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True - Wenn ich mich verliere von McCarthy, Erin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.05.2014
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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True - Wenn ich mich verliere

Als Rory Macintoshs Freundinnen herausfinden, dass sie noch Jungfrau ist, heuern sie den attraktiven Tyler Mann an, damit er sie verführt. Doch die Gefühle, die zwischen Rory und Tyler bei ihrer ersten Begegnung erwachen, sind ebenso leidenschaftlich wie echt - und schon bald müssen die beiden sich entscheiden, wie viel sie bereit sind, für den jeweils anderen aufzugeben ... Erin McCarthy sagt von sich selbst, dass sie eine große Schwäche hat: Bücher schreiben. 2002 hat sie ihren ersten Roman veröffentlicht, dem bis heute viele mehr folgten. Sie lebt mit ihrer Familie in Ohio.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 02.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802594731
    Verlag: LYX
    Serie: True Bd.1
    Originaltitel: True
    Größe: 682 kBytes
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True - Wenn ich mich verliere

1

Eigentlich hatte ich nicht vorgehabt, mich Freitagabend zu betrinken.

Noch viel weniger hatte ich meinen Mitbewohnerinnen Jessica und Kylie verraten wollen, dass ich noch Jungfrau war.

Aber sie hatten mich mit Grant allein gelassen.

Ich wusste, was Jessica und Tyler, Kylie und Nathan in den Zimmern der Jungs machten. Na ja, ich kannte es nicht aus eigener Erfahrung, was sie da trieben – ich hoffte nur, es würde nicht allzu lange dauern. Ich musste nämlich noch für meinen Test in anorganischer Chemie am Montag lernen und sechs Kapitel Hemingway lesen, in denen es um versoffene, völlig fertige Schriftsteller und ihre betrügerischen Ehefrauen ging, was immer eine Herausforderung für mich war, da ich die Faktizität von Mathe und Naturwissenschaften vorzog. Das Beziehungsgeflecht fiktiver Figuren zu analysieren empfand ich als reine Zeitverschwendung, besonders in Anbetracht dessen, womit Hemingways Figuren ihre Zeit verbrachten.

Alkohol und Sex. Welch Ironie.

Aber Jessica war unsere Fahrerin. Zu Fuß zurück zum Campus zu laufen war zu weit, und die Gegend war auch eher von der Sorte, dass mein Dad immer wieder besorgt die Stirn runzelte und mich fragte, warum ich denn nicht in einem Kaff wie Bowling Green aufs College gehen konnte, wo die Leute sich nicht auf dreckigen Sofas vor den Häusern fläzten und für jedermann sichtbar Crack rauchten.

Zu Fuß heimzugehen war also keine Option, denn ich stand weder auf Crack, noch war ich besonders risikofreudig – nicht im Geringsten. Allerdings kam mir die Tatsache, hier allein mit Grant herumzusitzen, während meine Zimmergenossinnen sich amüsierten, nun fast schon riskanter vor, als durchs Getto zu laufen. Denn die Situation ähnelte dem Versuch, sich über eine öffentliche Toilette zu hocken und dabei bloß nichts zu berühren. Es war schwierig. Unangenehm.

Und es war still. Grant redete nicht. Und ich auch nicht, also saßen wir einfach nur da und schwiegen. Die Stille wurde immer unangenehmer, und ich versuchte, mich nicht zu bewegen, denn ich wollte mich nicht mehr bewegen als er. Und da er noch nicht mal zu atmen schien, war das gar nicht so einfach.

Grant tat mir sogar leid, was verrückt war, denn ich war eigentlich keins dieser Mädchen, das von allen anderen beneidet wurde und das alle Jungs zur Freundin haben wollten. Aber Grant war süß. Er hatte lange Haare, die ihm ständig in die Augen fielen, hohe Wangenknochen und dichte dunkle Wimpern. Er war viel zu dünn, und auf seinen engen schwarzen T-Shirts, die immer zerknittert waren, standen so freche Sprüche wie Bite me und What the F are you looking at? Seine dreckige Jeans hing ihm immer tief auf dem nicht vorhandenen Hintern, mit dem er Mary Kate Olsen Konkurrenz hätte machen können, und er trug sie nicht so, weil er gut aussehen wollte. Ich glaube, er aß nicht genug, ehrlich. Nathan hatte mir erzählt, dass Grants Vater Alkoholiker sei und dass seine Mutter eine ihrer Kolleginnen bei Taco Bell mit einem Kugelschreiber niedergestochen habe und deswegen in der Klapse säße. Bei Grant zu Hause kaufte einfach niemand ein.

Ich war also wie ein dummes Schulmädchen in Grant verschossen, denn ich witterte meine Chance bei ihm. Ich dachte, es wäre vielleicht nicht vollkommen unmöglich, dass er tatsächlich etwas von mir wollte.

"Zigarette?", fragte Grant und hielt mir eine Schachtel Marlboros hin, als wir so in Nathans Wohnzimmer saßen. Dabei vermied er es, mich direkt anzusehen.

"Nein, danke." Sein gesenkter Blick gab mir das Gefühl, keine Angst vor ihm haben zu müssen. Ich fühlte mich von ihm nicht bedroht oder eingeschüchtert, denn auch wenn er mich nicht

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