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Tanzende Steine von Berman, Shari J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.04.2013
  • Verlag: édition el!es
eBook (ePUB)
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Tanzende Steine

Sally lernt Ricki als Kind im Sommer 1978 auf einem Campingplatz kennen, während sie Steine über das Wasser tanzen lässt. Die beiden Mädchen mögen sich auf Anhieb. 18 Jahre später sehen sie sich wieder, mittlerweile sind beide mit anderen Frauen liiert. Doch die Liebe, die sie als Kinder noch nicht benennen konnten, erfasst sie erneut. Ob es nun aber wirklich Liebe ist oder nur Sex, das müssen sie erst einmal herausfinden ..

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 29.04.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956090462
    Verlag: édition el!es
    Originaltitel: Skipping Stones
    Größe: 649 kBytes
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Tanzende Steine

SOMMER 1978
Eine unvergessliche Freundin

" W illst du etwa die ganze Zeit hier sitzen und deine Nase in dieses Buch stecken? Warum gehst du nicht ein bisschen raus? Ich wette, hier gibt es auch noch andere Kinder in deinem Alter."

Keine Antwort. Nancy Morris legte eine Hand leicht auf die Schulter ihrer Tochter und nahm ihr mit der anderen das Buch aus der Hand.

"Petey", schimpfte ihre Tochter Sally gedankenverloren, ohne von ihrem Buch aufzusehen. "Lass mich in Ruhe. Das sage ich Ma . . . Ma?"

"Du hast kein Wort von dem gehört, was ich gesagt habe, stimmt's?" seufzte Sallys Mutter. "Wirklich Sally, ein bisschen Bewegung und Sonnenlicht würden dir so guttun. Geh ein bisschen raus. Vielleicht lernst du ein paar andere Kinder kennen. Das Buch wird immer noch auf dich warten, wenn du zurückkommst." Sie reichte Sally das zugeklappte Buch. Sally legte es auf ihren Rucksack, der neben ihr am Boden lag.

"Schon gut, schon gut. Dann werde ich eben einmal um diesen doofen Platz herumlaufen", schimpfte sie.

"Genau, gute Idee." Gott helfe mir. Dabei ist sie noch nicht einmal ein Teenager.

Sally steckte die Hände in die Taschen ihrer Jeans und verließ schmollend den Zeltplatz der Familie Morris, den ihr Vater nach dem erfolgreichen Aufbau der beiden kleinen Dreimannzelte "Camp Morris" getauft hatte. Sie saß nicht nur in diesem bescheuerten Campingurlaub fest, sondern musste sich auch die ganze Nacht über anhören, wie ihr Bruder Petey im Schlaf ständig diese lästigen Pfeiftöne von sich gab.

Sie ging zum See hinunter. Dort würde sie ein paar Minuten lang Steine ins Wasser werfen. Dann würde sie eine Abkürzung nehmen und von der anderen Seite wieder zum Zeltplatz zurückkehren. Ihre Mutter würde denken, dass sie einmal um den Platz herumgelaufen wäre und "Miss Wohlerzogen" gespielt hätte - ein Mädchen, das von allen anderen gemocht wurde, niemals aber einen Preis in einem dieser Schönheitswettbewerbe gewinnen würde.

Sally warf ein paar Steine ins Wasser. Mit lautem Platschen gingen sie unter. Ihr Vater konnte sie über das Wasser tanzen lassen. Als sie noch kleiner war, hatte er ihr erzählt, das sei Zauberei.

"Du musst sie so werfen", sagte eine Stimme hinter ihr. Sie drehte sich um und erblickte das blondeste Mädchen, das sie je gesehen hatte. Sie stand hinter ihr und hielt lauter Steine in der Hand.

Sally tat es ihr nach. Ein Hüpfer. "Holla", sagte sie, beeindruckt von ihren eigenen Wurfkünsten.

Das blonde Mädchen kam näher. Sie warf noch einen Stein. Drei Hüpfer. Offenbar hatte sie das schon geübt.

"Ich heiße Sally. Und du?" fragte sie das blonde Mädchen.

"Ricki."

"Ricki? Du spinnst ja. Das ist ein Jungenname."

"Nö. Ich schreibe mich mit einem 'i'."

"Oh. Und wie alt bist du?"

"Man fragt eine Dame nicht nach ihrem Alter!"

"Entschuldige, Ricki mit 'i', ich wusste nicht, dass du so eine feine Dame bist", sagte Sally und wiederholte damit einen Witz, den sie mal im Fernsehen gehört hatte.

Ricki warf noch einen Stein. Vier Hüpfer. "He, du bist ja ganz schön witzig", sagte sie.

Bei dem dankbaren Publikum . . .

Ricki zog Sallys Ellenbogen ein wenig zurück. "Halt deinen Ellbogen so, und dreh dein Handgelenk zur Seite." Sally versuchte es auf diese Weise. Zwei Hüpfer. Nicht schlecht für eine Anfängerin.

"Ich bin zwölf", sagte Ricki.

"Ich auch . . . na ja, in sechs Wochen werde ich zwölf."

"Gehst du gerne zelten?"

"Äh, du?"

"Klar."

"Oh, ich auch." Sally traute sich nicht zuzugeben, dass sie bis vor fünf Minuten vor Langeweile fast gestorben wäre.

Nachdem sie das Spiel mit den Steinen satt hatten, brachte Sally Ricki ihr Lieblingsspiel bei: Wörterbuch . Sie erklärte Ricki, wie es ging: "Du denkst dir ein Wort. Irgendein Wort. Dann sage ich ein Wort, und du

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