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Wenn das Leben einfach passiert von Hübner, Diana (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Wenn das Leben einfach passiert

Eine unglaubliche Liebesgeschichte, gepaart mit Misstrauen, Unverständnis und äußerst gefährlichen Begegnungen. Isabellas vormals ruhiges Leben wird zu einer Achterbahnfahrt, der sie nicht entrinnen kann. Nicht mehr als sie erfährt, wer sie wirklich ist und erkennen muss, dass die aufkeimenden Liebe zu einem geheimnisvollen Mann zum Scheitern verurteilt ist. Diana Hübner wurde 1974 in Südthüringen geboren und lebt noch immer mit ihrer Familie in ihrem kleinen Heimatdorf in der Nähe des Rennsteiges. Hauptberuflich ist sie Polizeibeamtin und Mutter dreier Kinder. Diana Hübner schrieb bereits in jungen Jahren Geschichten, Gedichte und kleine Theaterstücke und hat sich nunmehr mit ihren Romanen einen Kindheitstraum erfüllt. Das aktuelle Werk: "Wenn das Leben einfach passiert" ist ihr siebter Roman. Ihre bereits veröffentlichten Romane: "Traumleuchten" 2014 "Seelentrost" 2014 "Un(d)endlich ich" 2015 "Tor zur Vergangenheit" 2015 "Finde mich" 2017 "Mutterlüge" 2018

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 284
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783748197898
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 1465 kBytes
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Wenn das Leben einfach passiert

3

Ausgeruht und voller Energie stand Isabella am nächsten Morgen auf. Sie nahm sich vor, nach einem starken Kaffee weiter auf Erkundungstour durch die Stadt zu ziehen.

Ihr Weg führte sie über die Via del Corso entlang des Tibers an der Engelsburg vorbei in Richtung Via Crescenzio. Sie beobachtete die Straßenkünstler, die mit ihren Tricks die vorbeikommenden Menschen begeisterten, betrachtete die wunderschön angelegten Parks und nahm sich die Zeit, sich mit einem Kaffee auf eine Bank zu setzten und die Atmosphäre zu genießen.

Isabella befand sich in der Nähe des Vatikans und auch, wenn sie es nicht unbedingt mochte, mit vielen Menschen durch die Räumlichkeiten des Petersdoms und der Sixtinischen Kapelle geschoben zu werden, verspürte sie dennoch Lust, sich von der unglaublichen Geschichte einfangen zu lassen.

Die Mauern des Vatikans ragten majestätisch vor Isabella auf und allein dieser Anblick beeindruckte sie. Sie konnte sich nicht erinnern, ob sie als Kind bereits hinter die Mauern des Vatikans hatte blicken dürfen. Viele Erinnerungen an Rom waren verblasst, nur die Erzählungen ihrer Eltern, speziell die ihrer Mutter, hatten ihr das Gefühl vermittelt, bereits alles zu kennen.

Schon als sie die Eingangshalle des Vatikanmuseums betrat, war Isabella überwältigt. Die unzählig vielen Touristen störten sie nicht mehr. Sie lauschte der Stimme ihres Audioguides und begab sich auf ihre eigene Reise durch die Geschichte des Vatikans. Der kleinste und gleichzeitig reichste Staat der Welt hatte sein ganz eigenes Flair. Fast war man versucht daran zu zweifeln, dass dieser Staat im Herzen der Hauptstadt Italiens seine Berechtigung hatte...zumal es den Römern wohl ähnlich zu ergehen schien, hörte man ihnen aufmerksam zu. Angesichts der unfassbar zahlreichen Reichtümer, die allein im öffentlich zugänglichen Teil des Vatikans zu finden waren, stellte sich die Frage, ob man damit nicht tatsächlich anders umgehen und sie gemeinnützig verwenden und nutzen könnte. Eine wahnsinnig umfangreiche Galerie an Gemälden, Wandteppichen und Kunstwerken säumte die Gänge und ließ jeden einzelnen Besucher in längst vergangene Zeiten eintauchen.

Als Isabella in die ehemaligen Privatgemächer von Papst Paul V. eintrat, war sie beeindruckt und gleichzeitig verwirrt. Gemälde großer Künstler, die dem Papst geschenkt worden waren, hingen in der Küche, dem Aufenthaltsraum und den Fluren. Unglaublich, zumal diese Bilder nicht einmal zusätzlich gesichert und für jeden frei zugänglich waren.

Vertieft in die Betrachtung der Kunstschätze bemerkte sie nicht, wie sich ein Mann an ihr vorbeischob.

Die Stille in der Sixtinischen Kapelle war angenehm. Keiner der Anwesenden konnte den Blick von Michelangelos Deckenfresko zur Entstehung der Schöpfungsgeschichte lassen. Auch Isabella war fasziniert und ließ sich von den vielen einzelnen Szenen und den ungewöhnlichen Farben einfangen. Doch nicht nur die Fresken und Gemälde wurden bestaunt, auch sie wurde beobachtet...

Es war sehr warm an diesem Tag und Isabella war dankbar, nach dieser beeindruckenden Reise in die Geschichte des Heimatlandes ihrer Mutter auf dem Petersplatz einen Trinkbrunnen gefunden zu haben. Sie trank aus ihren Händen, benetzte ihr Gesicht und wollte gerade nach einem Tuch in ihrer Tasche suchen, als ihr ein junger Mann ein Taschentuch reichte. Isabella schaute auf und wollte sich bedanken, doch sie war gezwungen innezuhalten. Sie versank in blaue Augen, die es ihr für einen Augenblick lang unmöglich machten, etwas zu sagen. Sie hatte das Gefühl, diese Augen zu kennen, die Sehnsucht in ihnen, die Vertrautheit und den kurzen Blick in eine liebevolle und sensible Seele. Es fühlte sich an, als ob diese Augen das Tor zu ihrer eigenen Seele wären. Alles um sie herum schien zu verschwimmen und gleichzeitig ganz klar und deutlich zu werden. Ungewöhnlich viele Farben begannen in den Augen dieses Mannes zu tanzen und

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