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Wag es noch einmal, Maggie! von Hohl, Joan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.12.2016
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Wag es noch einmal, Maggie!

Ich werde dich jetzt küssen, Maggie, raunt Luke, und Maggie ist wie gelähmt. Darf sie dem Verlangen nachgeben, das sie für den faszinierenden Spielcasinobesitzer empfindet? Schon einmal hat ein aufregender Mann sie enttäuscht. Oder setzt sie ein zweites Mal alles auf die Liebe?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 04.12.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733774363
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1284 kBytes
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Wag es noch einmal, Maggie!

1. KAPITEL

Seit einer knappen Stunde betrachtete Luke Grainger ärgerlich den Verlobungsring, den er vom Teppich seines Büros aufgehoben hatte. Dort war er sehr unsanft gelandet, nachdem Natalie Crane ihn voller Wut abgestreift und in Lukes Richtung geworfen hatte.

Die eiskalte, allzeit beherrschte Natalie Crane! Diese makellos schöne Frau, die sich bisher durch nichts hatte aus der Fassung bringen lassen, hatte sich nicht einmal die Zeit genommen, ihn anzuhören. Obwohl es zu ihrer Art passte, dass sie anderen grundsätzlich nicht gern zuhörte, ärgerte es ihn diesmal mehr als je zuvor.

Im Grunde war es ihm an diesem Vormittag nicht besser ergangen als den armen Gestalten, über die sie von ihrem hohen Ross aus ein Urteil fällte, ehe sie den blassesten Schimmer hatte, um wen es sich handelte.

Was Luke Grainger an diesem besonderen Vorfall in Rage brachte, war nicht einmal so sehr der Umstand, dass ihre blindwütigen Unterstellungen ihn selbst trafen. Nein, vor allem verfluchte er sich dafür, dass er bis vor Kurzem freiwillig mit Natalie verlobt gewesen war.

Mochten andere Männer solche Frauen verstehen - ihm würde es wohl nie gelingen! Aber wollte er es überhaupt? Ein verächtliches Grinsen huschte über Lukes Lippen. Nein, er wollte nicht.

Glücklicherweise war er nicht in sie verliebt gewesen. Die Verlobung mit Natalie war eine Vernunftentscheidung gewesen: Luke hatte eines Tages beschlossen, dass es mit fünfunddreißig Jahren Zeit für ihn würde, eine Familie zu gründen.

Zu diesem Zeitpunkt war Natalie Crane gerade seine ständige Begleiterin bei gesellschaftlichen Anlässen. Er hatte geglaubt, dass sie sich zur Ehefrau des Kasinobesitzers von Deadwood, South Dakota, hervorragend eignen würde.

Sie hatte eines der teuersten Colleges besucht, war elegant und ausgesprochen standesbewusst. Bedauerlicherweise gab es an den Colleges, die reiche Töchter wie Natalie besuchten, Hochnäsigkeit als Gratis-Unterrichtsfach.

Trotzdem hatte man ihn um seine Begleitung beneidet, und es gab ihm eine gewisse Befriedigung, dass Natalie überall angehimmelt wurde.

So hatte er sich denn auch nicht im Geringsten daran gestört, dass er sie nicht liebte. Schließlich hatte er die Freundinnen, die er vor ihr gehabt hatte, auch nicht geliebt.

Genau genommen war er noch nie richtig verliebt gewesen. Deshalb war er irgendwann zu der Erkenntnis gekommen, dass dieses ganze Gerede von Liebe, Schmetterlingen im Bauch und Leidenschaft reine Erfindung sein müsste.

Was waren das denn auch für Leute, die diesen Singsang vom großen Glück in der vollkommenen Liebe anstimmten? Seine diesbezüglichen Informationen kamen aus ziemlich unzuverlässigen Quellen. Da war zum Beispiel - als Nächstliegendes - seine unglückliche Sekretärin Karla, die bis vor wenigen Wochen förmlich durch ihr Büro geschwebt war.

Monatelang hatte sie in dem Glauben gelebt, die große Liebe gefunden zu haben.

Heute war sie am Boden zerstört und ihr Herz gebrochen.

Selbstverständlich gab es auch positive Beispiele, wie seine Eltern oder seinen Bruder Adam mit Frau. Aber das waren eben Ausnahmen.

Anders jedenfalls konnte er sich nicht erklären, dass er bei keiner Frau Schweißausbrüche, Gänsehaut und Konzentrationsstörungen bekam. Das war auch gut so: Wer wollte sich schon wie ein Grippekranker durchs Leben schlagen? Luke Grainger bestimmt nicht. So umwerfend konnte gar keine Frau sein, dass sie dieses Opfer lohnte.

Da war es ihm entschieden lieber, er behielt seine Konzentrationsfähigkeit, seine Selbstdisziplin und seine gelegentlichen Anwandlungen von körperlichem Verlangen unter Kontrolle. Auf diese Weise gestalteten sich seine Beziehungen durchweg unverbindlich und wenig aufregend.

Mit Natalie war es dasselbe gewesen. Nicht eine Minute hatte ihn der Gedanke an sie ablenken können, wenn er Zahlenkolonnen vor sich hatte, in einer Sitzung saß oder ein Buch lesen

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