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Wie zwei Inseln im Meer von Mallery, Susan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.08.2016
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Wie zwei Inseln im Meer

Sie waren die besten Freundinnen, bis ein Verrat sie auseinanderriss. Michelle verließ die idyllische Heimatinsel, Carly blieb - mit dem Mann, den eigentlich Michelle liebte. Nach zehn Jahren führt ein Erbe Michelle zurück. Als sie das in Schwierigkeit steckende Hotel Blackberry Island Inn betritt, das ihr Vater ihr vermacht hat, steht sie unerwartet Carly gegenüber. Nur mit Carlys Hilfe, deren Leben inzwischen eng mit dem Inn verwoben ist, kann Michelle den Familienbetrieb retten. Aber können die beiden Frauen nach all den tiefen Wunden an einem Strang ziehen?

'Vielschichtig und bewegend, intensiv und so mitreißend, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann!'
Publishers Weekly

'Alles über die heilende Kraft einer Freundschaft.'
Library Journal

In ihren Romanen gelingt es Susan Mallery immer wieder, große Gefühle mit tiefgründigem Humor zu kombinieren. Ihre außerordentlichen Charaktere leben in der Fantasie des Lesers weiter. Die Bestsellerautorin ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann in Seattle.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 15.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959679633
    Verlag: HarperCollins
    Größe: 749 kBytes
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Wie zwei Inseln im Meer

1. KAPITEL

"Ich ziehe morgen in den Krieg. Gut möglich, dass ich nie wieder zurückkomme."

Michelle Sanderson wandte langsam die Aufmerksamkeit von dem fünf Jahre alten Pick-up ab, den sie zu kaufen erwog, und drehte sich zu dem jungen Burschen um, der neben ihr stand.

Er war noch ein Teenager, vielleicht achtzehn oder neunzehn Jahre alt, und hatte rotes Haar und Sommersprossen. Eigentlich war er ganz süß, nur viel zu jung. Seine Gliedmaßen waren jugendlich schlaksig und sein Brustkorb wollte erst ausgefüllt werden. Auch wenn er vermutlich bereits mehr Mann als Junge war, der Wandel war noch nicht völlig vollzogen.

"Entschuldigung", sagte sie, überzeugt, ihn missverstanden zu haben. "Was hast du gesagt?"

Er grinste breit und zwinkerte ihr zu. "Ich mach's vielleicht nicht mehr lange. Wenn du den Wagen gekauft hast, könnten wir doch zusammen was trinken gehen oder so, meinen Einstieg in die Army feiern."

"Es ist zwei Uhr nachmittags."

"Wir könnten auch einfach zu mir nach Hause gehen."

Michelle wusste nicht, ob sie laut loslachen oder ihm zu verstehen geben sollte, was für ein Idiot er war, und zwar so, dass er danach heulen würde wie ein kleines Mädchen. Letzteres wäre ein Leichtes für sie. Sie hatte selbst zehn Jahre in der Army gedient, beinahe die Hälfte davon im Irak und in Afghanistan. Dort waren ihr diese notgeilen jungen Typen, die sich für unwiderstehlich hielten, im Überfluss begegnet. Mit der Zeit war sie richtig gut darin geworden, ihnen klarzumachen, dass sie falschlagen.

Loslachen wäre ein wenig schwerer. Hauptsächlich, da ihr ganzer Körper schmerzte. Nicht nur ihre Hüfte, die als Entschuldigung eine Begegnung mit ein paar Kugeln von bewaff-neten Rebellen vorzuweisen hatte, woraufhin ihr eine Teilgelenkprothese eingesetzt werden musste - nein, alles tat ihr weh. Sie dachte lieber nicht darüber nach, wie viel Zeit sie im Krankenhaus zugebracht hatte. Der Körper heilt in seinem eigenen Tempo, hatte ihr Physiotherapeut gesagt. Dennoch hatte sie versucht, schneller wieder auf die Beine zu kommen - was ihr lediglich drei weitere Nächte im Krankenhausbett beschert hatte, bevor sie endlich entlassen wurde.

"Bin ich nicht ein bisschen zu alt für dich?", fragte sie.

Er zwinkerte ihr zu. "Erfahren nenne ich das."

Trotz der Schmerzen schaffte sie es, kurz zu lachen. "Verstehe. Du suchst also eine, die dir deine schmutzigen Fantasien erfüllt, ja?"

"Du weißt Bescheid."

Er ist so erwartungsvoll, dachte sie und fühlte sich sogleich noch ermatteter. Und ganz offensichtlich hatte er den Sehtest bisher nicht absolviert. Ihr war vollkommen bewusst, dass sie nicht in Bestform war. Ihr blasser, allzu dünner Körper verriet, wie lange sie in einem Krankenhausbett gelegen hatte. Sie hatte dunkle Augenringe und ihre Gesichtsfarbe war zu grau, um als normal durchzugehen, und zum Laufen brauchte sie eine Krücke. Was nur mal wieder bewies, wie hormongesteuert junge Männer waren.

Ehe sie dazu kam, sich zu überlegen, wie sie seine Einladung ausschlagen konnte, preschte ein heller Labrador um die Ecke des Hauses. Der Hund jagte auf sie zu und sprang kurz vor ihr in die Höhe. Michelle musste schnell einen Schritt zur Seite tun, damit sie nicht von ihm umgeworfen wurde. Bei der abrupten Bewegung wurde ihre Hüfte belastet und stechender Schmerz schoss durch ihren Körper.

Einen Moment lang drehte sich alles um sie. Ihr wurde schwarz vor Augen und Übelkeit stieg in ihr auf.

Bitte entweder das eine oder das andere, dachte sie, während sie verzweifelt versuchte, bei Bewusstsein zu bleiben. Aber bitte nicht beides auf einmal. Ein überraschend starker Arm legte sich um ihren Körper und hielt sie fest.

"Buster, runter mit dir."

Sie musste ein paar Mal blinzeln, bis sie an diesem kühlen, feuchten Nachmittag wieder klar sehen konnte. Der brennende Schmerz in ihrer Hüfte ließ so weit nach, dass sie wieder Luft bek

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