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The Light in Us von Scott, Emma (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.08.2019
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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The Light in Us

Du bist das Licht in meiner Dunkelheit, Charlotte ... Charlotte Conroy stand am Anfang einer großen Karriere als Violinistin, als die Musik in ihr verstummte. Aus Geldnot nimmt sie den Job als Assistentin für einen blinden jungen Mann an. Noah Lake war Extremsportler und Fotograf, bis er bei einem Unfall sein Augenlicht verlor und sich von der Welt zurückzog. Mit jedem gescheiterten Versuch, Charlotte zu vergraulen, schleicht sich die junge Frau mehr in Noahs Herz und reißt die Mauern ein, die er um sich errichtet hat. Doch um wirklich zu leben - und zu lieben - müssen sie sich gemeinsam ihren inneren Dämonen stellen ... 'Atemberaubend, wunderschön, einzigartig' MARYSE'S BOOK BLOG Emma Scott schreibt am liebsten Liebesgeschichten mit nicht so perfekten Charakteren, über Menschen mit einer Künstlerseele, Menschen, die Bücher lieben und schreiben. Diversität, Toleranz und Offenheit sind ihr ein wichtiges Anliegen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 413
    Erscheinungsdatum: 30.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736310315
    Verlag: LYX
    Originaltitel: Rush
    Größe: 957 kBytes
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The Light in Us

Kapitel 1

Charlotte (damals)

Er war sanft wie immer. Ich wollte ihm sagen, er solle ruhig aufhören, sich zurückzunehmen, es sei in Ordnung. Es war das achte Mal - ja, ich zählte mit - und tat längst nicht mehr weh. Er war rücksichtsvoll, dachte ich. Rücksichtsvoll, aber mit ziemlichem Eifer dabei. Vielleicht etwas zu viel Eifer. Wieder war alles vorbei, bevor ich überhaupt richtig in Stimmung kam. Nach ein paar Minuten brach er über mir zusammen. Doch auch wenn mein Körper unbefriedigt war, wärmte es mir das Herz, als Keith den Kopf hob und mich müde und zufrieden anlächelte.

Das mit dem Sex war noch neu für mich, aber es gefiel mir. Sogar sehr, wenn ich ehrlich war. Zugegeben, einen Orgasmus hatte ich noch nicht gehabt, aber ich war 21 und Anfängerin. Mit etwas Übung würde ich schon noch dahin kommen. Und ich war mehr als bereit, mit meinem gut aussehenden neuen Freund zu üben. Meinem ersten Freund. Meiner ersten Liebe.

Ich wollte Keith gerade umarmen, da rollte er sich von mir hinunter, auf den Rücken, und küsste mir die Hand. "Ich habe einen Kurs", sagte er. "Und du, meine Liebe, hast heute Abend ein Probespiel. Das wichtigste deines Lebens."

"Meines bisherigen Lebens", sagte ich und grinste. "Nach dem Studium werde ich mich bei den New Yorker Philharmonikern bewerben. Oder vielleicht beim Symphonieorchester in Boston."

Damit mein kleiner Bruder stolz auf mich ist . Chris' Worte hallten in meinem Kopf: " Zuerst die Juilliard, dann die Philharmoniker." Das hatte er zum Abschied gesagt, als ich aufs College ging. Ich hielt daran fest wie an einem Mantra und hatte mir geschworen, die Worte wahr werden zu lassen. Falls man mich bei den Spring Strings nahm, dem Streichquartett, das Keith als Examensprojekt ins Leben gerufen hatte, wäre es ein Schritt in die richtige Richtung, ein hübscher Eintrag in meinem Lebenslauf.

Ein plötzlicher Gedanke ließ mein Lächeln verblassen. "Wenn ich den Platz kriege, werden alle glauben, es läge nur daran, dass wir zusammen sind."

Keith war aufgestanden und zog sich mit dem Rücken zu mir die Hose an. Sein blondes Haar glänzte in dem Licht, das durch das kleine Schlafzimmerfenster fiel. "Gut möglich", sagte er. Er drehte sich um, beugte sich über das Bett und gab mir einen Kuss, bevor er sich wieder aufrichtete und dieses einnehmende Lächeln zeigte, bei dem mein Herz selbst noch nach einem Monat flatterte wie ein Vogel im Käfig. "Du solltest ihnen also beweisen, dass es nicht stimmt."

Um zwanzig vor sechs ging ich mit dem Geigenkasten in der Hand den Broadway hoch. In dem schwarzen, leicht ausgestellten Rock, der weißen Bluse und dem schwarzen Jackett war ich für das Wetter etwas zu warm angezogen, aber ein Luftzug milderte die noch verbliebene Hitze des Tages. Wir hatten einen wunderbaren Frühlingstag gehabt, doch selbst wenn über New York ein Hurrikan gewütet hätte, hätte ich mich unbesiegbar gefühlt.

Ich würde als einer von zwei Geigern ins Spring-Strings-Quartett aufgenommen werden. Ich wusste es, und das hatte nichts mit Arroganz oder Selbstgefälligkeit zu tun. Seit ich vor drei Jahren an die Juilliard gekommen war - eine der bedeutendsten amerikanischen Hochschulen für Musik, Schauspiel und Tanz -, war die Musik in meinem Herzen auf eine Weise erblüht, wie ich es mir niemals hatte träumen lassen. Ich spielte mehr als nur die Noten, die ich vor mir sah. Ich schuf perfekte Harmonien und erfüllte sie mit Liebe. Liebe zur Musik. Liebe zum Leben.

Und jetzt mit meiner Liebe zu Keith. Von allen Frauen, die ihn umflatterten wie Tauben ein Reiterstandbild, hatte er mich gewählt. Mein Herz war zum Bersten gefüllt, aber ich würde ehrlich gewinnen. Ich würde alles geben.

Und natürlich würde ich Mozart spielen. Mozart, der mich führte und dessen Musik mich über die Jahrhunderte hinweg berührte. Seine Musik war einfach perfekt, und

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