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Verflixt, schon wieder Oma-Tag! von Nürnberg, Claudia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.10.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Verflixt, schon wieder Oma-Tag!

Was erwarten Sie von einem Omabuch? Rührende Geschichten, wie die Oma mit dem Strickstrumpf hinter dem Ofen sitzt und der Opa Pfeife rauchend hinter der Zeitung hervorlugt? Das ist doch Schnee von gestern! Die heutige "Generation Oma" ist mopsfidel, unternehmungslustig und mobil, dank iPhone und Internet mit der ganzen Welt vernetzt und immer up to date ... Nur eines hat sich nicht geändert: Die Großeltern kümmern sich immer noch liebevoll um ihre Enkel; so auch die Ich-Erzählerin, welche zu 14-tägig stattfindenden Oma-Tagen einlädt, bei denen immer "verflixt" Komisches passiert. Liebe Leserin, lieber Leser, begleiten Sie die Verfasserin auf eine amüsante Abenteuerreise und vergleichen Sie Omas "gute alte Zeit" mit Ihren eigenen Erfahrungen! Aber das ist noch nicht alles: Nach 40-jähriger Lehrtätigkeit im Fach Deutsch ist es nur verständlich, dass die Autorin noch irgendwo die Lehrerin raushängen lassen muss. Das tut sie durch die Erläuterung zahlreicher gebräuchlicher Redensarten, angefangen bei antiken Sentenzen bis zu den schnoddrigen Sprüchen aus der Jugendsprache. Claudia Nürnberg wurde im Jahre 1945 in Kamenz /Sachsen als Tochter der Schriftstellerin Margarete Kubelka geboren und bekam somit das Talent zum Fabulieren sozusagen in die Wiege gelegt. Durch kriegsbedingte Umstände übersiedelte die Familie 1950 nach Darmstadt. Claudia besuchte dort ein Mädchengymnasium, in dem sie 1966 das Abitur bestand. Ein Jahr später begann sie ein Lehramtsstudium der Germanistik an der Universität Stuttgart. Parallel dazu studierte sie Anglistik und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg. Nach dem Examen unterrichtete die Verfasserin ab 1972 bis zu ihrer Pensionierung an der Realschule in ihrem Wohnort Karlsbad bei Karlsruhe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 04.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739263007
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 6705kBytes
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Verflixt, schon wieder Oma-Tag!

"Der 1. Oma-Tag:

Mit der Ritterburg in den Zoo, aus eins mach zwei

Um den Oma-Tag nicht weiter auf die lange Bank zu schieben, sondern alles zügig unter Dach und Fach zu bringen, fand umgehend ein zeitraubender Familienrat zur Erörterung der diffizilen Frage statt, welches Ziel sich für die Oma-Tag-Premiere anbot.

So viele Menschen, so viele Meinungen! Da Vincent, der Ältere, mit Oma im selben Haus wohnt, musste bei ihm nicht mit Berührungsängsten gerechnet werden. Aber wie sah es mit Jannis aus? Zwei Jahre jünger als Vincent, kannte er seine Oma kaum, höchstens vom bereits erwähnten Weihnachtsessen oder Stippvisiten zwecks Ablieferung von Geschenken am Geburtstag. Es war zu befürchten, dass er des ungewohnten Umgangs wegen fremdelte. Also, keine Experimente! War es sinnvoll, ein Ziel in der Nähe auszuwählen, um bei Bedarf auf der Stelle kehrtmachen zu können? Es sollte auf jeden Fall ein geschützter Bereich sein, wo keine Autos fuhren, sodass die Enkel nicht gefährdet wären. Auf diese Weise würde man den Ball flach halten können!

Nach langem Hin und Her war alles in trockenen Tüchern: Man einigte sich auf einen Zoobesuch. Dort, so priesen Omas Söhne und ihre Frauen, befinde sich, in das Tierspektakel integriert, ein toller Spielplatz mit Wasserquelle, der Kinderherzen höher schlagen lasse und wo sich die Buben stundenlang beschäftigen würden. Oma könne dort eine ruhige Kugel schieben, sie solle sich mit ausreichend Lesestoff bewaffnen, man habe dort mit Kindern keine nennenswerte Arbeit.

'Schön und gut', dachte Oma, 'man kann natürlich den praktischen eReader mitnehmen', aber eigentlich sah sie schon den Sinn des Oma-Tags verfehlt, denn dieser war ja just ins Leben gerufen worden, damit die Großmutter endlich mit den verplanten Enkeln in engeren Kontakt treten konnte. Trotz dieses Vorbehalts willigte Oma ein, weil sie endlich Nägel mit Köpfen machen wollte und ihr auch ganz egal war, wohin und wie und was, Hauptsache mal einen Anfang gemacht! Und allzu stressig sollte es am ersten Oma-Tag nicht unbedingt sein. Nichts ist schlimmer als eine motzende, ungeduldige Oma, dann besser keine!

Endlich gab es grünes Licht! Omas Kinder machten noch ein Mordstamtam, indem sie ihre Mutter hundertfach ermahnten, dass sie absolut alle Augen auf die beiden Kleinkinder zu richten habe; es lauerten in der großen weiten Welt vielfältige Gefahren, die von einer älteren Person übersehen werden könnten, und insbesondere der sensible jüngere Enkel Jannis sei vorsichtshalber wie ein rohes Ei zu behandeln.

Oma sah das etwas lockerer, sie würde das Kind schon schaukeln, war sie doch quasi ein alter Hase und neben ihrer Funktion als Mutter dreier eigener Kinder als Lehrerin fast vierzig Jahre lang mit fremden Abkömmlingen aller Altersstufen betraut gewesen und dazu als Kinderflüsterer verschrien (weit über die Region hinaus).

"Och, Kids", sagte ich deshalb zur Beschwichtigung beim Abschied: "Jetzt macht mal keinen Heckmeck! Das kriegen wir doch alles hin! Lasst euch deswegen keine grauen Haare wachsen! Macht's gut, ich steche in See zum ersten Oma-Tag. Nur keine Panik auf der Titanic, wird schon schief gehen!" ... (und das tat es dann ja auch.)

"Halt die Ohren steif, Mutter!", riefen sie mir noch hinterher, und ich war froh, als ich sie endlich loshatte und die Sache nun geritzt war...."

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