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Verführung unter tausend Sternen von Collins, Dani (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.04.2016
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Verführung unter tausend Sternen

Er sieht aus wie ein Märchenprinz aus 1001 Nacht, denkt die zarte Gouvernante Fern Davenport, als Scheich Zafir sie und ihre kleinen Schützlinge nach der langen Reise durch die Wüste begrüßt. Dass er sie überhaupt wahrnimmt, ist für die schüchterne Engländerin eine Überraschung. Und dass Zafir sie nach einem nächtlichen Bad in der Oase unter tausend Sternen küsst und auf seidenen Kissen leidenschaftlich liebt, ist noch viel erstaunlicher! Was kann sie ihm schon bieten? Doch wie viel sie ihm zu geben hat, wird ihr erst klar, als sich ihre Wege bereits wieder getrennt haben ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 12.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733706654
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1074 kBytes
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Verführung unter tausend Sternen

1. KAPITEL

Die Ankunft in der Oase erweckte Fern Davenport zu neuem Leben. Zwei Tage Kameltreck quer durch die Wüstendünen, auf die sie sich wahnsinnig gefreut hatte, lagen hinter ihr. Die Reise war aber auch genauso anstrengend gewesen, wie ihr ihre Chefin und Freundin Amineh prophezeit hatte. Eine echte Prüfung in Sachen Durchhaltevermögen .

Aber die Mühe war es definitiv wert gewesen. Genau wie versprochen.

Nach den endlosen Schattierungen von blendendem Weiß, hellem Gelb, Orange und Rot ließ der Anblick von sattem Grün der Palmen und Gräser Fern plötzlich senkrecht im Sattel stehen. Und genau wie ihr Kamel hielt sie die Nase in die Luft auf der Suche nach dem Geruch von frischem Wasser.

Als sie den äußeren Rand der Oase erreichten, fühlte sie sich wie eine Riesin, die auf eine fremde Welt hinabblickte. Die Sonne hatte sich bereits hinter der Wand des Canyons versteckt, und eine kühle Brise ließ die langen Enden ihrer Abaya um Ferns nackte Beine flattern.

Ihre Furcht, die Strapazen nicht zu überleben, legte sich allmählich, und am liebsten hätte sie vor Erleichterung einen lauten Jubelschrei ausgestoßen.

Doch Ausbrüche dieser Art passten nicht zu ihrer ruhigen Art. Sie zog es vor, so unsichtbar wie möglich zu bleiben.

Fern betrachtete sich eher als eine Beobachterin des Lebens; sie nahm nicht wirklich aktiv daran teil. Aber heute verspürte sie zum ersten Mal einen Adrenalinschub, wie ihn ein stürmischer Halbwüchsiger haben musste: einen Drang nach Freiheit und Selbstverwirklichung. Durch ihre Adern floss neue Energie, und ihr Puls pochte stärker denn je.

Sie wollte ihre schwere Kleidung abwerfen und die frische Luft auf ihrer nackten Haut spüren, sie mit jeder Pore ihrer Haut in sich aufsaugen. Sie wollte eins werden mit der Natur.

Neugierig sah sie sich um und entdeckte auf der Lichtung, wo die Karawane endlich haltmachen würde, ihn .

Ein Mann in traditioneller Landestracht gekleidet. Er hätte ein einfacher Kamelhüter sein können, soweit sie das von Weitem beurteilen konnte, doch ein tief verborgener Teil ihrer Weiblichkeit ahnte, dass er jemand war, vor dem Frauen in die Knie gingen. Ein Anführer, dem andere Männer ergeben Respekt zollten. Selbstbewusst und außergewöhnlich gut trainiert, was man trotz des weißen Kaftans deutlich erkennen konnte. Seine ganze Haltung strahlte Souveränität und Härte aus.

Sie zwang sich, den Blick auf sein Gesicht zu richten, und war kaum in der Lage, die Wirkung, die seine besondere Attraktivität auf sie hatte, auszuhalten. Wie konnte ein Mann so schön und gleichzeitig so rau und verwegen aussehen? Er war ganz offensichtlich ein Sohn der Wüste: die Wangen tief gebräunt und von Bartstoppeln übersät, seine Hände wirkten außerordentlich kräftig. Den Mund hatte er zu einem schmalen Strich verzogen, aber die Lippen wirkten dennoch ungeheuer sinnlich. Eine markante Nase, gerade dunkle Augenbrauen und darunter ... grüne Augen! Ein überraschender und seltener Anblick in dieser Region. Und für Fern erfrischender als die ganze Oase! Die schiere Pracht dieses ungewöhnlichen Mannes raubte ihr den Atem.

"Onkel!", riefen die beiden Mädchen, und der schwermütige Ausdruck des Mannes veränderte sich schlagartig. Ein wehmütiges Lächeln blitzte auf, das Fern direkt unter die Haut ging.

Männer waren für sie rätselhafte Wesen, mit denen sie bisher kaum zu tun gehabt hatte. Sie war auf einer reinen Mädchenschule gewesen, ohne jegliches männliches Personal. Der Bibliothekar, der Arzt ihrer Mutter und die wenigen Jungen, die sie als Teenager in Miss Ivys Club getroffen hatte, waren die einzigen Vertreter des anderen Geschlechts, die sie wirklich kannte.

Meistens beobachtete sie Männer nur aus der Ferne, studierte ihr Verhalten und versuchte zu verstehen, wie sie tickten. Und sie war stets aufs Neue überrascht, wenn sie menschliche Züge an ihnen entdeckte 

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