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Tage der Trauer: historischer Roman Roana -Sequel 1 von Brüning, Máire (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Tage der Trauer: historischer Roman

Nach dem blutigen Kampf auf der Glouburg wünschen Roana und Rafael sich nichts sehnlicher, als in ihre Heimat Sizilien zurückzukehren. Doch für sie gibt es keine Rast. Ihre Widersacher sind noch am Leben und schmieden Rachepläne. Die Männer sind auf der Suche nach einem brisanten, angeblich verschollenen Dokument, welches in der Lage ist, die gesamte christliche Weltordnung für immer zu verändern. Es soll sich im Besitz einer jungen Klosternovizin befinden. Rafael und Roana machen sich auf, um das Mädchen zu entführen- und werden dabei in mysteriöse Ereignisse verstrickt, die es beinahe unmöglich machen Gut und Böse zu unterscheiden.

Máire Brüning, geboren1966 wuchs in einer Region auf, die reich ist an Zeugnissen staufischer Baukunst. Dadurch begeisterte sie sich schon als Kind für alte Ruinen, Sagen und Ritterrüstungen; ihre Leidenschaft für Geschichte und das Mittelalter führte sie schließlich zum historischen Roman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 170
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738033458
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 698kBytes
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Tage der Trauer: historischer Roman

Die vorliegende Geschichte beginnt im November 1254, zeitlich nur wenige Tage nach dem Ende des Buches "Roana".

Wer die Vorgeschichte nicht kennt, wird vielleicht nicht ganz so viel Spaß an der Lektüre haben. Trotzdem lässt sich "Tage der Trauer" auch ohne Vorkenntnisse lesen. Um das Verständnis ein wenig zu erleichtern, habe ich dem Buch noch eine Personenliste mit kurzen Erläuterungen beigefügt.

Die Geister der Toten

Dem frisch ernannten Grafen von Rodéna wurde, als er an das Tor des Klosters Konradsdorf pochte, mitgeteilt, dass seine Anwesenheit nicht erwünscht sei. Zumindest legte Rafael die Tatsache, dass die Schwester Pförtnerin ihm, kaum dass er ihr den gräflichen Siegelring gezeigt hatte, das Besucherfenster vor der Nase zuschlug, als eine solche Aufforderung aus und verließ unverrichteter Dinge das Klostergelände. Bei seinen Gefährten angekommen, nahm er seiner Gemahlin die Zügel ab und schwang sich wortlos in den Sattel seines Pferdes. Roana wendete ihren Fuchs, ohne eine Frage zu stellen; aus Ahmads pelzgefütterter Kapuze jedoch drang ein erstickter Laut. Rafael drehte sich im Sattel um. Der Sarazene starrte zum Kloster hinauf und presste die Faust zwischen die Zähne.

"Es ist nicht deine Schuld", sagte Roana nüchtern.

"Doch!" Rafael fuhr zu ihr herum. "Es ist meine Schuld. Ich hätte diesem Plan nie zustimmen dürfen." Er tippte sich ungeduldig an die Brust. "Du hast uns gewarnt. Aber ich war nicht imstande zu akzeptieren, dass du recht haben könntest. Ich habe dich ignoriert, weil ich dachte, du würdest dich absichtlich gegen mich stellen, um mich zum Gespött der ..."

Er konnte mit einem Mal nicht weitersprechen. Mit einem Gefühl wie Würgen im Hals kehrte er ihr den Rücken zu. "Ich fürchte, das Alte Testament sagt die Wahrheit. Gott ist rachsüchtig. Und er lässt mich büßen, dass ich Gandar habe sterben lassen ..."

Plötzlich lag ihre Hand auf seinem Arm. "Du musst damit aufhören", befahl sie streng. "Gott hat nichts damit zu tun. Du selbst bist es, der sich nicht vergeben kann. Aber das musst du. Nichts von dem, was geschehen ist, lag in deiner Hand."

Rafael dachte, dass er seiner Frau gerne etwas Versöhnliches gesagt hätte. Beschämt rang er um Worte, aber vergeblich. Schließlich schüttelte er den Kopf, schlug seinem Hengst die Fersen in die Flanken und lenkte ihn auf den Karrenweg zurück.

Es war ein frostklirrender Novembertag. Der Morgentau hatte sich in glitzernden Raureif verwandelt. Stille hüllte die Wiesen und Felder ein, einzig durchbrochen vom gelegentlichen Krächzen einer Krähe und dem dumpfen Getrappel der Pferdehufe.

Rafael erschien das Krächzen wie Gelächter. Schon den ganzen Tag hatte er das Gefühl gehabt, beobachtet zu werden, von etwas Unerbittlichem und Kaltem, das nur darauf zu warten schien, dass er scheiterte. Er wandte sich im Sattel um und sah zurück auf das Kloster. Dunkelbraun und düster standen Kapelle und Nonnenhaus vor dem blassgrauen Himmel und starrten mit der gleichen Arroganz auf ihn herab, mit der die Schwester Pförtnerin seinen Status als Bote des Markgrafen von Glouburg abgetan hatte. Er ballte die Fäuste. Eine derartige Missachtung konnte er nicht dulden.

Doch dann schüttelte er den Kopf. Sich etwas vorzumachen war vertane Zeit. Er besaß den Siegelring eines toten Grafen, ohne über dessen Machtmittel zu verfügen. Einen Ring, der sich als wertlos erwiesen hatte, weil niemand ihm den geschuldeten Gehorsam entgegenbrachte. Was zur Hölle hatte Richard von Glouburg getan, um diese Ablehnung hervorzurufen?

Darüber dachte er nach.

Plötzlich störte ihn die Stille beim Nachdenken. Rafael ließ die Lider sinken. Mit geschlossenen Augen überkam ihn eine seltsame Unfähigkeit, sich Gandars Antlitz vorzustellen. Also machte er die Augen wieder auf und sah zu seiner Gemahlin hinüber. Sie musste gespürt haben, dass er sie ansah, denn sie wandte ihm ihr G

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