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The Comte - Das gefesselte Herz Roman von Harris, Edie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.12.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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The Comte - Das gefesselte Herz

EIN MANN, DER SICH HINTER TAUSEND LÜGEN VERBIRGT Comte Gaspard Toussaint ist wohlbekannt in der Pariser Gesellschaft, seine Vorliebe für das eigene Geschlecht ein offenes Geheimnis. Doch das Gesicht, das Gaspard seinen Mitmenschen zeigt, ist nichts als eine Maske. Und hinter dieser Maske lauert Dunkelheit ... EINE FRAU, DIE IHM GEFÄHRLICH NAHE KOMMT Gaspard benötigt dringend Geld, und niemand hat mehr Geld als die englische Erbin Claudia Pascale. Durch ihr Stottern eine soziale Außenseiterin, sollte sie leichte Beute sein. Doch eine einzige Berührung von ihr reicht, und seine Maske bekommt Risse ... EINE LIEBE, DIE IN DEN ABGRUND FÜHRT Was als geschickt geplante Verführung beginnt, gerät schnell außer Kontrolle, denn Gaspard kann nicht genug von Claudia bekommen. Selbst wenn das bedeutet, dass er sie mit sich in die Dunkelheit zieht ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 319
    Erscheinungsdatum: 10.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732514748
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: The Corrupt Comte
    Größe: 1237 kBytes
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The Comte - Das gefesselte Herz

1

Paris, 9. Februar 1820

Sie spricht nicht viel, dachte Gaspard Toussaint auf der anderen Seite des Salons. Still stand sie da und beobachtete das ausgelassene Treiben mit großen Augen. Aus ihrem Blick sprach Bestürzung, nicht Angst.

Älter als achtzehn konnte sie nicht sein. Sie verströmte Unschuld wie die reiferen Frauen schwere Parfüms. Den Mund fest geschlossen, sah sie zu, wie die Damen mit verbundenen Augen kichernd um die Sitzmöbel rannten und betrunkene Herren mit ausgestreckten Armen ihre Mitspielerinnen jagten.

Ausgelassenes Gelächter füllte den überheizten Raum, doch Gaspard lachte nicht mit. Seine Rolle bei solchen Spielen war es, in den Nischen zu sitzen, das Geschehen milde amüsiert zu verfolgen und die Umstehenden mit trockenen Bemerkungen zu unterhalten.

Unterdessen konnte er nicht aufhören, die junge Dame anzusehen. Ihre Naivität schien ihr geradezu durch die Haut, ein Leuchtfeuer, das seinen Blick anzog, seit sie den Salon betreten hatte. Kurz vor ihr war der blonde Mann gekommen, der jetzt neben ihm stand.

"Du bist wieder trübsinnig, Gaspard", murmelte Sabien Purvis. "Geh doch ein, zwei Schürzen jagen!" Dann lachte er über den eigenen Witz.

Gaspard lächelte ironisch. "Das sollte ich wohl eher dir überlassen, meinst du nicht?" Bei seinem nächsten Schluck Weinbrand riss er sich vom Anblick der stillen Demoiselle los und sah stattdessen, wie Maxence, der Baron Denney, eine quietschende Frau einfing.

"Zu langsam, Celeste", raunte Max ihr neckend zu und war alles andere als subtil in seinen Absichten, als er ihr um die Taille griff. "Du kennst die Konsequenzen."

"Aber ja, mein Herr." Nachdem sie die Augenbinde abgenommen hatte, setzte sie eine reumütige Miene auf und spielte in Übelkeit erregender Weise die Schüchterne. "Ab in die Wäschekammer?"

Max gab ihr einen Klaps auf den Hintern. "In der Tat." Der schwarzhaarige Baron wandte sich an die übrige Gesellschaft. "Fünfzehn Minuten ab jetzt." Damit zog er Celeste und ihren schweren Busen auf den Flur hinaus.

Sobald die zwei fort waren, wurde es ruhiger im Salon. Es blieb nun eine Viertelstunde Zeit bis zur nächsten Runde dieses lasziven Vergnügens, und die Männer würden sich unter den Frauen eine ausgucken, mit der sie die gewonnenen Minuten in der Wäschekammer verbringen wollten. Man goss die Gläser voll und kam zu kleinen Gruppen zusammen, um sich abzusprechen und über das Schicksal der Auserwählten nachzudenken.

Während der Pariser Wintermonate heiterten derlei Spiele häufig die Gesellschaftsabende auf, aber Gaspard nahm selten daran teil. Die Damen waren für die stümperhaften Flegel leichte Beute. Ihm machte diese Art Verführung keinen Spaß, selbst wenn er hätte mitspielen können, und dabei wäre ihm ein bisschen Spaß gerade recht gekommen. Leider zöge seine Teilnahme mehr Aufmerksamkeit auf ihn, als einem Mann in seiner heiklen Position angenehm sein konnte.

Sein Lächeln verschwand, und er trank einen Schluck Weinbrand, bevor er an Sabien eine Frage richtete. "Hinter welcher bist du heute Abend her?" Vor dessen Aufenthalt in London hatte der französische Heeresleutnant kaum eine Gelegenheit ausgelassen, sich wie einer dieser Filous aufzuführen. Dagegen war er seit seiner Rückkehr nach Paris recht still geworden.

Sabien zuckte die Achseln. "Hinter einer mit Titten."

"Wie ich sehe, bist du nicht wählerisch."

"Wäre das von Bedeutung? Es sind nur fünfzehn Minuten."

Gaspard zog eine Braue hoch. "In fünfzehn Minuten mit einer Frau kann viel passieren, soviel ich weiß." Oder auch in zehn, je nachdem, wie dringend es für den Mann war.

Was es für Gaspard im Hinblick auf Frauen immer war.

"Hast du wieder Bücher gelesen?" Sabien schüttelte spöttisch betrübt den Kopf und musterte sein Gegenüber aus seinen haselnussbraunen Augen. "Du bist doch recht ansehnlich. Du brauchst unter den Frauen hier nur zu wählen und kan

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