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Sweet Florida Keys Abenteuerroman von Barski, Klaus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.09.2014
  • Verlag: Solibro Verlag
eBook (ePUB)
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Sweet Florida Keys

Eine wilde Story über die abwechslungsreiche Lebensgeschichte eines modernen Simplicissimus' auf der Suche nach Erfolg und Liebe. 'Sweet Florida Keys' erzählt die abwechslungsreiche Lebensgeschichte von Peter Reynolds. Der Sohn eines verschollenen Amerikaners und einer Norddeutschen fliegt aufgrund eines falschen Verdachts in den 60ern von der Schule und schlägt sich mit unterschiedlichen Jobs durchs Leben. Ambitioniert erzielt er große Erfolge als Selbstständiger, wird aber durch Missgeschicke auch immer wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Wie ein Simplicissimus schlägt sich der unbeugsame Abenteurer durchs Leben. Was ihn antreibt ist die Sehnsucht nach seiner Traumfraum Meta, seiner Jugendliebe. Er heiratet sie, wird geschieden, sucht Trost in Affären und gelangt in den 90ern bis nach Florida, wo er das überraschend geerbte heruntergekommene Motel seines Vaters fortführt. Zufällig stößt er bei der Renovierung auf ein unerwartetes Geheimnis seines unbekannten Vaters. Damit kommt er seinem Traum näher, 'auszusteigen' und mit einer eigenen Segelyacht um die Welt zu segeln. Am liebsten natürlich mit seiner großen Liebe. Wie bei allen Romanen von Klaus Barski verleiht der Autor seinem Helden teils autobiographische Züge. Auch Barski erbaute und führte in den 90ern in Florida ein Motel, genoss Luxus und Highlife und sammelte leidenschaftlich historische Gemälde, die auch im Roman eine Rolle spielen.

Klaus Barski, einer der von ganz unten kommt (Arbeiterfamilie, keine Schulbildung, Arbeitsbeginn mit 13 Jahren ...), schaffte mit harter Arbeit und gesundem Geschäftsinstinkt den Aufstieg vom Volksschüler und Sozialhilfeempfänger zum millionenschweren Immobilienkaufmann und Schriftsteller. In all seinen Romanen schildert er mitreißend, schonungslos und doch immer mit einem selbstironischen Augenzwinkern knallharte, oftmals abenteuerliche Erfahrungen, wie sie ihm auch auf seinem Lebensweg in ähnlicher Weise widerfahren sind. Klaus Barski ist dementsprechend natürlich kein Leisetreter. Gerne erzeugt der Werbeprofi Aufsehen. So als er anlässlich der Veröffentlichung seines Romans 'Der deutsche Konsul' medienwirksam echte und gefälschte Dollars aus dem Fenster warf. Oder als er mit Luxuslimousine im Frankfurter Café Schwille aufkreuzte um einen Ozelot an einer Eisenkette auszuführen - Klaus Barski: eben ein echter (Erfahrungs-)Millionär mit Tick und Charme. Sein letzter Roman bei Solibro hieß: 'Prügel für den Hausbesitzer. Tatsachenroman eines Immobilienspekulanten'. Ein Roman, der die Tricks auf beiden Seiten der Tür zeigt, deshalb für Mieter wie Vermieter gleichsam interessant.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 02.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783932927898
    Verlag: Solibro Verlag
    Serie: cabrio Bd.3
    Größe: 8042 kBytes
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Sweet Florida Keys

Am nächsten Tag legte ich meinen Entwurf bei der Druckerei Porten vor und bat um ein Angebot für tausend Exemplare.

"Normal machen wir kein Sofortangebot. Aber für die Kirche und ein einfaches Wickelfalz-Prospektblatt, da mache ich eine Ausnahme. Ich rechne Ihnen den Preis jetzt aus", sagte der Mann in der Auftragsannahme. Er setzte sich an seinen Schreibtisch und schrieb etliche Zahlen auf ein Blatt Papier. Nach ein paar Minuten kam er zurück.

"Die ersten tausend Prospekte kosten zweihundert Mark. Weil der Hauptteil des Satzes bei den Veranstaltungen stehenbleibt, werden es danach nur circa hundertachtzig Mark pro Ausgabe", erklärte er mir.

"Bei vierhundertfünfzig Mark Anzeigenerlös, abzüglich Druckkosten, würde das Blatt rund zweihundertfünfzig Mark Profit pro Monat bringen", rechnete ich mir auf der Straße laut vor und ging zur St. Bonifatius-Kirche rüber.

Im Pfarrhaus, neben der Kirche, fragte ich die Haushälterin nach dem Herrn Pfarrer.

"Der ist im Moment in der Sakristei ... drüben, durch den Seiteneingang. Gehen Sie ruhig zu ihm. Er hat bestimmt ein paar Minuten für Sie", sagte sie freundlich.

Ich ging rüber, klopfte, und der Pfarrer, ein aufgeschlossener älterer Herr, hörte mir aufmerksam zu, als ich ihm den Entwurf präsentierte.

"Kostet bestimmt viel Geld", meinte er.

"Nein. Für Sie kostenlos. Ich finanziere den Druck und mein Honorar aus den Anzeigen", erklärte ich.

Mit einem amüsierten Lächeln stimmte er zu.

"Gut. Ich probiere es. Das erste Exemplar schicke ich dann meinem Bischof."

Ich bat ihn um ein Empfehlungsschreiben und eine Liste der Geschäftsleute unter seinen Gemeindemitgliedern. Mit diesen wertvollen Dokumenten in der Tasche bin ich dann fröhlich pfeifend nach Hause gegangen, um Mutter die gute Nachricht mitzuteilen.

Mit Entwurf und Pfarrerbrief klapperte ich die nächsten Tage die aufgeführten Firmen ab. Jedem verkaufte ich zwölf Anzeigen, mit zehn Prozent Jahresrabatt. Sie genierten sich, nein zu sagen, weil ich von der Kirche kam. Das erste Blatt stand dann. Finanziell war das Erscheinen im Nu gesichert. Für ein volles Jahr. Sagenhaft!

Am Monatsanfang holte ich das Manuskript vom Pfarrer und brachte ihm zwei Tage später seine Blätter. Ich hatte als Titel "St. Bonifatius-Nachrichten" in gotischer Schrift setzen lassen. Das gefiel ihm besonders.

"Peter, das hast du gut gemacht. Die St. Bonifatius-Gemeinde hat bestimmt das beste Mitteilungsblatt in ganz Norddeutschland", lobte er mich.

Als nächstes besuchte ich den Pfarrer der Nachbargemeinde. Ihm konnte ich nun bereits ein fertiges Blatt zeigen. Der war richtig neidisch auf den anderen Pfarrer. Als er hörte, daß es nichts kostete, machte er sofort mit. Ich hatte einen Goldesel. Einen, der in alle Ewigkeit Geld schiß!

Weil ich noch minderjährig war, meldete meine Mutter das Gewerbe an. Unser Wohnzimmer wurde zum Büro. Ich kaufte mir eine gebrauchte Schreibmaschine und druckte mir Firmenbogen. Ich schuftete Tag und Nacht. Nach vier Monaten waren vierzehn Gemeinden bei uns Kunde. Das brachte jeden Monat vierzehn mal zweihundertfünfzig Mark, also rund dreitausendfünfhundert Mark. Ein Wahnsinnsgeld! Aus der Zeitung wußte ich, daß der Direktor der örtlichen Sparkasse nur fünfzehnhundert Mark im Monat verdiente.

Ich kam mir vor wie ein kleiner Midas.

Nach bestandener F

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