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Vier Pfoten für Julia - Fehlentscheidung von Martens, Katja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.12.2017
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Vier Pfoten für Julia - Fehlentscheidung

Heiß geht es her zwischen Julia und Marc. Ihre Beziehung wird immer enger und schon bald stehen beide vor einer Entscheidung, die ihr Leben verändern könnte. Auch beruflich scheint es gut zu laufen, denn ein neuer Einsatz wartet auf Dr. Sperling. Diesmal in der Wolfsregion Lausitz. Der idyllische Landstrich zieht die Tierärztin rasch in ihren Bann. Hier scheint die Natur noch unberührt. Schier endlose Wälder und Heideflächen laden zum Wandern ein. Wölfe streifen durch das Land. Sind es gefährliche Killer, die geschossen werden müssen? Oder ein Teil der schützenswerten Natur? Während sich die Anwohner darüber streiten, gerät ein kleiner Junge zwischen die Fronten. Und ein nächtlicher Angriff stellt Julias Fähigkeiten auf eine harte Probe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 112
    Erscheinungsdatum: 07.12.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783962150495
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1314 kBytes
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Vier Pfoten für Julia - Fehlentscheidung

2. Kapitel

"Sag mal, was hast du denn da drin, Julia?" Schnaufend wuchtete Marc Reuther die Umzugskiste von dem Lieferwagen, stellte sie auf seinem Hof ab und wischte sich mit dem Handrücken über die Stirn. "Sind das Ziegelsteine?"

"So ähnlich." Ein Lächeln flog über Julia Sperlings Gesicht. "Bücher! Ich mochte sie nicht daheimlassen."

"Und in den anderen Kisten?"

"Da sind meine Sachen drin: Klamotten, Schuhe, Unterlagen und CDs. Was man halt so braucht."

"Ich hätte nicht erwartet, dass du so viel Zeug besitzt. Bist du sicher, dass nicht auch noch ein paar Freunde von dir bei mir einziehen?" Zahllose Lachfältchen gruben sich um die Augen des Polizisten ein, als er ihr nun zuzwinkerte.

"Keine Sorge", lachte sie. "Außer mir wird nur noch Raudi mit hier wohnen."

"Dann ist es ja gut. Apropos: Wo ist der Kleine eigentlich?"

"Vermutlich auf der Suche nach einem Paar Schuhe, das er noch nicht angenagt hat. Seine Vorliebe für Fußbekleidung konnte ich ihm leider noch nicht abgewöhnen." Julia hatte kaum zu Ende gesprochen, als die Französische Bulldogge aus dem Bauernhaus gesprintet kam. Zwischen den Zähnen trug Raudi etwas, das unverkennbar die Überreste eines Herrenpantoffels waren. Die dunklen Knopfaugen des Hundes blitzten. Offenbar war er durchaus zufrieden mit seinem Fund.

"Ist das etwa mein Pantoffel?" Marc kniff die Augen zusammen.

"Jetzt nicht mehr, fürchte ich."

"Das geht ja gut los. Sag mal, was ist eigentlich in der Riesenkiste dort hinten auf der Ladefläche?"

"Mein Laufband."

"Herrje! Warum hast du das denn mitgebracht? Das brauchst du hier nicht. Wir haben so etwas bereits. Es nennt sich Waldwege!" Marc wich grinsend zur Seite aus, als sie nach ihm griff. "Hilfe, nicht kitzeln ... Ich lade es ja gleich ab. Versprochen." Er zog Julia in seine Arme und küsste sie. Prompt wurden ihr die Knie weich. Sie verschränkte die Hände in seinem Nacken und spürte die Kraft und die Wärme, die von ihm ausgingen. Marc war Polizist und hielt sich mit täglichem Lauftraining und Sport fit, und das merkte man seinem durchtrainierten Körper auch an. Sie strich durch seine dichten, dunklen Haare und über die Narbe, die seine rechte Augenbraue kerbte. Es war eine Erinnerung an einen Einsatz vor einigen Jahren. Seine braunen Augen blickten freundlich, aber auch forschend in die Welt. Ihm schien kein Detail zu entgehen.

"Mein Liebling", raunte er. "Habe ich dir eigentlich schon gesagt, wie sehr ich mich freue, dass du bei uns einziehst?"

"Ich freue mich auch", gestand Julia. Ihr Großvater lebte auf dem Darß und stand ihrem Umzug in den weit entfernten bayerischen Wald mit gemischten Gefühlen gegenüber. Julia hatte ihm versprochen, ihn so oft wie möglich zu besuchen, aber das hatte seine Zweifel nicht gemildert.

Ihr kennt euch erst seit wenigen Monaten , hatte er argumentiert. Durch deine Arbeit bist du oft wochenlang unterwegs. Wollt ihr wirklich schon zusammenziehen?

Natürlich wollten sie das. Seit Wochen sprachen Marc und sie von nichts anderem. An diesem Tag war es nun endlich so weit: Der Lieferwagen mit Julias Habseligkeiten parkte im Hof vor Marcs Haus und wartete nur darauf, ausgeladen zu werden.

Mit klopfendem Herzen blickte Julia an dem Bauernhaus hoch, das von nun an ihr Zuhause sein würde. Es bestand aus einem Haupthaus und einem Anbau. Die untere Etage war weiß gestrichen, während das obere Stockwerk eine Holzverkleidung besaß. Üppige Geranien blühten vor dem Balkon. Ein Bach plätscherte an dem Anwesen vorbei und mündete in einem Teich, an dem eine Bank stand. Julia freute sich schon darauf, abends dort zu sitzen und zu lesen. Wie entspannend das sein musste! Sie würde die Frösche quaken hören und vielleicht kam hin und wieder ein Reh aus dem nahen Wald zu Besuch.

Das Haus stand am Rand von Philippsreut, einem Dorf an der bayerisch-tschechischen Grenze. Ganz in der Nähe erhob si

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