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Tagebuch einer Kammerzofe Erotischer Roman von Mirbeau, Octave (eBook)

  • Verlag: venusbooks
eBook (ePUB)
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Tagebuch einer Kammerzofe

Die tabulosen Eskapaden der feinen Gesellschaft: Der erotische Klassiker 'Tagebuch einer Kammerzofe' von Octave Mirbeau als eBook bei venusbooks. Wenn die Sünde zur Mode wird ... Frankreich im 19. Jahrhundert: Die hübsche Kammerzofe Célestine hat gelernt, gute Miene zum lasterhaften Spiel zu machen. Die Damen und Herren der feinen Gesellschaft nehmen sich ohne Scham, was sie wollen - auch Célestines Unschuld! Der darauffolgende Skandal zwingt die junge Frau, ihr geliebtes Paris zu verlassen, um eine Anstellung auf dem Land zu suchen. Als sie entdeckt, dass auch im Haus von Monsieur Jean ungezügelte Leidenschaft regiert, beschließt Célestine, sich für ihre geraubte Unschuld zu rächen - und selbst zur ebenso strengen wie unwiderstehlichen Verführerin zu werden ... Die unverblümten Schilderungen der Kammerzofe Célestine sind ebenso provokativ wie reizvoll - ein skandalumwitterter Klassiker der erotischen Literatur, der mit sündigen Eskapaden lockt. Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Tagebuch einer Kammerzofe' von Octave Mirbeau. Lesen ist sexy: venusbooks - der erotische eBook-Verlag. Jugendschutzhinweis: Im realen Leben dürfen Erotik und sexuelle Handlungen jeder Art ausschließlich zwischen gleichberechtigten Partnern im gegenseitigen Einvernehmen stattfinden. In diesem eBook werden fiktive erotische Phantasien geschildert, die in einigen Fällen weder den allgemeinen Moralvorstellungen noch den Gesetzen der Realität folgen. Der Inhalt dieses eBooks ist daher für Minderjährige nicht geeignet und das Lesen nur gestattet, wenn Sie mindestens 18 Jahre alt sind. Octave Mirbeau (1848 - 1917) arbeitete zunächst als Beamter im französischen Staatsdienst, bis er sich 1877 entschloss, Schriftsteller zu werden. Über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt wurde er mit dem Roman 'Tagebuch einer Kammerzofe', der bereits mehrfach verfilmt wurde - zuletzt 2015. Zeitlebens ein Kämpfer gegen verlogene Moral und soziale Missstände, liebte er den Skandal und engagierte sich nicht nur mit bitterbösen Glossen: So beglich er die Strafzahlung, zu der Émile Zola wegen seiner berühmten Schrift 'J'accuse', die die Öffentlichkeit über die wahren Hintergründe der Dreyfus-Affäre informieren sollte, verurteilt worden war. Bei venusbooks erscheinen ebenfalls die erotischen Klassiker 'Der Garten der Qualen - Ein SM-Roman' und 'Tagebuch einer Kammerzofe' von Octave Mirbeau.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 265
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958856097
    Verlag: venusbooks
    Größe: 733kBytes
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Tagebuch einer Kammerzofe

14. September

Heute, an diesem regnerischen Tag, habe ich um drei Uhr nachmittags eine neue Stellung angetreten. Es ist bereits die zwölfte im Verlaufe von nur zwei Jahren. Es ist mir unmöglich, all die Stellungen aufzuzählen, die ich innerhalb der letzten Jahre angetreten und auch bald wieder aufgegeben habe. Eines jedoch steht fest: Ich bin zahlreichen edlen Gesichtern begegnet, hinter denen sich schmutzige Seelen befunden haben. Heutzutage ist es wirklich schwer, es seiner Herrschaft recht zu machen, es ist unglaublich, wissen Sie!

Ohne Madame vorher jemals gesehen zu haben, nahm ich diese Stelle also an, einer Anzeige im Figaro folgend. Ein wenig Korrespondenz mit meiner neuen Herrin ging voraus, mehr war es nicht. Diese Art Glücksspiel bereitet einem oftmals so manche Überraschung. Ihre Briefe waren sehr redegewandt und von gepflegtem Stil, ihre Worte lassen auf einen äußerst pedantischen Charakter schließen. Ihr Briefpapier ist nichts Besonderes, was auf einen gewissen Geiz schließen lässt, jedoch möchte ich hier nicht voreilig sein. Ich bin ja nun wirklich nicht reich, doch in Bezug auf mein Briefpapier achte ich nicht auf das liebe Geld.

Ich überantworte meine Zeilen einem Papier, das nach "Peau d'Espagne" riecht, feines Papier, welches ich bei meiner letzten Herrschaft mitgehen ließ. Einige der Bögen tragen sogar gravierte Grafenkronen, etwas, das Madame vermutlich ganz schön in Erstaunen versetzt hat.

Ich bin jetzt jedenfalls in der Normandie, in Mesnil-Roy, um genau zu sein. Madames Besitz liegt etwas außerhalb dieses kleinen Ortes und nennt sich Le Prieuré.

Ein wenig besorgt bin ich schon darüber, dass ich mich in die Provinz habe leiten lassen. Was ich davon bisher gesehen habe, beruhigt mich keinesfalls, und ich gäbe einiges darum, zu erfahren, was mich hier noch alles erwartet. Ich nehme mal an, die üblichen Scherereien. Etwas also, das unser Beruf ganz automatisch zu Haufe hervorbringt.

Ich hatte keine Wahl, also, auf ins Abenteuer.

Es ist dies nicht meine erste Anstellung in der Provinz. Vor gut vier Jahren hatte ich eine auf dem Lande. Kurz nur, wie zumeist. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, es ist mir, als wäre es gestern gewesen. Lassen Sie mich berichten ...

Bevor ich nun aber damit beginne, möchte ich dringlichst darauf hinweisen, dass ich mir in meinem Tagebuch kein Blatt vor den Mund nehme und vor keinem auch noch so unmoralischen Detail Halt mache!

Hier nun also die Episode:

Ich war von einer dicken Haushälterin als Kammerzofe zu einem gewissen Monsieur Rabour in die Provinz Touraine engagiert worden und, wie so oft, geschah dies über ein Vermittlungsbüro.

Ich wurde an einem Bahnhof pünktlich von einem schlecht gelaunten Kutscher abgeholt.

"Soso, dann sind Sie wohl die neue Kammerzofe des Monsieur Rabour?", fragte der.

"Ja, ich bin es."

"Führen Sie wohl auch Gepäck mit sich?"

"Ja, Gepäck habe ich auch!"

Monsieur Louis, wie ihn die Bahnhofsbeamten nannten, veranlasste das Verladen meiner Gepäckstücke in die Kutsche.

"Steigen Sie jetzt also ein?"

Ich setzte mich neben ihn auf den Kutschbock und wir trabten los.

Ich konnte fühlen, wie er mich während der Fahrt genau musterte. Ich erkannte sofort, dass ich es hier mit einem ungehobelten Bauernlümmel zu tun hatte, der vorher wohl noch nie in einem wohlhabenden Haus gedient hatte. Schade irgendwie, denn ich liebe diese Livreen, mit den eng anliegenden Hosen aus weichem, geschmeidigem, weißem Leder. Louis fehlte es an all dem Schick. Er trug noch nicht einmal Handschuhe, der Anzug war ihm viel zu groß und auf dem Kopf trug er eine seltsame flache Mütze, die mit einer doppelten goldenen Tresse mehr zu sein versuchte, als sie eigentlich war.

Er sah irgendwie grimmig und Furcht einflößend aus. Naja, am ersten Tag spielen sie sich vor den Neuen immer auf, etwas, das sich dann o

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