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Verkauft an den Highlander von Mallory, Margaret (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.01.2018
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Verkauft an den Highlander

'Mein Bruder hat mich beim Kartenspiel verloren?' Sybil kann nicht fassen, was der fremde Highlander ihr verkündet. Um Wettschulden zu begleichen, hat ihr Bruder sie ohne ihr Wissen mit Rory MacKenzie verheiratet. Glück im Unglück: Gerade jetzt braucht Sybil einen starken Krieger, der ihr bei der Flucht aus der Burg hilft, wo man ihr nach dem Leben trachtet. Aber auch in den Highlands lauern zahlreiche Gefahren - nicht nur für ihr Leben, sondern auch für ihr Herz! Margaret Mallory wuchs im US-Staat Michigan auf, studierte dort Jura und arbeitete später im juristischen Bereich. Mit dem Schreiben historischer Liebesromane begann sie, als ihre beiden Kinder auf dem College waren. Ihre gefühlvollen Geschichten haben bereits zahlreiche Preise gewonnen. Die Autorin lebt mit ihrem Mann an der wild-romantischen Pazifikküste der USA.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 02.01.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955767136
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: Claimed by a Highlander
    Größe: 1199 kBytes
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Verkauft an den Highlander

Prolog

Edinburgh, Schottland,

Dezember 1513

R ory MacKenzie wischte sich das eisige Regenwasser aus dem Gesicht und hinkte zur nächsten Taverne. In seinem verletzten Bein pochte es schmerzhaft, er hatte einen leeren Magen und kein Geld, doch das waren nicht seine schlimmsten Probleme.

Er trat durch die niedrige Tür, wartete, bis seine Augen sich an das Dämmerlicht gewöhnt hatten, dann ließ er den Blick durch die Schankstube schweifen. Verdammt. Nur die Wirtin und ein paar alte Männer - Stammgäste, wie er vermutete. Rory zog den Kopf ein, damit er ihn sich nicht an den rußgeschwärzten Balken der Decke stieß, und durchquerte den Raum. Entgegen seiner sonstigen Gewohnheit wählte er eine leere Bank an der hinteren Wand, von der aus er die Tür im Blick hatte. Als er sich vorsichtig setzte, wühlte der Schmerz in seinem Bein wie eine Klinge. Rory biss die Zähne zusammen und atmete ein paarmal tief durch.

Bei den alten Männern handelte es sich um ortsansässige Kaufleute, ihren runden Bäuchen und der in den Lowlands üblichen Kleidung nach zu urteilen. "Einen guten Abend Euch allen", rief er ihnen auf Schottisch zu. "Ich gehöre zum Clan der MacKenzies und hoffe, einen von meinen Leuten in der Stadt anzutreffen."

"Von den MacKenzies hat sich in der letzten Zeit niemand hier blicken lassen", antwortete einer der Kaufleute schulterzuckend. Die anderen nickten zustimmend.

Rory hätte wetten können, dass keiner von ihnen in der Lage war, einen MacKenzie von anderen Highlandern zu unterscheiden. Gefragt hatte er ohnehin nur, weil seine eigene Suche bisher ergebnislos verlaufen war. Selbst in den Tavernen, in denen sich die Mitglieder seines Clans zu treffen pflegten, wie er aus der Zeit, da er in der Stadt gelebt hatte, noch sehr gut wusste, war er erfolglos gewesen.

Was zum Teufel sollte er jetzt machen? Er hatte einen tagelangen Fußmarsch hinter sich. Er musste nach Hause, nach Kintail. Sein Bruder brauchte ihn.

"Ihr seht aus, als wäre das Leben nicht eben sanft mit Euch umgesprungen, mein Junge." Der Mann, der ihm geantwortet hatte, musterte ihn mitfühlend.

"Ich war in englischer Gefangenschaft", erwiderte Rory kurz angebunden, gleichzeitig stiegen Bilder der blutigen Schlacht bei Flodden vor seinem inneren Auge auf. Die Engländer hatten ein paar hochwohlgeborene Gefangene behalten, um Lösegeld zu erpressen, und den Rest umgebracht. "Ich konnte ihnen vor ein paar Tagen entkommen."

Rory war nicht so dumm gewesen, darauf zu warten, dass sein Onkel für seine Freilassung zahlte.

"Entkommen?" Einer der alten Männer stieß einen leisen Pfiff aus. "Erzählt uns davon. Ich spendiere Euch einen Krug Ale."

Von diesem Moment an war Rory die volle Aufmerksamkeit sämtlicher Anwesender sicher. Selbst die Wirtin, eine Frau von eindrucksvoller Körpergröße, deren fettige Haarsträhnen unter ihrer schmuddeligen Haube hervorlugten, wandte sich neugierig zu ihm um.

"Wenn Ihr Euch dazu durchringen könnt, auch noch einen Teller Eintopf springen zu lassen", Rory grinste verwegen, "bekommt Ihr eine Geschichte zu hören, bei der Euch die Augen übergehen werden vor Staunen."

"Mir reicht dafür schon sein Anblick", meinte die Wirtin an ihre Stammgäste gewandt. Sie zwinkerte Rory zu und stupste ihn schäkernd an, als sie sein Bier und sein Essen vor ihn hingestellt hatte. "Mir gefallen junge Männer."

Rory machte sich nicht die Mühe, seine Geschichte auszuschmücken, wie man es zu Hause von ihm erwartet hätte. Die alten Kaufleute hatten nie an einem Gefecht teilgenommen und lauschten ihm mit großen Augen. Sie zuckten zusammen und verzogen schmerzvoll das Gesicht, als er die Anzahl der Peitschenhiebe erwähnte, die man ihm verabreicht hatte, als sein erster Fluchtversuch gescheitert war. Die Strafe selbst hatte ihm nicht sonderlich viel ausgemacht, aber die verdammten Engländer hatten ihm auch sein Pferd und sämtli

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