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Von geilen, aber nicht allzu aufdringlichen Vampiren, Ehemännern mit Sixpack und Schokolade, die nicht dick macht von Skip, Leon (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Von geilen, aber nicht allzu aufdringlichen Vampiren, Ehemännern mit Sixpack und Schokolade, die nicht dick macht

Episoden meines Lebens als Outlaw und Statements zum Status quo unserer, wie ich das sehe, völlig durchgeknallten Spezies wechseln einander ab. Vergangenheit und Gegenwart werden in raschem Rhythmus auf die geistige Netzhaut projiziert. Die Geschichten sind Cliffhanger und lassen den Leser mit offenem Mund hektisch das Buch zuschlagen, weil er beim Lesen in der U-Bahn völlig vergaß, auszusteigen und bereits drei Stationen zu weit gefahren ist. Die Unwirklichkeit ist wirklicher als die Wirklichkeit. Denk ich mal. Also ist jede Geschichte so gut wie das Leben selbst. Gut? Besser! Da kann ich so tun, als gäbe es keine Gewalt, keine Milben in meinem Kopfpolster und keine Lack-Ballerinas mit Maschen vorne drauf. Ist doch schon was! Würfelförmige Planeten, seekranke Kapitäne, volksnahe Milliardäre? Alles kein Problem. Kriegt ihr.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 330
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742720030
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 855 kBytes
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Von geilen, aber nicht allzu aufdringlichen Vampiren, Ehemännern mit Sixpack und Schokolade, die nicht dick macht

Letztzeit

Leon Skip

Von geilen, aber nicht allzu aufdringlichen Vampiren, Ehemännern mit Sixpack und Schokolade, die nicht dick macht

Autobiographie / Essays

Ich überlege gerade, was da jetzt für ein Titel vorne drauf soll. Der muss doch den Zeitgeist treffen, will man was damit verdienen, und vor dem Gesetz von Angebot und Nachfrage, da muss man schon in die Knie gehen wie jene marktorientierten Gesellen, die jetzt locker in tropischem Gefilde vor ihrem Laptop sitzen, ab und zu mal ein paar Zeilen für das siebzehnte Buch ihrer erfolgreichen Krimi/Softerotik/Vampir-Serie in die von Piña Colada verklebte Tastatur hämmern und sich denken: Meine Güte, was für Idioten, haben glatt meinen Schund gekauft all die Jahre. Die wollen Schund - na bitte, da können sie mehr davon haben!

Also: Scharf nachgedacht, was die Verpackung dieses Druckwerks anlangt. Es gilt zu recherchieren, was ankommt beim Kunden. Was liegt denn da auf den Büchertischen, vor denen Silke steht und überlegt, was sie Petra schenken soll, weil die grad mit blau angelaufenem Gesicht in der plastischen Chirurgie liegt wegen ihrer Nasenkorrektur und aufbauende Lektüre braucht? Man sieht schon, dass ich am richtigen Weg bin mit meinen Überlegungen - so hat man doch schließlich als erfolgsorientierter Mensch der Neuzeit zu denken. Oder sagt man da jetzt schon Letztzeit ?

Aber zurück zu Silke: Die hat die Auswahl, das muss man schon sagen und die stünde da auch nicht so lange rum, wenn sie schon vorher wüsste, was sie kaufen will. Aber sie hat ihre Vorlieben. Das macht die Sache leichter und sie schlendert rüber zum Büchertisch mit den historischen Romanen.

Die Prinzessin von Vermont. Da ist ein abgewracktes Schloss vorne drauf und es ranken sich auf verwunschene Art und Weise Kletterrosen über die Fassade. Der erste Hinweis darauf, dass es sich um eine Geschichte der guten alten Zeit handelt, als Prinzessinnen - oder besser, ihre Väter - noch bedenkenlos ihre Steuereintreiber zum einfachen Volk raus schicken und den armen Leuten unter Androhung der Knute das Vieh oder die Tochter oder die Ernte oder das Vieh, die Tochter und die Ernte wegnehmen konnten, ohne dass die Frankfurter Allgemeine Zeitung einen abfälligen Artikel über die Maßnahme veröffentlichte. Aber das Schloss auf dem Cover ist nicht neu, was ja eigentlich verwundern sollte, denn damals waren die Drecksdinger doch neu. Aber soweit denkt Silke nicht - das wäre unromantisch - und da blättert sie ja auch schon im Buch; den Köder hat sie schon geschluckt.

Nicht schlecht , denkt sie, als da der romantische Held die Prinzessin nach altem Brauch aufs Gaul hievt, den Feind im Rücken und die Not der armen ländlichen Bevölkerung im Sinn. Da steckt doch edles Streben nach Gerechtigkeit und Lechzen nach blaublütigen Titten drin. Keine schlechte Mischung. Und historisch ist s auch, da kann man was lernen.

Aber man kauft nicht das erste Buch, das man zur Hand nimmt. So einfach gestrickt und manipulierbar will doch keiner sein. Da könnte man ja gleich mit der Hand vor den Augen in die Buchhandlung rein, mit den Fingern auf ein Werk tippen und sagen: "Das und kein anderes soll s sein." Was eigentlich lustig wäre, denn die Wahrscheinlichkeit, ein außerordentlich lustiges, spannendes und/oder informatives Buch auf den Büchertischen zu finden, hält sich ohnehin in Grenzen und Silke hätte nachher auch mehr Zeit für den Kaffee mit Harald, wenn sie den Aufenthalt in der Buchhandlung auf diese gewitzte Art verkürzen würde.

Doch Silke gehört nicht zu den gewitzten Zeitgenossen. Das weiß sie aber nicht und deshalb kommt sie im Leben alles in allem gu

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