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Wie im Garten Eden von Weston, Sophie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2018
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Wie im Garten Eden

Als Leonora in Kairo den faszinierenden Scheich Amer el-Barbary kennen lernt, ahnt sie, dass dieser Mann ihr gefährlich werden kann. Nach einem romantischen Mondschein-Picknick mit Amer sieht sie nur einen Ausweg: Sie kehrt nach London zurück, ohne eine Adresse zu hinterlassen. Wird sie ihn je wieder sehen?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 01.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733758882
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 3260 kBytes
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Wie im Garten Eden

1. KAPITEL

Leonora fuhr sich durchs Haar und atmete tief durch. Die Eingangshalle des NilHilton war überfüllt. Ausgerechnet jetzt hatte Leo drei Teilnehmer ihrer Museumsführung aus den Augen verloren. Deshalb hatte sie keine Zeit für ihre Mutter gehabt, die darüber verärgert war. Und jetzt kam ihr auch noch ihre Problemkundin wieder mit einer ihrer wissbegierigen Fragen.

"Wie bitte?", fragte Leo geistesabwesend.

"Er kommt gerade rein." Mrs. Silverstein deutete mit dem Kopf zur Drehtür. "Wer ist der Mann?"

Eine lang gezogene weiße Limousine mit getönten Scheiben, flankiert von zwei dunklen Mercedes, war in den Vorhof gerollt. Männer in grauen Anzügen stiegen aus und nahmen strategische Stellungen ein, während eine Schar Gepäckträger auf die Gruppe zuströmte. Die Türen der Limousine blieben geschlossen. Leo wusste, was das bedeutete.

"Wahrscheinlich jemand von der Königsfamilie." An der war sie nicht weiter interessiert. Das von ihrem Vater kürzlich übernommene Reisebüro hatte noch keine königliche Kundschaft. "Das geht mich zum Glück nichts an. Haben Sie die Familie Harris gesehen?"

"Königsfamilie", wiederholte Mrs. Silverstein verträumt.

Leo lächelte. Sie mochte die alte Dame.

"Ein Wüstenherrscher", schwärmte Mrs. Silverstein.

"Schon möglich."

Um der Frau die Illusion nicht zu rauben, behielt Leo für sich, dass der Mann vermutlich in Harvard studiert hatte, mehrere Fremdsprachen beherrschte und die Wüste im klimatisierten Geländewagen durchquerte statt auf dem Kamelrücken. Im Gegensatz zu Leo war Mrs. Silverstein unglaublich romantisch.

"Möchte wissen, wer er ist ..."

Den Ton kannte Leo. "Keine Ahnung", erklärte sie bestimmt.

Mrs. Silverstein warf ihr einen schalkhaften Blick zu. "Sie könnten sich erkundigen."

Leo lachte schallend. Das erwartete die alte Dame seit drei Wochen immer wieder von ihr.

"Hören sie", sagte sie geduldig, "ich bin Ihr Laufbursche und tue so manches für Sie. Ich frage Frauen, wie alt sie sind, und Männer, wie viel es kostet, einen Esel zu versorgen. Aber ich denke nicht daran, eine Armee bewaffneter Kerle auszuhorchen, wen sie bewachen. Dann würden sie mich wahrscheinlich verhaften."

Mrs. Silverstein lächelte verschmitzt. In den drei Wochen, die sie sich nun kannten, hatten sie sich verstehen gelernt. "Feigling."

"Und jetzt muss ich die Familie Harris suchen."

Leo bahnte sich einen Weg zwischen der Menge hindurch zu einem Marmortisch, auf dem hinter einer Blumenanordnung ein Haustelefon stand. Nachdem sie die Zimmernummer der Familie Harris gewählt hatte, blickte sie sich kurz um, für den Fall, dass die Leute gerade die Treppe herunterkamen.

Die Begleiter der Limousine hatten sich in Bewegung gesetzt. Männer mit Handy teilten die Menge. Hinter ihnen schritt ein großer breitschultriger Mann im wallendem Gewand. Mrs. Silverstein hat recht, dachte Leo. Er sah umwerfend aus.

In diesem Augenblick drehte er sich um und sah sie an. Zu ihrer Verwunderung stand sie wie versteinert da.

"Hallo?", meldete Mary Harris sich am anderen Ende der Leitung. "Hallo?"

Leo war sicher, dass sie den Mann noch nie gesehen hatte. Doch er hatte etwas an sich, das sie elektrisierte. Als wäre er wichtig für sie. Als würde sie ihn kennen.

"Hallo? Hallo?"

Er trug das makellos weiße Gewand und den Kopfputz eines Wüstenarabers. In der prächtigen Hotelhalle zog er schon durch die Schlichtheit seiner Kleidung die Blicke auf sich, dazu kamen seine große Erscheinung und die wachsame Geschäftigkeit seiner Begleiter. Seine Augen waren hinter einer dunklen Sonnenbrille verborgen, doch seine Miene wirkte gelangweilt, als er sich abwandte und den Blick weiter über die Menge schweifen ließ.

"Hallo? Wer ist dort?"

Alles an ihm wirkte arrogant. Leo mochte ihn nicht. Dennoch stand sie völlig unter seinem Bann und musste den Mann einfach ansehen.

Mrs. S

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