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Und immer wieder Cleo Bianca Bd. 1627 von OLIVER, ANNE (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Und immer wieder Cleo

Cleo! Fassungslos steht Jack Devlin, der zur Beerdigung seines Vaters nach Hause zurückgekehrt ist, vor ihr. Cleo war früher wie eine Schwester für ihn, doch das kleine Mädchen ist zu einer hinreißenden jungen Frau herangewachsen. In ihren Augen liest er die Sehnsucht nach Zärtlichkeit, und liebend gerne würde er sie küssen - doch da eröffnet sie ihm, dass sein Vater sein gesamtes Vermögen ihr hinterlassen hat. Jack ist tief getroffen. Seine Hoffnung auf ein Glück mit Cleo scheint wie eine Seifenblase zu zerplatzen. Hat sie ihn bewusst bei seinem Vater ausgebootet?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 17.02.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863498634
    Verlag: CORA Verlag
    Serie: Bianca Bd.1627
    Größe: 711 kBytes
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Und immer wieder Cleo

1. KAPITEL

Die Heimkehr hatte Jack Devlin sich definitiv anders vorgestellt. Er schob die Sonnenbrille auf seiner Nase zurecht und betrachtete das zweistöckige Haus, in dem er die ersten einundzwanzig Jahre seines Lebens verbracht hatte. Während der letzten sechs Jahre hatte er sich angestrengt bemüht, nicht an dieses Haus und seine Bewohner zu denken.

Vermutlich war genau das der Grund für die emotionale Achterbahnfahrt, auf der er sich gerade befand. Jetzt, da sein Vater nicht mehr lebte, fragte Jack sich, ob es nicht doch besser gewesen wäre, wenn er sich um eine Versöhnung bemüht hätte.

Heute war er nicht mehr der naive junge Mann, der damals sein Elternhaus verlassen hatte, ohne einen Blick zurückzuwerfen. Dieser Jack Devlin, der das Knarren jeder einzelnen Stufe auf dem Weg zu seinem Zimmer kannte, war ein völlig anderer Mensch gewesen.

Und auch die Frau, der er gleich gegenüberstehen würde, war nicht mehr das sechzehnjährige Mädchen, das er in jener Nacht verlassen hatte.

Mit einem leichten Kopfschütteln schob er die Gedanken an seine Vergangenheit schnell beiseite. Nervös lockerte er den engen Hemdkragen und die schwarze Krawatte, die er am Flughafen von Melbourne gekauft hatte. Die Hitze des Sommertages ließ die Erinnerungen noch drückender erscheinen.

Natürlich würde sie hier sein, was immer sie seit ihrer letzten Begegnung getan haben mochte, Cleo Honeywell würde auf keinen Fall das Begräbnis seines Vaters versäumen.

Angespannt griff Jack nach seiner Reisetasche und zuckte unmerklich zusammen, als er den Schmerz in seiner verletzten Schulter spürte. So viel zur triumphalen Rückkehr des verlorenen Sohnes.

Durch die geöffneten Fenster drang der Duft von deftigem Essen und verband sich unangenehm mit dem Pfefferminzgeschmack des Kaugummis in Jacks Mund. Er unterdrückte einen Anflug von Übelkeit. Der Kopfschmerz, der ihn schon im Flugzeug gequält hatte, wurde durch dröhnende Beats verstärkt, die im Haus gespielt wurden. Der Lieblingssong seines Vaters war für seinen Geschmack alles andere als eine passende Untermalung für die Bestattung. Jack hätte wetten können, dass Cleo für die Musikauswahl verantwortlich war.

Er lehnte sich gegen einen Pfosten der Holzveranda und atmete tief ein und aus. Die Wirkung der Schmerzmittel ließ langsam nach. Was er jetzt wirklich brauchte, war Schlaf: tiefer, ungestörter, traumloser Schlaf. Aber das stand heute sicher nicht auf dem Programm. Jack nahm die Sonnenbrille ab, richtete sich wieder auf und öffnete die Tür.

Die Beisetzung lag zwei Stunden zurück, aber die Feierlichkeiten waren noch in vollem Gange.

In der Eingangshalle tanzte eine Gruppe älterer Herrschaften in schrillen Siebzigerjahre-Klamotten. Auch Ben Hargreaves war unter ihnen. Der Anwalt seines Vaters trug einen Anzug mit Schlaghose in knalligem Rot und Grün. Die Kleiderordnung dieser Trauerfeier schien sehr ungewöhnlich zu sein, und Jacks Mundwinkel zuckte leicht, als er sich der Ironie der Situation bewusst wurde.

Dann fiel sein Blick auf eine Frau im roten Kleid mit weißem Blümchenmuster. Sie tanzte mit Ben. Ihr äußerst knapper Rock umschloss einen wohlgerundeten Po und enthüll te schlanke Beine.

Die plötzlich in Jack aufsteigende Hitze hatte nichts mit dem Wetter zu tun. Die Frau war nicht sehr groß, schon gar nicht ohne die farblich zum Kleid passenden Plateauschuhe, aber ihr Körper hatte perfekte weibliche Proportionen. Als Fotograf war er es gewohnt, auf solche Dinge zu achten, doch in diesem Moment schaute er mit den Augen eines Mannes.

Als die Frau sich leicht zur Seite drehte, konnte er ihr Gesicht erkennen.

Cleo.

Die Achterbahnfahrt der Gefühle ging weiter, in rasantem Tempo. Jack stellte seine Tasche auf den Boden. Er war sich nicht sicher, wann ihn seine Kräfte endgültig verlassen würden.

Natürlich konnte er sich einreden, dass es nur am Jetlag lag oder dara

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