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Vom Leben und anderen Überraschungen von Feehily, Jaz (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.03.2015
  • Verlag: Himmelstürmer Verlag
eBook (PDF)
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Vom Leben und anderen Überraschungen

Thomas zieht nach seinem Auslandsjahr in den USA mit seiner Familie von München nach Hamburg. In München wurde er gemobbt und das alles nur, weil er schwul ist. In Hamburg lernt er seinen Nachbarn Matthias kennen, der sogar in seine Schule geht. Dieser zeigt ihm die schönen Seiten Hamburgs und Thomas lernt in einer Gruppe, die ausschließlich für schwule Teenager und junge Erwachsene ist, neue Freunde kennen. Doch die Freude währt nicht lang. Ein Jahr später, kaum dass Thomas seine Ausbildung zum Tischler angefangen hat, wird er von einem Auto angefahren. Die Diagnose, fürs erste der Rollstuhl! Ob er jemals wieder laufen kann, ist fraglich. Doch dank Matthias gibt Thomas nicht auf und kämpft.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 313
    Erscheinungsdatum: 03.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863614423
    Verlag: Himmelstürmer Verlag
    Serie: Junge Liebe Bd.70
    Größe: 1209kBytes
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Vom Leben und anderen Überraschungen

Sonne! Wo er hinsah war Sonne! Es war unglaublich heiß draußen. Das Thermometer zeigte 35°C im Schatten an. Der Juni zeigte sich von seiner schönsten Seite. Es war der 2. Juni, um genauer zu sein. Matthias sah von seinem Fenster aus hinunter auf die Straße! Er hatte die Neuen, die in das schöne neue große Haus, drei Hausnummern weiter, eingezogen waren, schon bemerkt. Das Haus von ihnen war der Wahnsinn. Es war riesig mit sechs Säulen am Eingang und einem wunderschönen Vorgarten. Wochenlang hatten Gärtner dafür gesorgt, dass es jetzt so aussah. Jeden Tag war er dort vorbei gegangen und hatte es sich angesehen. Es hatte laut den Handwerkern wohl acht Zimmer. Also schon ziemlich riesig.

In zwölf Tagen würde er endlich achtzehn werden. Darauf freute sich Matthias schon sein halbes Leben. Er könnte dann endlich einmal tun und lassen, was ihm gefiel. Bislang entschieden das nämlich seine Eltern. Tanya, eine verwöhnte hochnäsige Bankiersfrau, und sein Vater Steven. Seine Eltern hatten ihn weder geschlagen, noch hätten sie ihm je das Taschengeld gekürzt, aber sie waren halt selten zu Hause. Außer der Haushälterin, die jeden Tag dafür sorgte, das etwas zu essen auf den Tisch kam und das Haus sauber war. Freunde hatte er, jedoch wohnten die meisten nicht hier im Dorf sondern in Hamburg. Außer beim Sport, sah er sie selten. Er spielte Handball, aber auch da hatte er erst nach langem hin und her mit seinem Vater hingedurft. Der war der Meinung, das sei kein Sport für seinen Sohn. Seine Mutter meinte mal, Matthias hätte ein gutes Model abgegeben. Und das stimmte sogar. Mit seinen schwarzen Haaren und blauen Augen war er schon ein Traum. Dazu der trainierte Körper. Er wusste, dass ihm viele Frauen und sogar einige Männer auf der Straße nach sahen.

Doch Matthias hatte die Diskussion um Handball gewonnen, zahlte die Gebühren jedoch von seinem Taschengeld, oder besser gesagt von dem, was er von seiner Oma immer geschickt bekam. Die Mutter seiner Mutter war die allerbeste, wie er fand. Wie seine eigene Mutter so geworden war, konnte er sich nur schwer erklären. Sie hatte einst studiert, jedoch nie auch nur einen Tag gearbeitet, obwohl seine Großeltern Zeit ihres Lebens immer hatten arbeiten müssen. Er konnte sich nicht erklären, was seine Mutter zu dieser Einstellung bewogen hatte.

Er sah, wie die neuen Nachbarn den LKW ausluden und beschloss, ihnen zu helfen. Er schlüpfte rasch in seine Schuhe, pfiff nach seinem Hund Q-Tipp, steckte seinen Schlüssel ein und machte sich auf den Weg. Q-Tipp hob gleich am ersten Baum sein Bein.

"Wow Schatz, das Haus ist der Wahnsinn", anscheinend war der Herr des Hauses sehr begeistert von seiner neuen Bleibe. Matthias schmunzelte, als er näher kam.

"Freut mich, wenn es dir gefällt, Nicky!"

"Mama, weißt du, wo meine Sporttasche hingekommen ist?", hörte Matthias eine Jungenstimme und sah zur Haustür.

Groß, sportlich, schlank, mit braunen Haaren, steckte der Sohn des Hauses in einem roten T-Shirt und einer weißen Shorts, die ihm bis zu den Knien reichte. Matthias bemerkte, dass er seine Uhr am rechten Handgelenk trug, schloss daher, dass er Linkshänder war. An seinen Ohren entdeckte er Ohrringe, und das nicht nur bei ihm. Sein Vater hatte auch welche.

"Ach Thomas, ich weiß doch nicht, wo du deine Sachen hin gepackt hast", rief ihm seine Mutter zu.

"Ich schon", vernahm Matthias jetzt eine weitere Stimme. Eine rothaarige, zierliche Frau kam aus dem Haus. "Guck mal im Kofferraum, Bruderherz!"

"Danke, Stevie!" Thomas rannte zum Auto und riss mit viel Schwung die vordere Tür auf, um den Knopf für die Heck

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