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Urlaubskomödien und Bergdramen: 5 heitere Romane von Jork, Frank Michael (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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Urlaubskomödien und Bergdramen: 5 heitere Romane

5 Romane von Frank Michael Jork. Der Umfang dieses Buchs entspricht 860 Taschenbuchseiten. Dieses Buch enthält folgende fünf Romane: Emmentaler Käse und viel Liebe ...und ewig lockt das Emmental Komm ein bisschen mit nach Italien Dreimal blühten die Rosen Martin - Schicksalsnacht im Habichtswald 'Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen!' Diese Redensart kann Helmut Stegemann nur bestätigen. Sein jüngerer Bruder Thomas, genannt Tommy, lebt und arbeitet im Emmental in der Schweiz. Also begeben sich Helmut und Ehefrau Christine mit den Kindern Andreas und Melanie für einen Besuch bei ihm auf ihre erste Auslandsreise, die gleichzeitig die verspätete Hochzeitsreise für Christine und Helmut darstellt. Es sollen geruhsame Ferien im friedlichen Emmental werden. Aber es kommt anders, als man denkt. Eine normale Einkaufstour wird zur haarsträubenden Kletterpartie, ein harmloser Tagesausflug an den Genfer See endet anders als gedacht und selbst glückliche Kühe können zum Problem werden. Es wird also nie langweilig, und auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Nicht nur die heitere Geschichte eines turbulenten Familienurlaubs, sondern auch eine vergnügliche Zeitreise in die Mitte der 60er Jahre.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 816
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739621791
    Verlag: BookRix
    Größe: 975 kBytes
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Urlaubskomödien und Bergdramen: 5 heitere Romane

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Die erste Auslandsreise meines Lebens führte mich Mitte der 60er Jahre in die Schweiz. Nun werden Sie sagen - zu Recht - dass das nichts Besonderes sei. Viele Leute reisen in die Schweiz. Es ist ein wunderschönes Land und angesichts der in den Himmel ragenden Berge kann man den Eindruck gewinnen, es sei fast genauso hoch wie es breit ist. Die Erholung für den Touristen findet somit auf höchstem Niveau statt. Das Niveau misst man in etlichen hundert Metern über dem Meeresspiegel und in mindestens genauso vielen Schweizer Franken über dem Pegel der Reisekasse. Die Nachfahren Wilhelm Tells sind geschäftstüchtig und deshalb den Fremden gegenüber auch sehr freundlich. Oder immerhin so freundlich wie notwendig. Die Tourismusbranche ist ein Bollwerk des eidgenössischen Fundaments, geschaffen durch des lieben Gottes Großzügigkeit mitten durch Europa eine opulente Gebirgskette in die Landschaft zu setzen. Zunächst beschränkten sich die Schweizer darauf, im Sommer ihre Kühe auf die Almen zu treiben, um hinterher die gute Milch zu Käse zu verarbeiten. Ansonsten dienten die Berge in früheren Zeiten wohl keinem anderen Zweck, mangels Telefon das Jodeln als Kommunikationsmittel zu etablieren und die akustische Reichweite von Alphörnern zu testen. Heutzutage sind diese drei traditionsreichen Dinge fester Bestandteil einer gelungenen Ferienreise in die Schweiz. Der letzte Schliff sozusagen, der die Schweiz in der Beliebtheitsskala unter den Ländern unseres Erdballs an einen der vordersten Plätze gebracht hat, wird durch eine umfangreiche Schokoladenproduktion und die noch umfassendere Bereitstellung diverser Nummernkonten erreicht.

Jetzt dürfen Sie aber nicht glauben, dass ich den Schweizern und ihrem reizenden Land nicht wohl gesonnen bin. Dem ist mitnichten so. Ich erwähne das auch deshalb, damit ich bei meiner nächsten Einreise von den Schweizer Grenzbeamten nicht etwa als persona non grata abgewiesen werde. Aber es hat einige Zeit gebraucht, ehe ich mich mit einigen Besonderheiten der kleinen Alpenrepublik anfreunden konnte. Davon jedoch später mehr, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Ich hätte sicherlich damals, als wir nach acht Ehejahren endlich unsere Hochzeitsreise nachholen konnten, ein preiswerteres Urlaubsziel gewählt, wenn mein Bruder Thomas, genannt Tommy, nicht gewesen wäre.

Meine Frau Christine hatte so ihre Bedenken, als wir das erste Mal darüber sprachen, ob wir.....

Aber ich glaube, ich muss noch weiter ausholen. Und darf auch nicht verschweigen, dass die Geschichte schon weit über vierzig Jahre zurückliegt. Nicht, dass sich die von mir geschilderten Ereignisse nicht auch heutzutage zutragen könnten, aber die Umstände damals waren dann doch ein klein wenig anders. Zumindest war man noch nicht so Auslandserfahren wie die Touristen nachfolgender Generationen. Aber was wir damals erlebten, hat sich sehr intensiv in mein Gedächtnis eingebrannt, so dass ich Ihnen noch heute alles ausführlich erzählen kann.

Ich erinnere mich daran, als sei es gestern gewesen. Ich kam von der Arbeit nach Hause. Vom Büro aus hatte ich es nicht weit, nur fünf Minuten mit dem Auto. Und heute war ein schöner, sonniger und ungewöhnlich milder Frühlingstag Anfang April, so dass ich zu Fuß unterwegs war. Die gefiederten Nachbarn in unserer Straße sangen aus voller Kehle und steckten ihre Reviere ab, um sich dann mit einem passenden Weibchen ein Nest zu bauen. Mein derzeitiges Nest war bereits fertig und bestand aus drei Zimmern in einer Berliner Altbauwohnung im Hochparterre, dass von uns zwei Altvögeln und unseren beiden Nachkommen bewohnt war. Die Eckkneipe mit typischer Berliner Prägung befand sich praktischer Weise gleich nebenan. Man konnte also bequem ein paar Mollen mit Korn zischen, ohne hinterher mit Alkohol am Steuer dem strengen Auge des Gesetzes zu missfallen.

In dem Augenblick, als ich die Wohnungstür aufschloss, ahnte ich noch nicht, dass an diesem Abend das Schicksal be

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