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White Wedding - Im Guten wie im Bösen von Cleary, Anna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.05.2014
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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White Wedding - Im Guten wie im Bösen

Eine Hochzeit - 5 Geschichten! White Wedding: die neue romantische Kurzgeschichtenreihe von LYX.digital. Die Einladung zur Hochzeit von Honey und Brent, trifft Eve wie ein Stich ins Herz. Hatte sie doch seit einem Kuss auf einer Geschäftsreise gehofft, Brent - ihren Chef - eines Tages für sich gewinnen zu können. Auf der Hochzeit will sie ihm ein letztes Mal die Möglichkeit geben, mit ihr auszubrechen, und zieht dabei die Aufmerksamkeit eines anderen Gastes auf sich ... (ca. 70 Seiten)

Anna Cleary lebt in Australien und fand schnell heraus, dass man beim Schreiben der Realität noch viel besser entfliehen kann als beim Lesen. Seitdem schreibt sie Liebesromane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 70
    Erscheinungsdatum: 15.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802595615
    Verlag: LYX
    Größe: 408 kBytes
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White Wedding - Im Guten wie im Bösen

1

An diesem Hochzeitsprobedinner teilzunehmen, war das Grausamste, das man Eve Fortescue zumuten konnte. Die Abenddämmerung warf violette Schatten, als sie in Begleitung ihrer Tante Minna auf den Country Club von Bellefleur zuging, wo das Essen stattfinden sollte. Bei jedem einzelnen Schritt fühlte sie sich, als ginge sie über scharfe Rasierklingen.

Sie konnte kaum atmen in ihrem hautengen, blutroten Etuikleid. Honey Moreau mochte es zwar geschafft haben, sich Brent Delacroix zu angeln, aber noch waren sie nicht verheiratet, flüsterte das Engelchen auf Eves Schulter ihr leise zu. Und obwohl Brent sicher nur Augen für seine Braut haben würde, hatte der Engel beschlossen, dass Eve so sexy wie die Sünde auf diese Party schweben sollte.

Eve hatte ihr Bestes gegeben, auch wenn hübsch auszusehen ihr kein besonderes Vergnügen bereitete. Der tiefrote Satin betonte zwar ihre dunklen Augen und ließ das tiefe Kastanienbraun ihrer Haare und die rosigen Wangen leuchten, aber unter all der schicken New Yorker Aufmachung, einschließlich der schwarzen Spitzenunterwäsche, die ihre Haut so zart streichelte wie der Atem eines Liebhabers, blutete ihr das Herz. Der einzige Trost, an den sie sich klammerte, war der Gedanke, dass wenigstens niemand ihr trauriges kleines Geheimnis kannte.

Nicht auszudenken, wenn es herauskäme! Eve Fortescue, der schöne Star des Bellefleur-Theaters, die berüchtigte Herzensbrecherin und Verführerin, war hoffnungslos in den Bräutigam verliebt.

"Vergiss nur nicht, dass du eine Fortescue bist", ermahnte Minna sie. "Auch wenn unsere Familie wegen der Gier gewisser Leute schwere Zeiten durchmachen muss, heißt das noch lange nicht, dass wir nicht genauso gut wären wie diese Delacroix."

"Tantchen", flüsterte Eve und legte ihrer Tante beruhigend die Hand auf den Arm, als sie bemerkte, dass Brents Mutter und einige ihrer Nachbarn nur wenige Schritte entfernt auf der Veranda standen. "Psst. Sonst hört dich noch jemand."

Ein Kribbeln im Nacken warnte sie, dass sich ihnen jemand von hinten näherte. Als sie sich umdrehte, blickte sie in die kühlen, grauen Augen von Brents Cousin Rainer Delacroix, gerade als Minna mit einem durchdringenden Flüstern hinzufügte: "Und ich hoffe, du hast nicht vor, jedes Mal den Kopf hängen zu lassen wie eine geknickte Lilie, wenn du den Bräutigam siehst. Ein Delacroix ist nichts für dich und kann auch nie etwas für dich sein."

Rainers intelligente graue Augen verengten sich mit einem Funkeln, und Eve errötete bis unter die Haarwurzeln. Was auch immer Minna wusste oder zu wissen glaubte, das hier war jedenfalls nicht der richtige Ort dafür.

Warum nur schienen einem manche Männer durch ihre bloße Gegenwart die Luft zum Atmen zu rauben? Wie um ihre Verlegenheit noch zu verstärken, legte sich ein mitleidiger Ausdruck auf Rainers hagere, auf herbe Weise gut aussehende Züge. "Ah, Miss Fortescue, und ... Eve, nicht wahr?"

"Hi", murmelte Eve und ignorierte seinen demütigend mitleidigen Tonfall, mit dem er ihren Namen sagte.

Bloß keinen Blickkontakt herstellen. Soll er doch seine Spekulationen für sich behalten.

Minna dagegen war nicht so zurückhaltend. Kaum sah sie einen großen, starken Mann mit rabenschwarzem Haar, kantigem Mund und einem sexy kleinen Grübchen in seinem männlichen Kinn, schon vergaß sie ihre erbitterte Fehde mit den Delacroix und zwanzig ihrer erfüllten Lebensjahre obendrein.

"Also ... Rainer, nicht wahr?" Sie fuhr durch ihre tizianroten Haare und ihre grünen Augen funkelten. "Soweit ich

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