text.skipToContent text.skipToNavigation

True North - Du bist alles für immer von Bowen, Sarina (eBook)

  • Erschienen: 29.09.2017
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

True North - Du bist alles für immer

Immer wenn sie mich berührte, hatte ich das Gefühl, sie mehr zu lieben als alles andere auf der Welt

Lark Wainwright hat Schreckliches erlebt. Um Abstand zu bekommen, verbringt sie den Sommer auf der Farm der Familie Shipley - doch ihre Albträume begleiten sie bis nach Vermont. Ihr einziger Halt ist Farmarbeiter Zach. Völlig abgeschottet von der Außenwelt aufgewachsen fühlt sich der schüchterne Bio-Farmer auch nach vier Jahren auf dem Hof nicht wirklich angekommen. Jeder Tag ist eine Herausforderung, zu vieles ist neu für ihn, was für andere ganz normal ist. Und als Lark und Zach sich in einer Sommernacht näher kommen als geplant, spüren sie augenblicklich, dass sie ihre Vergangenheit nur gemeinsam hinter sich lassen können...

'Fantastisch!' USA Today

Produktinformationen

    Größe: 1311kBytes
    Herausgeber: LYX
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 416
    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    ISBN: 9783736306226
    Erschienen: 29.09.2017
Weiterlesen weniger lesen

True North - Du bist alles für immer

1

Lark

Per Luftlinie ist Tuxbury in Vermont gar nicht so weit weg von Boston. Allerdings legte ich nicht die Luftlinie zurück, sondern fuhr die Strecke in meinem in die Jahre gekommenen VW Beetle. Und im ländlichen Teil von Vermont führen die Straßen meistens nicht direkt dorthin, wo man hinmuss. Also brauchte ich zweieinhalb Stunden für die Fahrt.

Die Spätsommersonne war bereits untergegangen, als ich die lang gezogene Schottereinfahrt der Shipleys entlangfuhr. Das Geräusch von Kieselsteinchen, die gegen den Unterboden meines Autos klackerten, verkündete: Du bist raus aus der Stadt.

Zum Glück. Die letzten Monate zu Hause bei meinen Eltern in Boston waren kaum auszuhalten gewesen.

Ich parkte mein Schätzchen und stellte den Motor ab. Dann saß ich einen Augenblick lang da und betrachtete das gedämpft erleuchtete Farmhaus der Shipleys. Gelächter wehte durch die mit Fliegengittern versehenen Fenster herüber. Und durch die Spitzengardinen erblickte ich flüchtig mehrere Gestalten, die sich bei den Vorbereitungen fürs Abendessen durchs Esszimmer bewegten.

Das Essen würde jeden Moment auf den Tisch kommen, und mir war klar, dass ich hineingehen sollte. Doch ich verharrte noch einen Augenblick länger hinter dem Steuer und setzte mein Pokerface auf. Es gab keinen Ort, an dem ich jetzt lieber gewesen wäre als auf der Shipley Farm. Nur hatte ich vergessen, dass die Erntezeit auf einem bewirtschafteten Hof mit sich brachte, dass Tausende Leute dort waren. Okay - nicht Tausende. Aber Dutzende. Und in letzter Zeit fühlte ich mich unter vielen Menschen nicht sonderlich wohl.

Du schaffst das schon, coachte ich mich selbst. Diese Menschen haben dich gern. Sie würden es verstehen, wenn ich ein wenig neben der Spur sein sollte.

Ich stieg aus meinem Wagen aus und holte meine Reisetasche vom Rücksitz. Noch ehe ich die Autotür zugemacht hatte, ertönte ein spitzer Schrei aus Richtung der Küchentür. "Sie ist daaaaaa!"

Lächelnd machte ich mich auf die Umarmung meiner Freundin gefasst. Ich hatte May vor fast genau sieben Jahren kennengelernt, als die Boston University uns als Erstsemesterstudentinnen ein gemeinsames Wohnheimzimmer zugeteilt hatte. Somit hatte ich schon viele von Mays Umarmungen abbekommen.

Diese jetzt war der Hammer. Meine beste Freundin war schon unter normalen Umständen ein herzlicher Typ. Dass sie - und alle anderen Menschen in meinem Leben - vor Kurzem meinetwegen einen Haufen Stress gehabt hatten, bedeutete allerdings, dass sie jetzt, da ich wieder sicher auf amerikanischem Boden gelandet war, einen Versuch unternahm, mir die Rippen zu brechen.

"Es tut gut, hier zu sein", brachte ich mit zusammengepressten Lungenflügeln hervor. Eine Sekunde darauf ließ May mich los, nur um dann meine Hände zu nehmen und mich mit wässrigem Blick anzuschauen. "Gott, es tut gut, dich gesund und munter zu sehen. Ich hab mir solche Sorgen gemacht, als es keinerlei Nachrichten mehr gab ..."

"Es tut mir leid", sagte ich sofort. Das hatte ich diesen Monat schon oft gesagt.

Sie atmete einmal tief durch. "Ich bin einfach froh, dass du hier bist. Aber ich werde mich jetzt zusammenreißen, damit wir essen können, ja?"

Ich folgte ihr zur Küchentür und ging hinein. Als die Fliegengittertür hinter uns zuknallte, ließen wir den schönen Augustabend draußen.

Ich hatte gehofft, leise reingehen zu können, doch es sollte nicht sein. In der Küche waren lauter Familienmitglieder der Shipleys, die sich bemühten, ein Essen auf den Tisch zu bringen. Und die plötzliche Menschenansammlung ließ meinen Blutdruck in die Höhe schießen.

"Lark!", riefen mehrere Stimmen.

"Du kommst gerade rechtzeitig zum Abendessen!", setzte Mrs Shipley hinzu. In den Händen hielt sie eine riesige Schüssel voll gehäuft mit Kartoffelbrei.

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen

    Hofer life eBooks: Die perfekte App zum Lesen von eBooks.

    Hier findest Du alle Deine eBooks und viele praktische Lesefunktionen.