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The Ivy Years - Was wir verbergen von Bowen, Sarina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.06.2018
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 29.06.2018 per Download lieferbar

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The Ivy Years - Was wir verbergen

Scarlet Crowley hat nur einen Wunsch: vergessen und ganz von vorn beginnen. Doch das ist leichter gesagt als getan, wenn Journalisten jeden Schritt verfolgen, den man tut. Dass sie ausgerechnet jetzt den attraktiven Bridger McCaulley kennenlernt, passt ihr gar nicht in den Plan. Denn Bridger verbirgt ein noch größeres Geheimnis als sie - ein Geheimnis, dass ihre junge Liebe zerstören könnte, sollte es jemals an die Öffentlichkeit geraten ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 316
    Erscheinungsdatum: 29.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736307919
    Verlag: LYX
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The Ivy Years - Was wir verbergen

1

Die Aufgabe einer Torhüterin

Scarlet

In der Sekunde, in der ich den Garagentoröffner summen hörte, setzte ich mich in Bewegung. Ich musste nicht erst aus dem Fenster sehen, um mich davon zu überzeugen, dass meine Eltern wegfuhren. Wenn der Rasen vor dem Haus von drei neuen Vans belagert wird, öffnet man das Garagentor nicht einfach so zum Spaß. Die Nachrichtensender hatten im letzten Jahr Tausende Fotos vom Innenleben unserer Garage geschossen. Es hätte sich ja etwas Berichtenswertes darin befinden können.

Aber jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt, sich damit zu befassen.

Kaum hörte ich das Auto meiner Eltern auf der Straße Fahrt aufnehmen, riss ich auch schon meine Schranktür auf und holte die längst gepackten Reisetaschen und den Bücherkarton heraus. Dann trug ich die Sachen nach und nach zur Haustür. Als Nächstes lief ich noch mal nach oben, nahm den Abschiedsbrief aus der Schreibtischschublade und legte ihn mitten aufs Bett.

Liebe Mom, lieber Dad,

ich habe mich mit meinem Einzugstag vertan. Es fängt schon am dritten an. Ich muss los, rufe Euch aber heute Abend an. Das Durcheinander tut mir leid. Hab Euch lieb, S.

Meine Nachricht enthielt so viele Halbwahrheiten, dass es schon nicht mehr lustig war. Aber so lief es nun mal in der Casa Ellison. Wir verbogen die Wahrheit nach Bedarf. Ich hatte es mein ganzes Leben so gehalten, auch wenn ich siebzehn Jahre gebraucht hatte, um herauszufinden, wie weit die Täuschungen tatsächlich gingen.

Als Letztes trug ich Jordan nach unten - meine Gitarre. Ohne Jordan wäre ich niemals irgendwo hingegangen.

Danach rannte ich ein weiteres Mal nach oben und flitzte in mein Zimmer. Allerdings nicht aus Sentimentalität. Das Zimmer war schön - geräumig und mit Möbeln aus Ahornholz eingerichtet -, hatte sich im letzten Jahr für mich jedoch in eine Gefängniszelle verwandelt. Ich betrat es deshalb noch einmal, weil ich meine Hockeyausrüstung in den begehbaren Kleiderschrank befördern musste. Schlittschuhe, Torhüterschläger, Polster. Ich versteckte alles in der Hoffnung, dass meine Mutter die Sachen vorläufig nicht fand. Die Entscheidungen, die ich in den vergangenen Wochen getroffen hatte, hatten sie sowieso schon an den Rand eines Nervenzusammenbruchs getrieben. Je länger ich den Streit darüber, dass ich nicht mehr Eishockey spielen wollte, hinauszögern konnte, desto besser.

Ich machte die Schranktür zu, ging zum Fenster und warf einen Blick durch die Lamellen der Jalousie. Auf dem Rasen hatten sich drei Kamerateams aufgebaut. Was nicht erlaubt war. Sie hätten unser Grundstück gar nicht erst betreten dürfen. Leider setzte die Polizei in der Stadt diese Regel nicht durch. Nicht für meine Familie. Ich war mir nicht mal sicher, ob die Feuerwehr ausrücken würde, wenn unser Haus in Flammen stand.

Die Reporter vor dem Haus unterhielten sich vermutlich über Sport, das Wetter oder irgendetwas anderes, solange es nichts zu berichten gab. Einer mischte Spielkarten, was bedeutete, dass sie sich gleich für eine Pokerpartie auf ihren Klappstühlen niederlassen würden.

Perfekt.

Ich lief zum letzten Mal die Treppe hinunter und öffnete die Tür zur Garage. Der Leibwächter meines Vaters hatte die Tür wie immer nach dessen Abfahrt wieder zugemacht. So war dieses Ekelpaket wenigstens zu irgendetwas nutze. Meine Eltern nannten ihn "unseren Fahrer", aber das war nur eine weitere Schönfärberei. Keiner wollte über den wahren Grund seines Hierseins sprechen. Aber ein Mann, dem Kindesmissbrauch in zahlreichen Fällen vorgeworfen wurde, ließ sich natürlich gerne den Rücken von einem ehemaligen Scharfschützen freihalten, wenn er mal aus dem Haus ging.

Hastig warf ich mein Zeug ins Auto und schloss so behutsam wie möglich die Türen. Als ich am Steuer saß, gönnte ich mir einen Moment, um mich davon zu überzeugen, dass ich auch alles dab

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