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Tausendturm Die Rückkehr der Hexenfürsten von Isik, Sebahat Gülüzar (eBook)

  • Verlag: novum pro Verlag
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Tausendturm

Als Prinzessin Arunia verschwindet, bietet der König in seiner Verzweiflung einer Hexe das halbe Königreich an, wenn sie seine Tochter wohlauf zurückbringt. Doch er bricht sein Wort und wirft die Hexe stattdessen ins Verlies. Aus Rache bemächtigt sie sich des Körpers seiner ältesten Tochter Isaura und übernimmt die Herrschaft über sein Reich, während Isaura im Körper der Hexe gefangen ist. Bald verbündet sie sich mit anderen Hexenfürsten und ein neues Hexenimperium entsteht. Nun ist kein Mensch mehr sicher vor ihren Machenschaften: Sie verfolgen die Menschen, berauben sie ihrer Seelen, sperren sie ein oder machen sie zu ihren Sklaven. Prinzessin Arunia gelingt die Flucht. Sie verbündet sich mit den umliegenden Königshäusern, um Tausendturm zu befreien. Doch haben sie überhaupt eine Chance?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 236
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990485712
    Verlag: novum pro Verlag
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Tausendturm

Königskinder

Es war die Nacht, in der die Königin ihr erstes Kind empfing, ein Mädchen. Sie nannten es nach ihrer Großmutter: Isaura. Ein Jahr nach dieser Niederkunft brachte die Königin ihr zweites Kind zur Welt, wieder ein Mädchen. Doch die Freude über die Geburt der kleinen Prinzessin Arunia war nur von kurzer Dauer. Es war ein schwarzer Tag im Königreich Tausendturm. Die Vorfreude auf die zweite Niederkunft der Königin verwandelte sich urplötzlich in Trauer, als die Königin nur kurze Zeit nach der Geburt verstarb. Der Schmerz und die damit verbundene Trauer um seine geliebte Elisabetta begleiteten den König danach über viele Jahre hinweg. Selbst neunzehn Jahre nachdem seine geliebte Gattin verstorben war, hatte er nicht wieder geheiratet. Sie war die Liebe seines Lebens gewesen. Entgegen all ihren Befürchtungen über die Jahre, in denen sie unfruchtbar gewesen war, hatte der König nicht wieder geheiratet.

Jedes Mal, wenn er sich in seine Gemächer zurückzog, erinnerte er sich an den lauen Sommerabend in Mohnland, als er sie das erste Mal an der Seite ihres Vaters gesehen hatte. Es war an einem Turnier der Könige, die der Herrscher von Mohnland alljährlich ausrichtete, um die Wogen nach jahrelangem Krieg zwischen dem Reich Mohnland und den Nachbarländern zu glätten. Vom ersten Augenblick an hatte sie ihn ganz und gar verzaubert. Von diesem Tag an hatte der junge Prinz Porheneb und Thronerbe von Tausendturm nur noch Augen für Prinzessin Elisabetta. Keine andere schien ihm angemessener als sie, die schönste und anmutigste von allen Prinzessinnen, die man ihm bis zu diesem Tag vorgestellt hatte.

Ihr blondes lockiges Haar, das sehr ungewöhnlich war für eine Prinzessin aus dem Mohnland, da die meisten von ihnen dunkles Haar hatten, fiel weit über ihre schmalen Hüften bis zu den Wurzeln ihres Gesäßes. Hingegen all den verhätschelten Prinzessinnen, die er kannte, hatte sie hervorragende Manieren.

Obwohl man ihm wegen ihres Vaters von einer Heirat dringend abriet, ließ der Prinz sich von seinem Vorhaben nicht abbringen und heiratete Elisabetta nur wenige Monate, nachdem er sie das erste Mal gesehen hatte. Diese Heirat zwischen den beiden Königshäusern sicherte gegen allen Zweifel den Frieden zwischen Tausendturm und dem Mohnland.

Die Zeit mit ihr war die glücklichste Zeit seines Lebens gewesen. Und gerade als er dachte, sein Leben hätte seinen Höhepunkt erreicht, da sie ihm endlich Nachkommen schenkte, da spielte ihm das Schicksal dieses böse Spiel und die Götter nahmen ihm seine geliebte Gattin. Die ersten Monate nach ihrem Tod waren für ihn wie ein Irrweg durch eine unendliche Dunkelheit, die ihn umzingelte wie eine Nacht, die nie enden wollte. Von Kummer zerfressen, vergaß der König alles um sich herum. Er überließ seine Erstgeborene und den Säugling den Ammen und verbrachte oft Wochen auf der Jagd. So konnte er der Realität wenigstens für eine kurze Zeit entfliehen. Oft betrank er sich auf der Jagd, damit er nach seiner Rückkehr die Gegenwart ertrug.

Der Todestag seiner Gattin war mitunter der Tag, an dem er seinen Glauben an die Götter verloren hatte. Seit diesem Tag hatte nie wieder ein Papst die Mauern seines Schlosses betreten und kein einziges Gebet mehr seine Lippen verlassen. Nichts war mehr so, wie es einst gewesen war, als würde die Welt, wie er sie einst gekannt hatte, auf dem Kopf stehen.

Wäre nicht die Bürde der Regierung gewesen und die Verantwortung für seine beiden Töchter - er hätte sich das Leben genommen und wäre seiner Gattin in den Tod gefolgt.

Nie im Leben hätte er gedacht, dass gerade eines seiner Kinder, welches er sich so sehnlichst gewünscht hatte, den Tod seiner Gattin herbeiführen würde. Und ebendieses Kind war es denn, das ihn zurück ins Leben holte. Es war der seligen Königin wie aus dem Gesicht geschnitten. Sein fröhliches Lachen

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