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Trinity - Bittersüße Träume von Carlan, Audrey (eBook)

  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Trinity - Bittersüße Träume

Sie ist die Frau seines Lebens. Doch er darf sie nicht lieben. Der vierte Band der Trinity-Serie Das Leben von Maria de la Torre liegt in Scherben: Thomas, die Liebe ihres Lebens, wurde als Polizist im Dienst getötet, als er Marias beste Freundin Gillian Callahan vor einem irren Stalker retten wollte. Thomas' Zwillingsbruder Redding sieht Maria auf der Beerdigung zum ersten Mal und versteht sofort, warum sich Thomas in die temperamentvolle Tänzerin verliebt hatte. Doch die Verlobte seines toten Bruders ist für ihn tabu. Bis plötzlich der Mann auftaucht, der vor Jahren beinahe Marias Tanzkarriere zerstört hätte. Redding will alles tun, um Maria zu beschützen. Doch je näher er ihr kommt, umso stärker wird seine Leidenschaft ... Die neue Serie von der Autorin des Mega-Bestsellers Calendar Girl!

Audrey Carlan schreibt mit Leidenschaft heiße Unterhaltung. Ihre Romane veröffentlichte sie zunächst als Selfpublisherin und begeisterte damit eine immer größere Fangemeinde, bis Waterhouse Press sie unter Vertrag nahm. Ihre Serien "Calendar Girl" und "Trinity" stürmten auch in Deutschland die Bestsellerlisten. Audrey Carlan lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Kalifornien.

Produktinformationen

    Größe: 2640kBytes
    Herausgeber: Ullstein
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 320
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783843714860
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Trinity - Bittersüße Träume

KAPITEL 1

Ich werde nicht weinen. Ich kann nicht weinen. Würde ich jetzt meinen Schmerz zeigen, wäre das ein Zeichen von Schwäche. Und ich will auf gar keinen Fall als schwach gelten. Vor zehn Jahren war ich machtlos, lediglich ein Produkt meiner Umgebung. Aber jetzt, fünf Jahre später, bin ich eine Überlebende. Selbstbewusst und stark. Von meiner schwachen Seite habe ich mich an dem Tag verabschiedet, an dem ich beschloss, zu leben.

Heute, vor all diesen vielen hundert Trauergästen, läuft mein Überlebensprogramm auf Hochtouren. Ich werde mich zusammenreißen. Für Tommy. Auch wenn mein Herz gebrochen, mein Hirn ein Klumpen Brei und mein Körper nur noch eine Ansammlung von Knochen, Gewebe und Muskeln ist, die auf Autopilot funktioniert ... Ich muss einfach. Tommy würde wollen, dass ich weitermache und mein Leben lebe.

Ein Leben ohne ihn.

Die Trauer ist ein heimtückisches Biest. Niemand kann sich vor ihr verstecken oder sie ignorieren. Sie schleicht sich an wie ein Schattenkrieger, egal, ob Tag oder Nacht. Ich stelle sie mir wie ein unsichtbares Monster vor, das mir mitten in der Nacht seine säuregetränkten Klauen ins Herz schlägt. Man sehnt sich nach Frieden, aber stattdessen fühlt man sich niedergeschmettert und leidet wie ein Hund.

Der Schmerz ist mir nicht fremd. Im Moment ist mir seine tödliche Spitze sogar willkommen. Der Dolch in meinem Herzen verhindert wenigstens, dass ich völlig in der Gefühllosigkeit versinke, in die ich mich so gerne fallen lassen würde. Das absolute Nichts wäre eine Erleichterung in einer Zeit, in der alles um mich herum nur noch Chaos ist.

Wohin ich auch blicke, sehe ich Männer in schwarzen Anzügen oder Uniformen, die langsam die Kirche betreten. Ihre glänzenden Dienstabzeichen funkeln in der Morgensonne. Die Flagge in Rot, Weiß und Blau, die über den Sarg vor mir gebreitet ist, sollte mich eigentlich stolz machen. Ein Held ist gefallen, und die riesige Menschenmenge, die hier zusammengekommen ist, um ihm die letzte Ehre zu erweisen, sollte eine Art Schlusspunkt für mich bilden. Aber das funktioniert nicht. Tommy ist meinetwegen tot. Er ist in Erfüllung seiner Pflicht gestorben, um meine beste Freundin zu beschützen.

Das Schlimmste daran ist, dass ich es nicht anders gewollt hätte. Tief in meinem Herzen bin ich mir sicher, dass ich mich gerade erst in Tommy verliebt hatte. Aber Gillian, meine beste Freundin, ist nun mal die einzige Familie, die ich je gekannt habe. Und das wusste Tommy. Sonst hätte er sich wohl nicht in den Kampf gegen einen geistesgestörten Killer gestürzt. Er hat meiner Seelenschwester das Leben gerettet und dafür mit seinem eigenen bezahlt.

Wie soll ich damit weiterleben? Es gibt kein Buch, das ich lesen könnte und das mich von meinem Herzschmerz und meiner Schuld freisprechen würde. Und kein Gebet kann etwas daran ändern, dass der Mann, den ich gerade begonnen hatte zu lieben und der vielleicht der erste Mann gewesen wäre, dem ich wieder hätte vertrauen können, für immer fort ist.

Gillian drückt meine Hand und hält sie ganz fest. Sie sitzt zu meiner Linken - an der Seite meines Herzens. Sie und meine beiden anderen Seelenschwestern sind der einzige Grund, warum das zerschundene Organ immer noch weiterschlägt. Bree sitzt rechts von mir und streichelt über meinen Schenkel. Eine beruhigende Geste schwesterlicher Unterstützung. Ihre andere Hand liegt auf ihrem gerundeten Bauch. Ein Leben ist vergangen, ein anderes steht kurz vor der Geburt. Ein abergläubischer Mensch würde jetzt vielleicht sagen, dass das der Lauf der Dinge ist. Yin und Yang. Leben und Tod. So einem pinchazo würde ich am liebsten ins Gesicht schlagen. Ihm alles wegnehmen und noch auf ihn drauftrampeln.

Ich starre auf meine Finger - die fest mit denen meiner Freundinnen verschlungen sind - und denke an die Seelenschwester, die heute nicht bei uns sein kann. Kathleen. Sie ist imm

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