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Wenn das Glück erwacht Liebesroman von Carr, Robyn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.01.2019
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Wenn das Glück erwacht

Emmas Leben liegt in Scherben: Bevor ihr Ehemann in Haft kommt, begeht er Selbstmord. Obwohl Emma nichts mit seinen kriminellen Geschäften zu tun hatte, wird sie von allen gemieden. Einen sicheren Hafen hofft sie in ihrer alten Heimat zu finden. Aber der Neuanfang gestaltet sich schwieriger als gedacht. Denn auch hier warten nicht nur schöne Erinnerungen auf sie. Insbesondere vor einer Begegnung mit ihrer ehemals besten Freundin Riley fürchtet sie sich. Umso überraschter ist Emma, dass ausgerechnet Rileys Bruder Adam sie mit offenen Armen empfängt - und immer genau dann zur Stelle ist, wenn sie eine starke Schulter zum Anlehnen braucht ... "Ein unterhaltsames Lesevergnügen für alle, die Romane mit starken Frauenfiguren mögen, und für alle, die gern Liebesgeschichten lesen." Library Journal Seit Robyn Carr den ersten Band ihrer von den Kritikern gefeierten Virgin-River-Serie veröffentlichte, stehen ihre Romane regelmäßig auf der Bestsellerliste der New York Times. Auch ihre herzerwärmende Thunder-Point-Serie, die in einem idyllischen Küstenstädtchen spielt, hat auf Anhieb die Leser begeistert. Robyn Carr hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Ehemann in Las Vegas.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 04.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955769000
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: The Life She Wants
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Wenn das Glück erwacht

1. Kapitel

Es sind die kleinen Dinge, an denen du zerbrichst. Das hatte Emma Shay in letzter Zeit häufig gedacht. Sie ertrug es, dass ihr alles genommen wurde, während sie in einem kleinen Motel an der Küste von New Jersey quasi unter Hausarrest stand. Während ihr Mann beerdigt wurde. Während die Reporter ihr unterstellten, dass sie von den Betrügereien ihres Mannes gewusst hatte und vielleicht sogar seine Komplizin war. Das alles hielt sie aus. Doch als der Absatz ihrer besten Slingback-Pumps abbrach und sie die Treppe vor dem Gerichtsgebäude herunterfiel, brach sie in Tränen aufgelöst zusammen. Das Foto ging durch sämtliche Medien, selbst im "People"-Magazin wurde es abgedruckt. Als man sie kurz darauf in ihrem Yogastudio bat, in Zukunft nicht mehr zu kommen, wäre sie vor Scham am liebsten gestorben. An diesem Abend weinte sie sich in den Schlaf. Niemand hatte ihr je erklärt, dass so ein letzter Strohhalm schwer zu fassen war.

Das gesamte Inventar aus ihrem Apartment in Manhattan und ihrem Ferienhaus war versteigert worden. Sie hatte nur einige praktische Dinge zusammengepackt, ihre Alltagskleidung hatte sie zu einem Teil an Frauenhäuser gespendet. Natürlich waren alle Wertgegenstände - die Kunstwerke, das Glas, das Porzellan, das Tafelsilber und der Schmuck - als Erstes gepfändet worden. Sogar Gegenstände, bei denen sie beweisen konnte, dass sie nichts mit Richards krummen Geschäften zu tun gehabt hatten, wie die Hochzeitsgeschenke von Freunden. Ihre Designerroben waren weg. Ihr Hochzeitskleid von Vera Wang. Einen gewissen Teil ihrer teuren Bettwäsche und Handtücher und der Küchenausstattung samt Gläsern, Tischsets, Servietten und so weiter durfte sie behalten. Außerdem nahm sie die Kiste mit Fotos mit, von denen die meisten aus der Zeit vor Richard stammten. Sie lud alles in ihren Toyota Prius. Selbstverständlich war der Jaguar auch Geschichte.

Man hatte ihr einen finanziellen Vergleich angeboten, nachdem man ihr nicht nachweisen konnte, dass sie etwas mit Richards Schneeballsystem zu tun gehabt hatte. Natürlich konnte man es nicht nachweisen, denn sie war ja unschuldig. Aber sie hatte auch nicht gegen Richard ausgesagt - allerdings nicht etwa aus Gründen der Loyalität oder weil es ihr von Rechts wegen zustand, sondern schlicht, weil sie nichts zu erzählen hatte, das in irgendeiner Weise dem Verfahren geholfen hätte. Sie war nicht etwa jeden Tag im Gerichtssaal gewesen, um Richard zu unterstützen, sondern bloß, weil sie wissen wollte, welcher Verbrechen er genau beschuldigt wurde. Sie hatte damals Ersparnisse in Höhe von neuntausend Dollar mit in die Ehe gebracht. Jetzt war sie Witwe, und die neuntausend Dollar hatte man ihr gelassen. Sie befanden sich auf ihrem Girokonto und würden ihr als Reserve dienen. Emma verließ New York und fuhr einmal quer durchs Land - bis nach Sonoma County, wo sie aufgewachsen war.

Sie hatte alles gründlich durchdacht. Schon Monate vor Richards Tod. Sie hätte die Vergleichssumme akzeptieren und sich in die Karibik absetzen können. Oder vielleicht nach Europa. Die Schweiz hatte ihr immer gefallen. Sie hätte einen anderen Namen annehmen, sich die Haare färben und über ihre Vergangenheit lügen können. Aber was, wenn man ihr auf die Schliche kam? Wollte sie wirklich ein Leben auf der Flucht führen?

Stattdessen lehnte sie das Vergleichsangebot ab und trennte sich von allem, was sie hätte behalten können. Denn sie wollte Richards zu Unrecht erworbene Güter nicht. Obwohl sie selbst niemanden betrogen hatte, konnte sie guten Gewissens nicht unter solchen Umständen leben.

In Santa Rosa kannte sie noch ein paar Leute von früher. Mit einigen war sie in Kontakt geblieben. Es war ihre alte Heimat. Von ihrer Familie lebte jedoch kaum noch jemand hier. Ihre Stiefmutter Rosemary war mit ihrem dritten Ehemann nach Palm Springs gezogen. Soweit Emma wusste, wohnten ihre Stiefschwester Anna und ihre Halbschwester Lauren noch geme

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