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Strandrosensommer Liebesroman Neuerscheinung 2018 von Janz, Tanja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.05.2018
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
8,99 €
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Strandrosensommer

Pfahlbauten, kilometerweiter weißer Sandstrand, blühende Strandrosen und das Rauschen vom Meer - fast hätte Inga vergessen, wie schön es in St. Peter-Ording ist. Nachdem ihr Freund sich zur Selbstfindung nach Indien aus dem Staub gemacht hat, ist Inga ebenfalls reif für eine Auszeit. Sie besucht Tante Ditte, die auf einem wunderschönen alten Pferdehof an der nordfriesischen Küste lebt. Doch Inga macht eine böse Überraschung, denn der Hof steht kurz vor der Pleite. Der einzige Ausweg scheint eine zündende Geschäftsidee oder ein mittelgroßes finanzielles Wunder zu sein. Inga krempelt die Ärmel hoch - und das Glück ist mit den Fleißigen ...

'Herrliche Lektüre für den Strandkorb!' Neue Woche

'Ein locker leichter Sommerroman für Fans des Seebades St. Peter-Ording.' Der Landbote

'Eine Geschichte über das Schicksal von zwei Frauen, inklusive Nordseeluft, die man förmlich riechen kann.' Glückspost

Tanja Janz wollte schon als Kind Bücher schreiben und malte ihre ersten Geschichten auf ein Blatt Papier. Heute ist sie Schriftstellerin und lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen im Ruhrgebiet. Neben der Schreiberei und der Liebe zum heimischen Fußballverein schwärmt sie für St. Peter-Ording, den einzigartigen Ort an der Nordseeküste.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 02.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955768263
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Größe: 2771 kBytes
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Strandrosensommer

1. Kapitel

Inga

Inga blinzelte gegen die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne an, die einen Bilderbuchtag im Frühling verhießen. Als die Ampel auf Grün sprang, bog sie mit ihrem klapprigen Kombi links ab und fuhr die am frühen Morgen noch leere Straße entlang. Die Brücke über dem Kanal verschwand fast gänzlich im Morgennebel. Es war erst kurz nach fünf Uhr. Noch lag Ruhe über den Straßen von Gelsenkirchen, was sich aber in den nächsten eineinhalb Stunden ändern würde, wenn der Berufsverkehr die Straßen verstopfte. Doch bis dahin hatte sie längst alles erledigt - so wie jeden Tag.

Inga fuhr auf den Hof einer Großbäckerei im Gewerbegebiet, auf dem bereits ein weißer Kombi parkte, an dessen Fahrertür ein mittelgroßer Mann mit Glatze lehnte und genüsslich eine Zigarette rauchte.

"Morjän, Engelschen! Du siehst aber schick aus heute", begrüßte er sie gut gelaunt.

Inga parkte, stieg aus dem Wagen und ging zu dem Mann. "Morgen, Hasan! Ja, ich bekomme heute hohen Besuch, mein Vermieter kommt!", entgegnete sie gut gelaunt, musste dabei aber gähnen.

"Na, ich glaube, du brauchst erst mal einen Kaffee", sagte Hasan lachend und zwinkerte ihr fröhlich zu.

"Unbedingt. Aber: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen."

Eigentlich war sie nie eine Frühaufsteherin gewesen, sondern jemand, der die Nächte zum Tag gemacht und am liebsten erst gegen Mittag vorsichtig die Augen geöffnet hatte, um sich dann noch mal auf die andere Seite zu rollen und eine weitere halbe Stunde vor sich hin zu dösen. Eine notorische Langschläferin, die ohne einen starken Kaffee gar nicht in die Gänge kam. Typ Eule eben, niemand, der auch nur im Entferntesten die Lerchen verstehen konnte, die sich schon um fünf Uhr früh die Joggingschuhe anzogen und bereits um sieben Uhr geduscht und gefrühstückt hatten und mit bester Laune ihrer Arbeit nachgingen.

Doch Ingas Leben hatte sich vor knapp zehn Jahren von einem Tag auf den nächsten schlagartig verändert, als ihre ehemalige Nachbarin aus gesundheitlichen Gründen ihr Café in der Gelsenkirchener Altstadt hatte aufgeben müssen und nach einem Nachfolger für den Laden gesucht hatte. Damals war Inga gerade Mitte zwanzig und voller Tatendrang gewesen und noch dazu gelangweilt von ihrer Assistenzstelle bei einem großen Energieversorgungskonzern in einer Nachbarstadt von Gelsenkirchen. Da kam ihr die Chance nach einer neuen beruflichen Herausforderung, bei der sie zum einen kreativ sein konnte und zum anderen ihr eigener Chef, gerade recht.

Inga dachte nicht lange nach, sondern ergriff die Möglichkeit beim Schopfe und übernahm das alteingesessene Café am Neumarkt von ihrer Nachbarin. Sie war noch nie der Typ gewesen, der lange über Entscheidungen gebrütet hatte, sie entschied immer aus dem Bauch heraus und machte zügig Nägel mit Köpfen. So wurde aus dem etwas angestaubten Oma-Café am Neumarkt das Café Die Insel .

Seit dem Tag der Eröffnung vor zehn Jahren klingelte ihr Wecker spätestens um halb fünf, und der erste Weg des Tages führte sie immer zur Großbäckerei am Kanal, um frische Brötchen, verschiedene Brotsorten, Croissants, Kuchen und Gebäck für ihre Gäste zu besorgen. Dort traf sie täglich auf Hasan. Mit dem Beginn ihrer Selbstständigkeit war aus ihr eine umerzogene Lerche geworden - notgedrungen -, denn die meisten ihrer Gäste wollten zwischen acht und zehn Uhr frühstücken und nicht erst dann, wenn der Eintopf bei den Leuten auf dem Herd köchelte oder der Braten im Ofen schmorte.

Nachdem Inga und Hasan ihre Einkäufe erledigt hatten, standen sie an einem der Stehtische und tranken den wohlverdienten ersten Kaffee des Tages.

"Und was will dein hoher Besuch heute?", wollte Hasan wissen.

"Ach, nichts Weltbewegendes. Der Pachtvertrag für die Insel läuft aus, und wir müssen einen neuen aufsetzen", erklärte Inga.

"Ist das denn schon alles in trockenen Tüchern? Vielleicht erhöht er ja die

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