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Widowed Die Chaos-Theorie von Ohler, Cedric (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
10,99 €
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Widowed

Ich nenne es "die Bestie". Durch eine psychische Krankheit war ich schon als Kind eine tickende Zeitbombe. Der Teil des Gehirns, welcher der Selbstkontrolle dienen soll, ist in meinem Kopf nicht vorhanden. Jeder kleinste Ärger könnte mich zum Explodieren bringen. Ich weiß nie, wann es das nächste Mal passiert. Und deshalb wuchs ich auf der Straße auf. Als dann noch meine Eltern ermordet wurden, geriet ich in ein Leben, das bis heute meine Träume heimsucht. Ich schlief unter Brücken, prügelte, trank, rauchte, spritzte, tötete. Doch als ich Juliet kennen lernte, änderte sich alles. Ich war bereit, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Und jetzt muss ich feststellen, dass die Vergangenheit MICH nicht ruhen lässt. Zwischen Flashbacks, Schuldgefühlen und Rachsucht stellt sich noch eine viel größere Bedrohung zwischen mich und das Licht am Ende des Tunnels: Der Mörder meiner Familie ist zurück. Und er macht Jagd auf mich und die Liebe meines Lebens. Aber durch die Mutation in meinem Gehirn bin ich in der Lage, meine Umgebung in einem Winkel von 360° wahrzunehmen und jede Handlung meines Gegenübers exakt vorauszuberechnen. Ich führe Kriege, als wären sie Schach. Mein Name ist Ethan Widow. Und Pazifismus ist mir fremd. Doch dieser eine Kampf sollte mein letzter sein. _____________________________________ Eine Geschichte über Schicksal, Leid, Schuld, Entschlossenheit und darüber, dass in jedem Engel ein Dämon steckt - aber in jedem Dämon auch ein Engel. "Widowed - Die Chaos-Theorie" basiert auf den Fundamenten einer wahren Geschichte. Diese soll unterrichten, dass die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts ihren eigenen Peiniger darstellt. Und, dass Fairness und Gerechtigkeit lediglich eine Illusion sind. Um eine tiefe Bindung zwischen dem Leser und den Geschehnissen des Buches zu erschaffen, ist "Widowed - Die Chaos-Theorie" zudem mit einem multiplen Ende ausgestattet. Sie allein entscheiden, welcher Weg auf den letzten Seiten eingeschlagen wird. Cedric Ohler wuchs gemeinsam mit einem jüngeren Bruder in einer vierköpfigen Familie auf. Die meiste Zeit seiner Kindheit verbrachte er in den kleinen Dörfern Loverich und Immendorf, nahe der niederländischen Grenze, die er vor allem für ihre Ruhe und ihre Distanz zum Trubel der Großstadt liebte. Bereits im Alter von vier Jahren erlernte er das Lesen und Schreiben, wodurch sich schon in frühester Kindheit eine starke Bindung zur Literatur entwickelte. Mit den Jahren baute Ohler diese Leidenschaft weiter aus und kann das Schreiben heute zu seinen größten Hobbies zählen. Beruflich arbeitet er nicht nur als Roman-Autor, sondern auch als Ghostwriter im Bereich Marketing und Literatur. Zu seinen sonstigen Interessen gehören außerdem Songwriting, Technik, Reisen und Autos. In seiner Freizeit spielt er gerne Gitarre, arbeitet am Computer oder unternimmt spontane Roadtrips in seinem '93er Del Sol VTi. Seinen ersten Roman veröffentlichte Ohler im Jahre 2014 unter dem Titel "Abreise - Die Suche nach der Wahrheit". Rund zwei Jahre später folgt "Widowed - Die Chaos-Theorie". Ein Buch, welches lose auf der Lebensgeschichte des Autors basiert, der in die Rolle des Ethan Widow schlüpft, um seinen Lesern eine klare Botschaft zu vermitteln. Ohler's Ziel ist es, den Leser mit seinen Büchern nicht nur zu unterhalten, sondern zu belehren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 568
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743106604
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 4375kBytes
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Widowed

Sie sind faszinierende Tiere, diese Schweine. Ihr Todesurteil wird bereits am Tage ihrer Geburt gefällt. Sie sind dazu verdammt, in ihren engen Ställen zu überdimensionalen Fleischbällen auf vier Beinen heran gezüchtet zu werden, nur um eines Tages ihrem Schöpfer gegenüber zu treten. Können sie jemals erfahren, was Liebe bedeutet? Oder Freiheit? Ihr Schicksal sieht diese Aspekte nicht vor. Vom ersten Erblicken des Lichts, bis zum letzten Atemzug führen sie bloß ein lineares Leben, ohne jemandem viel zu bedeuten. Für uns sind sie bloß Futter. Und zu allem übel sehen wir sie auch noch als metaphorisches Symbol für Unreinheit und Schmutz. Dann werden sie kaltblütig ermordet. Aber für jede geschlossene Tür, öffnet sich eine Neue. So steht der gelernte Fleischer jeden Tag auf's Neue in seiner sterilen Kammer und bearbeitet die leblosen Körper der Tiere. Er hat nie etwas anderes getan. Morgen für morgen erwacht er in seinem Bett, steht auf, wäscht sich, zieht sich an. Und bevor er sich zur Arbeit aufmacht, blickt er kurz in die Zimmer seiner geliebten Kinder, die noch tief in ihren Träumen hängen. Dann fährt er los und beginnt seine Übeltaten. Sein Beil schnellt im Bruchteil einer Sekunde herab und schneidet in das Fleisch der einstigen Lebewesen. Ihr Blut glänzt an seiner Klinge wie Sterne in tiefster Nacht. Dieser scheinbar so gefühllose Mensch beraubt die Leichen ihrer Muskeln, ihrer Sehnen, ihrer Knochen. Und ihres Herzens. Er vertieft sich geradezu in seine Arbeit, von Sonnenauf- bis untergang. Niemand ist daher überrascht, dass seine Frau ihn verlässt. Sie sieht in ihm bloß einen sadistischen Mörder, der an der Zerstückelung eines Leichnams Freude findet. Sie packt ihre Sachen, nimmt ihre Kinder mit sich und flieht vor seiner Kälte. Doch für jede geschlossene Tür, öffnet sich eine Neue. Denn jeden Abend, wenn die Rolladen der Metzgerei herabschnellen, schleichen sich die verwaisten Kinder der Großstadt mit ermüdeten Augen durch den Hintereingang. Sie hoffen, dort den Inhaber des Ladens vorzufinden. Er gibt ihnen gerne das übrig gebliebene Fleisch des Tages. Für ihn ist es ohnehin kein Verlust. Seinen Kunden kann er ohnehin kein Geld für Wurst abverlangen, die tagelang unter dem insterilen Glas der Verkaufstheke liegen bleibt. Und für diese armen Kinder ist das wohl die letzte Rettung. Sie müssen sich ernähren um zu überleben. Abgemagert wie sie sind, ist jedes kleine Stück des geschlachteten Schweins wie ein Weihnachtsfest. Sie danken dem Tier für sein Opfer, ebenso wie sie dem frisch alleinstehenden Fleischer für seine ehrliche Arbeit danken. Für sie ist das der Alltag. Doch Hunger macht Menschen gierig. So ist es kein Wunder, dass die Kinder sich schon bald um ihr Essen zu prügeln beginnen. Der jüngste unter ihnen, gerade groß genug einen Schweineschenkel mit eigenen Händen tragen zu können, wurde schon immer vernachlässigt. Sein sicherer Hungertod war nur eine Frage der Zeit. Die anderen Kinder haben nicht einmal die Nerven, um ihn zu trauern.

Hunger ist ihre einzige Sorge. Der Kleine hatte keine Chance. Doch für jede geschlossene Tür, öffnet sich eine Neue. So war es pures Glück, dass der Bürgermeister dieser heruntergekommenen Stadt erst durch die Leiche des Kindes auf die fatale Tragik des Geschehens aufmerksam wurde. Er führt ein Leben in Wohlstand und hat vermutlich keine Vorstellung, wie Obdachlosigkeit sich überhaupt anfühlt. Doch er trauert um das Verderben seines Volkes. Eine Hilfsinitiative sollte sein Lösungsweg sein. Über die Zeitung, das Radio, das Fernsehen und sämtliche anderen Medien macht er die Leute auf das Unglück aufmerksam, das für die verwaisten Kinder Alltag bedeutet. Er schiebt seine anderen Pflichten beiseite und versucht mit Herz und Seele, die Obdachlosen seiner Stadt zu retten. Nicht lange sollte es dauern, bis seine verfeindeten Parteien dies als Argument gegen ihn nutzten. Bei der nächsten Abstimmung war der gute Mann dazu

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