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Wie heiß ist das denn? (K)ein Liebes-Roman von Berg, Ellen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.06.2018
  • Verlag: Aufbau-Verlag
eBook (ePUB)
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Wie heiß ist das denn?

Früher war mehr Liebe? Von wegen! Mitte vierzig ist ein komisches Alter, findet Bea. Mal fühlt sie sich jung und knackig wie eh und je, dann wieder melden sich Hitzewellen und Stimmungsschwankungen. Dass sich der Versöhnungssex mit ihrem Freund als Abschiedssex herausstellt, hebt ihre Laune auch nicht gerade. Warum gerät sie immer an die Falschen? Der Frust ist komplett, als Mutter Rosi, 64, und Tochter Mona, 19, mit neuen Liebhabern auftauchen - beide in Beas Alter. Geht gar nicht! Bea beschließt, erst mal männerlos glücklich zu werden. Aber dann steht mit Theo ein Mann vor ihr, der zwar definitiv der Falsche ist, ihr jedoch einen Hitzetsunami nach dem anderen beschert. Drei Frauen aus drei Generationen suchen die Liebe - und finden sie dort, wo sie sie am wenigsten vermuten.

Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt und lebt sie mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu. Ihre Romane "Du mich auch. (K)ein Rache Roman", "Das bisschen Kuchen. (K)ein Diät-Roman", "Den lass ich gleich an. (K)ein Single-Roman", "Ich koch dich tot. (K)ein Liebes-Roman", "Gib's mir, Schatz! (K)ein Fessel-Roman", "Zur Hölle mit Seniorentellern! (K)ein Rentner-Roman", "Ich will es doch auch! (K)ein Beziehungs-Roman", "Alles Tofu, oder was? (K)ein Koch-Roman", "Blonder wird's nicht. (K)ein Friseur-Roman", "Ich schenk dir die Hölle auf Erden. (K)ein Trennungs-Roman, "Manche mögen's steil. (K)ein Liebes-Roman" und "Wie heiß ist das denn? (K)ein Liebes-Roman" liegen im Aufbau Taschenbuch vor und sind große Erfolge.

Besuchen Sie die Autorin auch auf www.ellen-berg.de.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 15.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841215222
    Verlag: Aufbau-Verlag
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Wie heiß ist das denn?

Kapitel 1

Drei Monate später

"Entschuldigung", ertönte eine wohlklingende Männerstimme, "bin ich hier richtig bei Bea Lindemann?"

Ach du liebes bisschen. Ein Kunde? Um diese späte Uhrzeit?

Bea schaute von den Seidenkissen auf, die sie auf einer pfirsichfarbenen Ledercouch hin und her geschoben hatte. Sie konnte es einfach nicht lassen. Nicht mal heute, am Vorabend ihres Geburtstags. Obwohl die Uhr bereits kurz nach acht zeigte und Bea das Buffet für die morgige Party vorbereiten musste, war sie noch schnell in ihren Laden geschlüpft, um das Arrangement im Schaufenster zu überprüfen. Ohnehin neigte sie zum Perfektionismus, außerdem hatte sich für den folgenden Morgen ein potenzieller Auftraggeber angesagt. Da musste alles tipptopp aussehen. Dummerweise hatte sie vergessen, die gläserne Eingangstür abzuschließen.

"Frau Lindemann?"

"Ja, ich ...", flüchtig musterte sie den Eindringling, einen hochgewachsenen Herrn mit Hornbrille, "das heißt, nein, der Laden ist schon geschlossen, und ich habe leider noch zu tun. Deshalb muss ich Sie auf morgen vertrösten. Ab zehn Uhr stehe ich wieder zu Ihrer vollen Verfügung, wenn's recht ist."

"Verstehe."

Er sah sich interessiert um. Beas Laden in der Fontanestraße sieben war ja auch absolut sehenswert. Zwei Räume, einer hellgrün, einer dunkelviolett gestrichen, angefüllt mit originellen Designermöbeln: Beistelltische aus verwittertem Treibholz, pyramidenförmige Schränke mit pastellfarbenen Schleiflackflächen, bunte Kunstleder-Sitzsäcke, Lampen aus recycelten Industrieblechen. Im Durchgang zwischen den Räumen stand ein Strauß weißer Gladiolen in einem achteckigen Schirmständer aus gehämmertem Aluminium.

"Sehr aparte Sachen haben Sie hier", sagte der Mann anerkennend.

Sein Lob tat Bea gut. Sie war stolz auf ihr ungewöhnliches Sortiment - auch wenn die Wohn(t)räume immer noch bedenklich vor sich hin dümpelten. Die meisten Leute rannten eben lieber in seelenlose Möbelhäuser, wo man weder Qualität noch Einzigartiges bekam, aber billig shoppen konnte. Ex und hopp, hieß die verbreitete Devise. Irgendwelche Schnäppchen ergattern, die nach wenigen Jahren auf dem Sperrmüll landeten, und dann wieder was Neues.

Selbst die Großkunden setzten mittlerweile auf Massenware. Gerade war Bea ein wichtiger Auftrag durch die Lappen gegangen, die Neugestaltung des Hotels Residenz. Buchstäblich im letzten Moment war der Geschäftsführer abgesprungen. Nun saß sie auf fünfzig weißen Stoffrollos, die sie bereits bestellt hatte und weder zurückgeben noch bezahlen konnte. Nur abstottern. Ohne ihre Mutter, die ihr dann und wann finanziell unter die Arme griff, wären Bea und ihr Laden längst erledigt gewesen.

"Danke schön", sie räusperte sich, "freut mich, dass es Ihnen gefällt."

Der Mann nickte, während seine rechte Hand über eine Tischplatte aus bemalten Jugendstilkacheln strich. Sympathischer Typ eigentlich, dachte Bea, die ihn jetzt erst richtig wahrnahm. Groß, kultivierte Ausstrahlung, markantes Gesicht, dem die Hornbrille einen intellektuellen Touch verleiht. Nicht übel. So sehen Kunden aus, die das Individuelle zu schätzen wissen. Außerdem verströmte sein heller, leicht verknitterter Leinenanzug genau jene nachlässige Eleganz, die sie bei Männern mochte.

Sein Blick verweilte kurz auf ihr, um dann wieder über die Möbel zu schweifen. "Wirklich sehr apart."

Eine heiße Welle überlief Bea. Für den Bruchteil einer Sekunde hatte er sie durch seine Brillengläser hindurch angefunkelt, mit Augen, unergründlich blaugrau wie das aufgewühlte Meer bei Gewitter. Oha. Sie legte einen Handrücken auf ihre Stirn. Entweder war dies der wärmste September seit Menschengedenken, oder sie hatte Spontanfieber. War doch nicht normal, dass ihr der Schweiß ausbrach. Einfach so, aus heiterem Himmel.

Tja, Bea-Schatz, der interessiert sich nicht nur für deine Möbel, wisperte ihre innere Stimme.

"Wie g

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