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Wenn meine Welt voll Kirschen ist, was tu ich mit den Kernen? von Bombeck, Erma (eBook)

  • Erschienen: 20.10.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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Wenn meine Welt voll Kirschen ist, was tu ich mit den Kernen?

'Wenn eine Frau nicht mehr auf Flohmärkte reagiert, gebe ich ihr offen gestanden kaum noch Überlebenschancen.'

Erma Bombeck, leidgeplagte Mutter von drei Kindern und verheiratet mit einem Mann mit Ansprüchen, kämpft sich mit Humor und Ironie durch die Tücken des Alltags.
Die Kinder wollen im Kinderzimmer Kaninchen züchten, der Gatte wünscht jeden Abend kulinarische Hochgenüsse und die Putzfrau lehnt Waschmittel grundheraus ab. Da hilft nur Ruhe bewahren, tief durchatmen und sich mit viel Ironie und Witz den Situationen zu stellen.
'Rätsel der Mutterschaft', 'Reisen erweitert nicht nur den Horizont, sondern auch die Taille' oder 'Vor lauter Lachen muß ich weinen' -Erma Bombeck stellt sich jedem Thema!

Erma Bombeck begann mit 37 Jahren Bücher über ihren Familienalltag zu schreiben und avancierte in kürzester Zeit zu einer der bekanntesten Autorinnen der USA. Ihre Kolumnen erschienen in über 800 Tageszeitungen und ihre Bücher waren monatelang in den amerikanischen Bestsellerlisten vertreten.

Produktinformationen

    Größe: 5640kBytes
    Herausgeber: Bastei Lübbe
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 225
    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    ISBN: 9783732517602
    Erschienen: 20.10.2015
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Wenn meine Welt voll Kirschen ist, was tu ich mit den Kernen?

Es gibt Dinge im Leben, die werden meiner Ansicht nach gewaltig überschätzt: heiße Hühnersuppe, auf den Arm tätowierte Anker, Penicillin und Flitterwochen.

Die Flitterwochen sind einer der peinlichen Anlässe, bei denen man weiß, dass alle anderen sich weit besser amüsieren als man selbst. Man gibt es nur nicht zu. In einem Urlaubshotel in Antibes wird zurzeit eine Ruhmeshalle für Flitterwöchner eingerichtet. Dort werden in einer herzförmigen Nische Sammlerstücke über berühmte Liebespaare der Geschichte und Literatur aufgestellt! Fotos, Erinnerungsstücke, Briefe usw.

Bis jetzt gehören dazu: ein Tonband mit der historischen Erklärung des Herzogs von Windsor, er verzichte aus Liebe auf den Thron; Comic-Zeichnungen von Biene Maja und Willi und Filmausschnitte sämtlicher Hochzeiten von Elizabeth Taylor.

Der Gedanke, wer noch alles in diese Flitterwöchner-Gedenkstätte gehört und aus welchem Grund, beschäftigt mich sehr. Ich wüsste einige Kandidaten, die ich nominieren würde.

Ruth und Walther für die kürzesten Flitterwochen unserer Zeit. Schon während des Hochzeitsempfangs schoss sie ihn ins Bein, weil er zu heftig mit einer der Brautjungfern flirtete.

Sue und Ted für den ausgefallensten Honigmond. Während Sue schwamm, Tennis spielte und Einkäufe machte, ging Ted eisfischen, fuhr Ski, spielte Karten und trank mit seinen Kumpeln. Nicht für jeden Menschen sind getrennte Flitterwochen die Lösung, Sue und Ted genossen sie.

Laura und Stewart: das Paar, das in den Flitterwochen den größten seelischen Gleichmut bewies. Gleich nach der Hochzeit entdeckte sie, dass er sich wegen bewaffneten Raubüberfalls nur zur Bewährung auf freiem Fuß befand, die Röteln hatte, bereits verheiratet war und einen Sohn sein eigen nannte, der als Brandstifter einsaß. Außerdem hatte Stewart für den Hochzeitsempfang bereits 75 000 Dollar aus ihrer Lebensversicherung abgehoben.

Laura reagierte sehr gelassen: "Was soll's, die Flitterwochen sind nun mal eine Zeit der gegenseitigen Anpassung!"

Es sind eine Masse Theorien im Umlauf, warum heutzutage die Ehen so kurz halten. Ursprünglich war es ja einfacher: Man versprach, einander zu lieben und zu ehren in guten und schlechten Tagen, und fragte sich allenfalls, wie schlecht die Tage wohl werden würden. Meist haben die schlechten Tage ja gar nichts Dramatisches an sich. Es sind Kleinigkeiten, die einer Ehe das Rückgrat brechen.

Um nur ein Beispiel zu nennen: Eine Frau kann den ganzen Louvre in Paris durchwandern und 5000 atemberaubende Gemälde an den Wänden hängen sehen. Ein Mann kann den ganzen Louvre in Paris durchwandern und sieht nichts anderes als 5000 Nägel in den Wänden. Hier liegt der fundamentale Unterschied.

Ich habe nie herausbekommen, warum ein Nagel in der Wand einen gesunden, starken, erwachsenen Mann zu Tränen rühren kann. Ich begegnete diesem Phänomen zum ersten Mal acht Tage nach meiner Hochzeit. Ich kam, einen Nagel und einen Hammer in der Hand, zufällig in der Küche an meinem Mann vorbei.

"Wohin willst du mit Hammer und Nagel?", fragte er mich erbleichend.

"Ich will nur eben einen Handtuchhalter anbringen."

Er hätte nicht entsetzter dreinschauen können, wenn ich gesagt hätte, ich wolle einen Pfahl ins Herz eines Vampirs treiben.

"Musst du dazu einen solchen Bolzen in die Wand hauen?"

"Nein", sagte ich und lehnte mich an den Ausguss, "natürlich könnte ich den Handtuchhalter auch in einer Ecke auf den Boden stellen und von allen Seiten abstützen, oder ihn mir an einem Strick um die Taille hängen, oder auch ganz auf ihn verzichten und neben der Spüle einen großen, zottigen Hund anketten, um mir an ihm die Hände abzutrocknen."

"Was haben Frauen nur immer? Nie können sie eine saubere, glatte kahle Wand sehen", knurrte er.

"Und was haben Männer nur immer, dass sie es so gar nicht ertragen, die Notwendigkeiten des täglichen Gebrauchs an den Wänden hängen zu sehen?

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