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Vielleicht ist es ja Liebe Roman von Vareille, Marie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.06.2018
  • Verlag: Penguin Verlag
eBook (ePUB)
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Vielleicht ist es ja Liebe

Isabelle ist frisch getrennt, ihre langersehnte Schauspielkarriere noch immer in weiter Ferne, und auf ihrem Konto herrscht gähnende Leere. Da kommt ihr ein ungewöhnliches Rollenangebot gerade recht: Eine junge Bloggerin beauftragt sie, ihren Vater zu verführen. Denn der will einige Jahre nach dem Tod der Mutter wieder heiraten, obwohl die Kinder mit ihrer Stiefmutter in spe alles andere als einverstanden sind. Und so reist Isabelle als angebliche Nanny mit in den Sommerurlaub am Comer See - doch in dem idyllischen Örtchen angekommen, werden nicht nur das Leben der Patchworkfamilie, sondern auch ihre eigenen Gefühle völlig auf den Kopf gestellt.

Marie Vareille wurde 1985 in Montbard, einer Kleinstadt im Burgund, geboren. Sie hat in New York und Paris Management studiert und arbeitet derzeit für ein kleines Start-up-Unternehmen. Neben dem Schreiben führt sie auch einen Blog über romantische Komödien. 'Manchmal ist es schön, dass du mich liebst' ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 11.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641222215
    Verlag: Penguin Verlag
    Serie: Penguin Taschenbuch .10256
    Originaltitel: Là où tu iras j'irai
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Vielleicht ist es ja Liebe

Champagner, ja bitte oder Champagner, nein danke?

Isabelle betrachtete das winzige Kästchen unter ihrer Serviette mit dem gleichen Entsetzen, als hätte sie dort eine Macarena tanzende Kakerlakenfamilie entdeckt. Rasch legte sie die Serviette zurück. Das war knapp. Bestimmt hatte man sie an den falschen Tisch gesetzt. Gut, dass niemand etwas gesehen hatte.

"Isabelle ..."

Verstört sah sie zu Quentin hinüber. Er hatte es gesehen. Nein, schlimmer, er wusste Bescheid. Noch schlimmer: Quentin war dafür verantwortlich! Ein paar endlose Sekunden lang stand die Zeit still.

Tief durchatmen!

Isabelle legte die Hände auf ihre Wangen, die eine Hitzewelle mit hektischen Flecken überzogen hatte.

Quentin strich nervös über seinen jungen Bart.

Er wird mich verlassen . Nein, das wäre absurd! Man versteckt doch kein mit dunkelblauem Samt bezogenes Kästchen unter der Serviette der Person, die man verlassen will.

Als sie daran dachte, kicherte sie nervös und albern los.

"Madame, Monsieur, guten Abend."

Himmel sei Dank, der Kellner!

"Mademoiselle", berichtigte ihn Isabelle in einem aggressiven Ton, der sie selbst erstaunte.

Der Kellner fiel förmlich in sich zusammen, das runde Gesicht wurde feuerrot, und kleine Schweißperlen erschienen auf seiner Stirn.

"Oh, das tut mir leid, ich wusste ja nicht ...", stammelte er, "entschuldigen Sie bitte, Mada... Mademoiselle. Es ist mein erster Tag."

Er legte die Speisekarten auf den Tisch und flüchtete in die Küche. Quentin nahm Isabelles Hand.

"Isabelle ..."

Es war verrückt, aber Quentins ernster Ton erinnerte sie an den Tag, an dem ihr Exfreund Denis sie verlassen hatte. Sie war zweiundzwanzig gewesen, als sie ihn kennenlernte, er einundvierzig. Denis, der "Stecher", wie ihn Amina nannte, war schon stoned, sobald er aufstand (gegen vierzehn Uhr), und der Zustand hielt an, bis er schlafen ging (einundzwanzig Uhr dreißig). Er war einer von den Leuten, bei denen man nie wusste, ob sie freigeistige Genies oder totale Knallköpfe waren. Jedenfalls fand Denis, dass Isabelles Kinobesuche zweimal die Woche eine gute Gelegenheit waren, seinerseits zweimal die Woche Sex mit seiner Assistentin einzuplanen. Das wirkliche Leben ist voller Klischees, im Endeffekt sogar mehr als das Kino. Ein unvorhergesehener Streik der Pariser Filmvorführer brachte alles an den Tag: Isabelle kam nach Hause und fand besagte Assistentin nackt bis auf die Pumps auf dem Küchentisch, und Denis sagte nur lakonisch: "Isabelle, mein armer Liebling! Du siehst ganz richtig. Es ist genau das, wonach es aussieht, so unglaublich es dir erscheinen mag."

Aber Quentin war genau das Gegenteil von Denis. Selbst Amina hatte nichts an ihm auszusetzen. Quentin störte es nicht, an allen Abenden der Woche vor dem Fernseher zu sitzen, Game of Thrones zu gucken und ein Menü aus Würstchen und Ravioli aus der Dose zu verspeisen. Quentin hatte vier Jahre lang geduldig gewartet, bis sie endlich bereit gewesen war, mit ihm zusammenzuziehen. Ohne Murren verbrachte er Weihnachten im Tierschutzverein und hatte noch dazu Woody-Allen akzeptiert. Er ließ sie ihr Leben leben - so chaotisch es auch war. Quentin war perfekt.

Bitte verlass mich nicht!

"Isabelle, es ist jetzt etwa fünf Jahre her, dass ..."

"Hast du gesehen? Hier gibt es Austern", unterbrach sie ihn mit nervösem Gekicher. "Ich glaube, ich nehme Austern. Ich habe seit Ewigkeiten keine mehr gegessen."

Nun halt doch mal die Klappe! Du hasst Austern.

"Ich dachte, du hasst Austern."

Wie konnte sie nur so dumm gewesen sein, nicht sofort zu durchschauen, was sich hier anbahnte. Dieses Überraschungsdinner im Restaurant Michel Strogoff mit Blick auf den erleuchteten Eiffelturm und die Tatsache, dass Quentin die Schuhe trug, die sie ihm geschenkt hatte und v

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