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Tanzen unterm Mistelzweig Roman von Sommer, Katharina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2019
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
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Tanzen unterm Mistelzweig

Ballett, Big Apple und ein kleines Weihnachtswunder! Für alle die noch an die große Liebe glauben. In New York feiert die junge Primaballerina Maddison Clark erste Erfolge. Doch als sie sich bei einem Sturz eine schwere Knöchelverletzung zuzieht, steht ihre Karriere als Profitänzerin auf dem Spiel. Zur Genesung kehrt Maddie auf die Familienranch in das verschneite Kanada zurück und wird prompt mit einigen Überraschungen, schmerzhaft wie gefrorene Schneebälle, bombardiert. Denn ihr Exfreund Adam ist verlobt und die Auserwählte kennt Maddie nur zu gut. Als wäre damit das emotionale Chaos noch nicht vollkommen, tritt Rancharbeiter Dylan in ihr Leben und bringt ihr Herz wieder zum Tanzen. Bei einer Ballettaufführung an Weihnachten muss sich Maddison entscheiden - die Liebe oder ihre Karriere? Katharina Sommer wurde im November 1998 in Graz geboren und wuchs in einer dreiköpfigen Familie, samt Katze, außerhalb der Kleinstadt Gleisdorf in Österreich auf. Schon früh entdeckte sie die Leidenschaft zum Schreiben und fand in der Internetcommunity von Wattpad, in welcher sie unter dem Pseudonym AniratakRemmos unterwegs ist, eine große Unterstützung und Motivation in ihren Leserinnen und Lesern, welche sie darin bestärkten ihr erstes Buch zu Ende zu schreiben. Derzeit verbringtsie ihre Tage in den Bibliotheken der Universität Graz, wo sie Deutsch und Geschichte auf Lehramt studiert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 01.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492986243
    Verlag: Piper Verlag
    Größe: 4545 kBytes
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Tanzen unterm Mistelzweig

Kapitel 1

Anstatt die Landschaft hinter den Glasfenstern verschwinden zu sehen, wie es bei den New Yorker U-Bahnen mit den grell beleuchteten Bahnstationen der Fall war, starrte mir gähnende Leere entgegen. Mit der Geschwindigkeit einer altersschwachen Weinbergschnecke tuckerte der Bus über die Landstraße - nicht ohne Grund hatten meine Schwester und ich in unserer Kindheit das in die Jahre gekommene Gefährt als Bummelbus bezeichnet. Aber das war kein Wunder, da der alte Busfahrer Barry mehr darauf bedacht war, ein Gespräch in Gang zu setzen, als auf die Straße zu achten. Das Schild Sprechen Sie nicht mit dem Fahrer lächelte mir nur mitleidig zu, während ich seufzend aus dem Fenster sah.

"Meine Frau will schon seit Jahren nach New York, aber ich sag ihr immer, das ist nichts für uns. Viel zu groß und voll. Außerdem schmutzig, und die Leute sollen unhöflich sein", führte Barry Blake seinen Monolog weiter aus.

Auch auf die Gefahr hin, wie ein unhöfliches New Yorker Großstadtgör zu reagieren, zog ich missmutig die Brauen hoch. "New York ist eine ganz zauberhafte Stadt, besonders im Winter." Small Talk war nicht so meine Stärke, und ich verfluchte meine eigene Wenigkeit dafür, mich so weit vorne hingesetzt zu haben. Die Schuld lag dabei allerdings bei meinen Krücken, mit denen es eine Tortur gewesen wäre, den langen Gang nach hinten zu gelangen.

"Ach, aber Maple Valley hast du doch bestimmt trotzdem vermisst - nicht?", antwortete Barry und winkte ab. "Die Landschaft und die Weite, so frei kann man sich in New York unmöglich fühlen. Aber das muss ich dir ja nicht sagen, immerhin bist du wieder da. So ist es mit den meisten. Bilden sich ein, in der großen Stadt zum Erfolg zu kommen, und nach einem Jahr sind sie wieder zurück." Er schüttelte melancholisch den Kopf. "Mit zerplatzten Träumen."

Ich knirschte mit den Zähnen. "Fünf Jahre", verbesserte ich ihn.

"Was?" Beinahe etwas überrascht, dass ich mich doch noch mal zu Wort meldete, warf er mir einen kurzen Blick zu. Dabei verriss er das Lenkrad, und ich musste mich an die Armlehne klammern, wobei meine Krücken zur Seite rutschten und klappernd auf den Boden fielen. "Wie schnell die Zeit vergeht."

"Fünf Jahre war ich in New York, und nach Hause komme ich nicht wegen zerplatzten Träumen, sondern, um mich kurzzeitig von einer Verletzung zu erholen. Lange werde ich nicht hierbleiben." Das hoffte ich zumindest inbrünstig.

"Schade, schade, das muss man schon sagen. Gerade bei eurer schönen Ranch. Dein Vater hat es nicht leicht. Nur Töchter, und alle gehen weg - wer soll da die Farm übernehmen?"

Darauf wusste ich nicht viel zu erwidern. Nachdem ich bereits mit 16 Maple Valley verlassen hatte, um die National Academy of Dance zu besuchen und fortan nur noch die Wochenenden und Ferien zu Hause verbrachte, wohnte meine Schwester Ally wenigstens während ihres Studiums weiterhin bei meinen Eltern. Als sie dieses jedoch vor einigen Monaten abbrach und einen Job in einem kleinen Laden in unserem Dorf begann, zog sie ebenfalls aus. Einzig Jessy, die Jüngste, lebte mit Mom, Dad und unseren Großeltern auf der Ranch. Aber da sie ein Freigeist war, würde auch sie sich nicht mit Maple Valley zufriedengeben und stattdessen in die Welt hinausziehen. Davon war ich überzeugt.

"Im Grunde haben wir doch alle gedacht, du und Adam würdet heiraten und die Ranch fortführen."

Meine Laune wurde, wenn möglich, noch schlechter. Mein Ex-Freund hatte mir gerade noch gefehlt. Der eine Tag, den wir verlobt gewesen waren, zählte nicht wirklich, und vom Heiraten waren wir damit weit entfernt gewesen. Dennoch war er meine große Jugendliebe gewesen, und folglich würde ich ihn nie ganz aus meinem Leben und meinen Gedanken streichen können. "Ich wollte schon immer tanzen und etwas erreichen", entgegnete ich eine Spur zu forsch. "Aber glücklicherweise geht es meinen Eltern gut, und sie werden die Ranch noch lang

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