichtige, an dem nächsten Ball mit einer größeren Gesellschaft teilzunehmen ... Wo konnte es da noch fehlen! Zwischen gern tanzen und sich verlieben war nur noch ein kleiner, ein fast unvermeidlicher Schritt! Mr. Bingleys Herz wurde Gegenstand der lebhaftesten Erörterungen und Erwartungen.

"Wenn ich es erleben darf, dass eine meiner Töchter als Herrin in Netherfield einzieht", sagte Mrs. Bennet zu ihrem Mann, "und wenn es mir gelingen sollte, die anderen ebenso gut unterzubringen, dann wird mir jeder Wunsch erfüllt sein."

Nach einigen Tagen erwiderte Mr. Bingley Mr. Bennets Besuch und blieb mit ihm etwa zehn Minuten in der Bibliothek. Er hatte die leise Hoffnung gehabt, wenigstens einen Blick auf die jungen Damen werfen zu dürfen, von deren Schönheit er schon viel gehört hatte; aber der Vater war alles, was er zu sehen bekam. Die Damen selbst waren ein wenig mehr vom Glück begünstigt; gelang es ihnen doch, von einem Fenster im oberen Stock festzustellen, dass er einen blauen Mantel trug und ein schwarzes Pferd ritt.

Bald darauf wurde auch die Einladung zum Essen abgeschickt. Mrs. Bennet war sich schon über alle Gerichte und Gänge klar, mit denen sie hausfrauliche Ehre einzulegen gedachte; da kam seine Antwort und schob all die schönen Pläne auf unbestimmte Zeit auf. Mr. Bingley bedauerte sehr, am folgenden Tag nach London fahren und sich daher des Vergnügens berauben zu müssen, der Einladung usw. usw. Mrs. Bennet war ganz unglücklich. Sie konnte sich gar nicht denken, was das für eine Angelegenheit sein mochte, die ihn schon so bald nach seiner Ankunft in Hertfordshire nach London zurückrief. Der Gedanke, er könne vielleicht zu der Sorte junger Männer gehören, die ständig von einem Ort zum anderen flattern, anstatt sich mit einem festen Wohnsitz zu begnügen - in diesem Fall Netherfield -, wie es sich gehörte, begann sie ernstlich zu beunruhigen. Und sie schöpfte erst wieder ein wenig Mut, als Lady Lucas ihr gegenüber die Möglichkeit erwähnte, er sei doch vielleicht nur nach London gefahren, um seine große Ballgesellschaft nach Netherfield zu holen. Bald darauf verbreitete sich das aus sicheren Quellen stammende Gerücht, Mr. Bingley werde mit zwölf Damen und sieben Herren auf dem Fest erscheinen. Zwölf Damen! Die jungen Mädchen hörten diese Nachricht mit großer Besorgnis. Aber auch sie fassten wieder Mut, als die Zahl zwölf am Tage vor dem Ball auf sechs - fünf Schwestern und eine Cousine - berichtigt wurde. Die Gesellschaft, die tatsächlich den großen Festsaal betrat, war dann schließlich nicht zahlreicher als insgesamt nur fünf Personen: Mr. Bingley, seine beiden Schwestern, der Gatte der älteren und ein unbekannter junger Mann.

Mr. Bingley sah sehr gut aus und machte einen vornehmen Eindruck. Seine ganze Haltung und Art, sich zu geben, waren natürlich und von einer ungezwungenen Freundlichkeit. Die Schwestern waren mit gutem, eigenem Geschmack nach der letzten Mode gekleidet und mussten zweifellos zu den Schönheiten der Londoner Gesellschaft gezählt werden. Mr. Hurst, dem Schwager Mr. Bingleys, war die gute Familie anzusehen; mehr allerdings auch nicht. Mr. Darcy, der junge Freund, dagegen war bald mit seiner großen, schlanken Figur, seine

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