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Versprich mir zu lieben Roman von Ponte, Carene (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.12.2018
  • Verlag: Penguin Verlag
eBook (ePUB)

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Versprich mir zu lieben

Der Buchhändler- und Bloggerliebling aus Frankreich Molly und Marie sind schon immer beste Freundinnen. Und so bricht Mollys Welt zusammen, als Marie Ende zwanzig den Kampf gegen den Krebs verliert. Doch Marie hat ihr noch ein letztes Versprechen abgerungen. Molly soll von nun an für sie beide leben. Zwei Wochen nach der Beerdigung erhält sie mit der Post eine allerletzte Nachricht ihrer Freundin: einen dicken Umschlag mit 12 Briefen. Zwölf Aufgaben für ein Jahr, durch die Molly lernen soll, auch ohne Marie glücklich zu sein. Doch können ein Weihnachtsbaum, eine neue Teesorte und ein Skiurlaub wirklich das Lebensglück bescheren? Noch ahnt Molly nicht, welch ausgeklügelter Plan dahintersteckt ... Carène Ponte lebt mit ihrer Familie im Norden Frankreichs und hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. "Versprich mir zu lieben" ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 10.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641232467
    Verlag: Penguin Verlag
    Serie: Penguin Taschenbuch 10317
    Originaltitel: Tu as promis que tu vivrais pour moi
    Größe: 965 kBytes
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Versprich mir zu lieben

Prolog

30. Oktober 2015

Als der Wecker klingelt, vergrabe ich meinen Kopf unter dem Kissen. Ich konnte dieses Ding noch nie besonders leiden, das nur dazu erfunden wurde, um mich aus meinen süßen Träumen zu reißen. Aber heute Morgen ist es noch schlimmer als sonst.

Ich fühle mich, als hätte ich das Bett seit Tagen nicht verlassen. Warum kann nicht einfach alles nur ein böser Traum sein? Aus dem ich schweißgebadet hochschrecke, um sogleich erleichtert festzustellen, dass all das nicht wirklich passiert ist? Ich möchte wieder fünf Jahre alt sein. Damals konnte ich mich auf den Traumfänger verlassen, den meine Mutter über meinem Bett aufgehängt hatte und der mich vor dreiköpfigen Ungeheuern und schrumpeligen Hexen beschützte. Womöglich würde er mich heute auch vor so etwas beschützen.

Der Wecker klingelt erneut. Wütend packe ich ihn und schleudere ihn durchs Zimmer. Der Schreck verschlägt ihm die Sprache.

Vielleicht sollte ich einfach liegen bleiben. Wenn ich diesen Tag gar nicht erst beginne, kann ich so tun, als wäre meine beste Freundin nicht für immer von mir gegangen. Ich will mich nicht endgültig von ihr verabschieden. Schon gar nicht in einer eiskalten Kirche voller weinender Menschen.

Ich will nicht, dass für mich künftig jeder Freitag mit dem Bild eines verschlossenen Sarges verbunden sein wird. Das übersteigt einfach meine Kräfte.

Ich will nicht aufhören zu glauben, dass sie und ich gleich spazieren oder ins Kino gehen werden. Wenn ich die Augen schließe, sehe ich ihr Gesicht deutlich vor mir, ihre kurzen Haare, ihre großen braunen, lachenden Augen. Und wenn ich mich richtig konzentriere, höre ich sicher auch ihr Lachen und spüre ihre Gegenwart.

Wie kann man mit nur einunddreißig Jahren sterben? Wer kann so herzlos sein und entscheiden, dass eine so großartige junge Frau wie Marie innerhalb weniger Monate von einer Scheißkrankheit dahingerafft wird? Wer?

Marie und ich kannten uns seit so vielen Jahren. Fünfundzwanzig, um genau zu sein. Also sozusagen schon immer.

Es war ein herrlicher Tag, und wir waren gerade in das Haus gezogen, das meine Eltern gekauft hatten. Ich war außer mir vor Freude, weil ich zum ersten Mal einen Garten haben würde. Ich, die ich bis dahin nur den Spielplatz vor unserem Mietshaus kannte. Einen Garten, einen richtigen Garten. Mit einer Schaukel, das hatte Papa mir versprochen.

Sobald ich also aus dem Umzugswagen geklettert war, rannte ich los, um dieses so herbeigesehnte Paradies in Augenschein zu nehmen.

Was ich erblickte, war ein Stück Rasen voller Unkraut und Brennnesseln ... Mir war das gleich: Ich fand es wunderbar.

Am Ende des Gartens entdeckte ich ein Törchen, das unser Haus von dem der Nachbarn trennte. Und hinter dem Törchen war ein Mädchen. Hoch konzentriert und mit einem Stock in der Hand hockte sie da.

Nach anfänglichem Zögern siegte meine Neugier, und ich trat an das Törchen. Das Mädchen war gerade dabei, Schnecken in eine Flasche zu locken, in der sich Salatblätter befanden.

"Was machst du da?"

"Das wird eine Schneckenzucht."

"Eine Schneckenzucht? Was willst du denn mit Schnecken?"

"Ich will sie meinem kleinen Bruder ins Bett tun. Dann geht er vielleicht weg."

"Ich hab keinen Bruder und eine Schwester auch nicht."

"Wenn du magst, kannst du meinen haben. Der heult immer nur, und spielen darf ich auch nicht mit ihm. So ein Bruder taugt zu gar nichts."

"Stimmt. Der taugt wirklich zu nichts ..."

Sie hatte den Kopf gehoben und ihre Aufmerksamkeit von den Schnecken abgewandt, die, entzückt über diesen Glücksfall, so schnell sie konnten, davonkrochen.

"Wie heißt du?"

"Molly."

"Mit einem M, genau wie ich! Ich heiße Marie. Und wie alt bist du?"

"Viereinhalb. Aber bald habe ich Geburtstag, und dann bin ich fünf!"

"Ich bin sechs. Willst du mit mir Ritter und Prinzessin spielen? Abe

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