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Wasser, Wind und Weite von Graf, Katja Fiona (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.03.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Wasser, Wind und Weite

'Papa, ich bin so weit gefahren, bis da kein Land mehr war und es fühlte sich noch immer nicht weit genug an.' Lenas Welt gerät aus den Fugen, als sie entdeckt, dass Robert sie die ganze Zeit nur belogen hat. Sie flieht vor ihrem alten Leben auf eine kleine ostfriesische Insel und lernt Dierk kennen, ein Mann der irgendwie immer für alles eine Lösung hat, und Lenas Welt droht schon wieder Kopf zu stehen. Soll sie wirklich alles stehen und liegen lassen und München für immer den Rücken kehren? Ein Roman über die Wandlungen im Leben und die Veränderungen, die es manchmal braucht, um etwas Neues zu beginnen. Katja Fiona Graf wurde 1969 in Nürnberg geboren. Nach der Schule studierte sie zunächst Sprachen und lebte später eine Zeit lang in England. Erst im Jahr 2009 entschied sie, sich beruflich neu zu orientieren und einen neuen Studiengang zu belegen. Das Curriculum umfasste neben diversen Entspannungstechniken vor allem auch Psychologie. Katja Graf arbeitet seit 2013 in der eigenen Psychologischen Beratungspraxis 'Praxis für Lebensfreude' in Nürnberg. Im Jahr 2011 hat sie die Ausbildung zur Entspannungstrainerin abgeschlossen. Bereits seit 2010 ist sie Seminarleiterin für Autogenes Training und Übungsleiterin für Rückenschule und gibt erfolgreich Entspannungs- und Wellnesskurse sowie Präventionskurse im Gesundheitswesen. 2012 folgte dann die Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie. Zusätzlich konnte sie in zahlreichen Schulungen ihr Wissen und ihr Spektrum immer mehr erweitert. Das Angebot umfasst zudem Gesprächskreise, Paar- und Eheberatung, Jobcoaching und Lösungsorientierte Beratung. Autogenes Training, Körperwahrnehmung, EFT Klopf-Akupressur, Meditation und Imagination sind nur einige von Katja Fiona Graf angebotene Kurse. Weitere Seminare und Kurse finden Sie unter: www.katja-graf.de. Seit 2016 studiert sie zudem Buddhismus. Der Buddhismus und die moderne Psychologie ergänzen sich hervorragend. Wer Buddhismus praktiziert, wird durch die Meditation und die Konzentration auf den Atem, bald eine tiefe Entspannung erfahren. Der Philosophische Ansatz im Buddhismus kann vielen Menschen helfen ein positives Selbstbild zu entwickeln und sich von alten Denkmustern zu befreien, die schädlich für die Seele sind. Zitat: Katja Fiona Graf

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 180
    Erscheinungsdatum: 17.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739265865
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 594 kBytes
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Wasser, Wind und Weite

1

Die Flucht

Lena saß am Strand und blickte hinaus aufs Meer. Sie hatte die Lehne ihres Strandkorbs etwas zurück gestellt und das kleine Fußbänkchen ausgezogen. Geschützt vor der steifen Brise, die hier immer wehte, genoss sie es in der Sonne zu liegen. So hatte sie es sich vorgestellt. Es war wie im Bilderbuch. Die See war heute ruhig und die Wellen schwappen sanft ans Ufer. Das Geräusch der Wellen machte sie ein wenig schläfrig und sie streckte sich gemütlich aus. Der Himmel war blau, hellblau! Ganz anders als zuhause. Hier schien der Himmel durchsichtig und die wenigen Wolken am Himmel wirkten wie dünnes Papier oder Seide, durchscheinend und klar. Sie konnten der Sonne nichts entgegensetzen. Der Tag war strahlend schön und die Sonne zauberte tausende von Lichtreflexen auf die Wasseroberfläche, die wie winzige Spiegel in einem Kaleidoskop auf den Wellen tanzten.

Die Möwen zogen kreischend ihre Kreise über dem Wasser und tauchten ab und zu pfeilschnell in die Wellen, um kurz darauf mit einem Fisch im Schnabel wieder nach oben zu steigen.

Lena sog die frische Luft mit geschlossenen Augen ein und genoss den Geruch nach Salzwasser und Meer. "So könnte es immer sein", dachte Lena und machte es sich in dem geräumigen Strandkorb gemütlich.

Das hatte sie sich gewünscht. Gleich nach der Trennung von Robert hatte sie die Reise gebucht. Sie wollte nur eins: Weg! Weit weg! Es war weniger ein Urlaub, es war eine Flucht. Ja, wenn sie ehrlich war, war sie weggelaufen. Weg von der leeren Wohnung, den einsamen Abenden, den mitfühlenden Freunden und dem schonungslosen Gerede ihrer Mutter, die natürlich mal wieder "gleich gewusst hatte, dass Robert nicht der Richtige für sie war". Sie wollte das alles hinter sich lassen. Vor allem die Erinnerung daran, wie sie ihn aus dem Babygeschäft hatte kommen sehen, glücklich, mit einem Zwillingskinderwagen und seiner über das ganze Gesicht strahlenden, hochschwangeren Frau. Lena hatte im Straßencafé gegenüber gesessen und wollte ihren Augen nicht trauen. Erst als Robert den Kinderwagen umständlich in sein kleines Cabrio verfrachtete, war sie sich wirklich sicher.

"Schatz, es wird jetzt wirklich Zeit, dass du dir ein größeres Auto kaufst, in ein paar Wochen sind die Zwillinge auf der Welt! - Wir brauchen eine Familienkutsche Darling!", hatte seine Frau lachend gesagt. "DU brauchst ein größeres Auto Schatz!", hatte Robert entgegnet. "Wir kaufen dir gleich nächste Woche ein hübsches Auto mit allen Raffinessen, zwei Kindersitzen, einer großen Ladefläche für den Kinderwagen und allem, was du dir wünschst. Für meine Fahrten ins Büro ist der Roadster genau richtig, umso schneller kann ich wieder bei euch sein". Er geleitete seine Frau noch zur Eingangstür des Ärztehauses, gleich neben dem Café.

"Dr. Meier, Gynäkologe" , hatte Lena von Weitem, das Schild neben der Tür entziffert. "Geh schon mal hoch zu Dr. Meier, ich komme gleich nach, sobald ich unseren "Einkauf" nach Hause gebracht habe." Dabei hatte er lachend auf den großen Kinderwagen, der zur Hälfte aus seinem Cabrio hing, gedeutet. "Fangt nicht ohne mich an!" Mit einem Lächeln war er in sein Auto gesprungen und davongebraust.

Lena war aufgesprungen und im Eilschritt zum Ärztehaus gelaufen. Sie war gleichzeitig mit der Frau am Aufzug angekommen und hatte ihr freundlich die Tür aufgehalten. Lena war sofort der Ehering am rechten Ringfinger aufgefallen. Sie waren also wirklich verheiratet!

Roberts Lüge mit dem Verlobungsring, der noch immer einen weißen Streifen auf seiner Hand zeichnete, obwohl er angeblich schon so lange Single war. Angeblich hatte er den Ring in einen See geworfen. Alles erfunden. Er hatte sie die ganze Zeit über angelogen. Jetzt war ihr auch klar, warum sie immer bei ihr waren. Sie kannte Roberts Wohnung nicht, nicht seine Freunde, nicht seine Familie. Auf einmal machte das alles Sinn, es fügte sich wie ein Puzzle zusammen.

Lena hatte die d

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